"Wir wollen alle die Fortsetzung sehen": So steht es um die Zukunft des größten Kino-Hits 2023

Mehr als drei Jahre nach dem Kinophänomen „Barbie" ist eine Fortsetzung offiziell immer noch nicht bestätigt. Jetzt äußert sich die Chefin von Mattel Studios erstmals wieder öffentlich dazu und macht ein bisschen Hoffnung.

Warner Bros.

Kaum ein Film hat das Kinojahr 2023 so geprägt wie „Barbie“. Greta Gerwigs pinkfarbene Regiearbeit spielte weltweit rund 1,4 Milliarden US-Dollar ein, räumte acht Oscar-Nominierungen ab und avancierte zum kulturellen Ereignis. Seitdem wartet die Filmwelt eigentlich nur auf eine Fortsetzung.

Jetzt gibt es neue Lebenszeichen. Robbie Brenner, Präsidentin von Mattel Studios und Produzentin des ersten Films, äußerte sich auf dem Toronto International Film Festival zu einem möglichen zweiten Teil.

Das eigentliche Problem: Verträge, Zeitdruck und Gagenforderungen

Brenner sprach dabei offen über den Wunsch nach einer Fortsetzung. „Wir wollen alle das Barbie-Sequel sehen“, sagte sie vor Publikum. Auch sie selbst warte darauf und sei sich sicher, dass es irgendwann so weit sein werde. Viel mehr Infos gab es nicht. Stattdessen verwies sie darauf, dass der Fokus des Studios aktuell woanders liege: auf einem animierten „Barbie“-Film in Zusammenarbeit mit Illumination-Gründer Christopher Meledandri. Gleichzeitig betonte sie, dass man auch darüber hinaus weiter an Projekten rund um die Marke arbeite.

Warum sich die Sache trotz des gigantischen Erfolgs so hinzieht, hat einen simplen Grund: Die Verträge für den ersten Film enthielten schlicht keine Option auf eine Fortsetzung. Das bedeutet, dass mit sämtlichen Beteiligten – Gerwig, ihrem Co-Autor Noah Baumbach sowie den Stars Margot Robbie und Ryan Gosling – praktisch von null an neu verhandelt werden muss.

Wie das Branchenmagazin Variety berichtet, soll Warner Bros. dabei bereits sein bislang höchstes Angebot an ein Filmemacher-Team überhaupt unterbreitet haben. Konkrete Zahlen kursieren ebenfalls: Ryan Gosling soll für seine Rückkehr rund 20 Millionen US-Dollar fordern, während Margot Robbie beim ersten Film bereits etwa 50 Millionen US-Dollar aus Gage und Gewinnbeteiligung verdient haben soll – ihre aktuellen Forderungen dürften diese Summe noch übersteigen.

Hintergrund der ganzen Debatte ist ein wachsender Zeitdruck: Laut Berichten hat Warner Bros. nur noch bis Dezember 2026 Zeit, mit Gerwig, Robbie und Gosling einen Deal festzuzurren. Gelingt das nicht, sollen die Filmrechte an „Barbie“ komplett an Mattel zurückgehen. In diesem Fall könnte der Spielzeughersteller theoretisch auch ohne Gerwigs kreatives Team und ohne die ursprüngliche Geschichte einen Neustart der Reihe angehen. In der Branche wird zudem spekuliert, dass das Schicksal der Fortsetzung eng mit der geplanten Übernahme von Warner Bros. durch Paramount-Chef David Ellison verknüpft sein könnte: Sollte dieser Deal zustande kommen, dürfte der Abschluss der „Barbie 2“-Verhandlungen zu seinen ersten Amtshandlungen zählen.

Ob und wann es tatsächlich zu einer Fortsetzung kommt, bleibt also weiterhin offen. Fest steht nur: Der Wille bei Mattel und offenbar auch bei Warner Bros. ist da. Bis Dezember 2026 hängt die Zukunft vorerst am Geld und den richtigen Unterschriften.

Ohne Frage schrieb „Barbie“ 2023 Kinogeschichte. Mit „Die Odyssee“ gelang Christopher Nolan in diesem Jahr ein noch größerer Erfolg. Welchen Rekord der Film jetzt gebrochen hat, erfahrt ihr hier:

"Die Odyssee" schreibt Kinogeschichte: Christopher Nolans Mega-Hit bricht einen Rekord, der 11 Jahre Bestand hatte

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Tobias Kirchner
Tobias Kirchner
-Freier Autor
Tobias liebt das Kino, weil es ihn für ein paar Stunden in andere Welten entführt.
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