Mit einem weltweiten Einspielergebnis von sage und schreibe 1,93 Milliarden Dollar ist „Spider-Man: No Way Home“ nicht nur der dritterfolgreichste MCU-Film überhaupt, sondern auch der mit Abstand erfolgreichste Solofilm eines Helden aus dem Marvel Cinematic Universe (schließlich liefen nur die Team-Up-Abenteuer „Avengers: Endgame“ und „Avengers: Infinity War“ noch besser). Das ist natürlich nicht zuletzt dem darin abgefeuerten Multiversums-Spektakel und der vorangegangenen Geheimniskrämerei um die Rückkehr der Spidey-Vorgänger Tobey Maguire und Andrew Garfield geschuldet.
Umso größer sind nun die Erwartungen an den Nachfolger „Spider-Man: Brand New Day“, erst recht nach dem dramatischen Ende von „No Way Home“, bei dem ein Zauberspruch von Doctor Strange die Welt vergessen ließ, dass Peter Parker existiert. Doch wie kann man an einen der größten Blockbuster der vergangenen Jahre anknüpfen? Offenbar indem man das Ganze gleichzeitig eine Nummer kleiner und trotzdem mit dem gewohnt epischen Bombast aufzieht.
Vom Multiversums-Retter zur freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft
Denn tatsächlich steht in „Spider-Man: Brand New Day“ nicht mehr das Schicksal der ganzen Welt (bzw. sogar mehrerer Welten) auf dem Spiel. Stattdessen kümmert sich Peter Parker (Tom Holland) jetzt wieder völlig anonym als Spider-Man um die Verbrechen in seiner New Yorker Nachbarschaft. Zugleich hat er schwer daran zu knabbern, dass selbst seine große Liebe MJ (Zendaya) und sein bester Freund Ned (Jacob Batalon) nicht mehr wissen, wer er ist. Als dann eine ungewöhnliche Verbrechensserie ihren Lauf nimmt und Peters Superkräfte eine seltsame Wandlung durchmachen, wird er einmal mehr an seine Grenzen gebracht ...
Spider-Man mag in „Brand New Day“ wieder mehr denn je zur freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft werden, in Sachen Spektakel macht „Shang-Chi“-Regisseur Destin Daniel Cretton (der hier Jon Watts auf dem Regiestuhl beerbt) jedoch keine halben Sachen. Nicht nur bekommt es Spidey mit gleich mehreren mächtigen Widersachern wie der Ninja-Truppe der Hand, Scorpion (Michael Mando) und einer mysteriösen neuen Schurkin (gespielt von „Stranger Things“-Star Sadie Sink) zu tun. Auch läuft er den MCU-Rückkehrern Bruce Banner alias Hulk (Mark Ruffallo) und Frank Castle alias The Punisher (Jon Bernthal) über den Weg.
Und um all dem Rechnung zu tragen, sichert sich das nunmehr 38. MCU-Abenteuer mit einer stolzen Laufzeit von 145 Minuten einen Platz in der Top-10 der längsten Filme aus dem Franchise. Hier wird also trotz der Ausgangslage zu Beginn wohl einmal mehr geklotzt statt gekleckert. Selbst überzeugen kann man sich davon dann endlich in wenigen Tagen: „Spider-Man: Brand New Day“ startet am 29. Juli 2026 in den deutschen Kinos. Nachfolgend könnt ihr euch den finalen Trailer auch noch mal im englischen Original anschauen: