Durchgeknalltes Weltkriegs-Spektakel neu auf Netflix: Viele kennen diesen Film gar nicht – obwohl er von Steven Spielberg ist!
Teile diesen Artikel

Neben „Der Soldat James Ryan“ und „Band Of Brothers“ verantwortete Blockbuster-Meister Steven Spielberg noch einen weiteren Kriegsfilm, den viele aber gar nicht kennen. Jetzt könnt ihr ihn auf Netflix nachholen.

Bei den Stichworten „Kriegsfilm“ und „Steven Spielberg“ dürften die meisten wohl als allererstes an das mit fünf Oscars prämierte Meisterwerk „Der Soldat James Ryan“ denken – und als nächstes wohl direkt die herausragende Miniserie „Band Of Brothers“ im Kopf haben. Und das kommt nicht von ungefähr, gehören beide Produktionen doch zu den absoluten Höhepunkten des Genres. Was viele jedoch nicht wissen: Spielberg versuchte sich bereits in den späten 70ern an einem Weltkriegs-Spektakel, das bis heute zu den unbekanntesten Filmen des Regisseurs zählt: „1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood“.

Nachdem er mit „Der weiße Hai“ (1975) das moderne Blockbuster-Kino begründete und mit dem Sci-Fi-Meisterstück „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (1977) ebenso erfolgreich wie meisterhaft nachlegte, war der nächste Erfolg eigentlich nur noch Formsache – und sollte mit der aberwitzigen Kriegs-Komödie 1979 folgen. Dementsprechend selbstbewusst wurden unfassbare 35 Millionen Dollar und damit immerhin mehr als das Dreifache (!) des zwei Jahre zuvor erschienenen „Star Wars“ in die Produktion gebuttert. Eine für damalige Verhältnisse geradezu unfassbare Summe, die bereits die Megalomanie erahnen lässt, die „1941“ innewohnt.

Ihr habt noch nie von der völlig irren Kriegsfilm-Sause gehört? Dann ist das jetzt die perfekte Gelegenheit für euch, diese nachzuholen. Denn „1941“ ist ab sofort bei Netflix verfügbar!

"1941": So sieht es aus, wenn Steven Spielberg völlig frei dreht

Das Jahr 1941: Nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor macht sich in der amerikanischen Bevölkerung Unruhe breit – die schon bald in pure Hysterie umschlägt. Schließlich könnte nun jeden Moment auch das Festland angegriffen werden! Während in Los Angeles das Chaos regiert, bereitet sich die Armee an der Westküste auf eine imaginäre Fallschirm-Attacke aus der Luft vor. Derweil macht sich der Japaner Akiro Mitamura (Toshiro Mifune) mit seinem U-Boot auf den Weg, um Hollywood zu zerstören…

1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood
1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood
1 Std. 58 Min.
Von Steven Spielberg
Mit Dan Aykroyd, Ned Beatty, John Belushi
User-Wertung
3,2
Filmstarts
3,0

„1941“ ist ein satirisch überhöhtes Klamauk-Feuerwerk, in dem es völlig drunter und drüber geht – und bietet Eskapismus in Reinkultur. Atemlose Kalauerparade auf der einen Seite, gigantomanische Materialschlacht auf der anderen – und dann geben sich inmitten dieses Tohuwabohu auch noch Stars wie „Blues Brothers“-Regisseur John Landis, Saruman-Darsteller Christopher Lee („Der Herr der Ringe“), „Ghosbuster“ Dan Aykroyd, Kult-Comedian John Belushi, „Superman“-Bösewicht Ned Beatty, John Candy, Mickey Rourke und viele weitere die Klinke in die Hand.

Ist „1941“ nun aber auch ein guter Film? Das muss am Ende jeder für sich selbst beantworten. Auf jeden Fall aber dürft ihr euch über ein absolut wahnsinniges Kuriosum in der Vita von Steven Spielberg freuen, das sein Publikum mit seiner Energie geradezu überrollt – und alleine schon deshalb lange in Erinnerung bleibt.

Welchen Science-Fiction-Klassiker Spielberg indes immer neu verfilmen wollte, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel.

"Er hat die Rechte nicht bekommen": Steven Spielberg wollte diesen Sci-Fi-Kult aus den 80ern unbedingt neu verfilmen – doch dessen Schöpfer blieb hart!

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren