Ein kurioser Fall bei uns von FILMSTARTS entpuppt sich als eine Art prophetische Vorahnung. Aufgrund eines technischen Fehlers hatten wir vor zwei Wochen gleich zwei verschiedene News dazu geschrieben, dass der Horror-Klassiker „Nightmare - Mörderische Träume“ aka „A Nightmare On Elm Street“ neu aufgelegt wird. Nun stellt sich heraus, dass wir da unbewusst vielleicht schon einer Sache auf der Spur waren.
Denn tatsächlich befinden sich aktuell gleich zwei konkurrierende Remakes von „Nightmare On Elm Street“ in der Mache! So will man laut dem Branchen-Newsletter Puck nicht nur bei Paramount, sondern auch bei Warner die einst von Regiemeister Wes Craven ins Leben gerufene Horror-Reihe wiederbeleben – 16 Jahre nachdem ein erstes Remake bei Kritik und Publikum gnadenlos durchfiel.
Ein Remake für die USA und eins für den Rest der Welt
Möglich ist das durch eine ungewöhnliche Rechtelage. Paramount hat sich zwar die US-Rechte am Drehbuch des ersten Teils gesichert, nachdem diese im Jahr 2019 vom bisherigen „Nightmare On Elm Street“-Studio New Line Cinema bzw. dessen Mutterkonzern Warner Bros. an den Nachlass von Wes Craven zurückgefallen waren. Warner verfügt aber nach wie vor über die internationalen Vertriebsrechte. Das bedeutet am Ende wohl: Falls beide Projekte tatsächlich zustande kommen, dürfte das von Paramount nur in den USA und das von Warner nur außerhalb der USA offiziell veröffentlicht werden.
Das hat umso seltsamere Dimensionen, als dass nach dem in die Wege geleiteten Aufkauf von Warner durch Paramount beide Studios demnächst ja eigentlich fusionieren sollen – auch wenn es dafür nach wie vor jede Menge Gegenwind aus der Branche gibt und der Deal noch immer nicht finalisiert ist.
Paramount hatte sich womöglich erhofft, dass Letzteres der Fall sein wird, bevor sie den neuen „Nightmare On Elm Street“ fertiggestellt haben, sodass man dann mit Warners Rechten im Gepäck den Film problemlos weltweit herausbringen kann. Doch Warner setzt jetzt schon vorher zum Gegenangriff an, um die verbleibenden Rechte an der beliebten Marke noch selbst zu nutzen.
Und nun ist man offenbar sowohl bei Paramount als auch bei Warner erpicht darauf, die jeweilige „Nightmare“-Neuauflage auf die Beine zu stellen, bevor die Studio-Zusammenlegung über die Bühne geht. Ob sie sich damit kreativ und auch in finanzieller Hinsicht einen Gefallen tun, sei mal dahingestellt.
So unterschiedlich sollen die zwei "Nightmare On Elm Street"-Remakes werden
Immerhin sollen sich aber die Ansätze der beiden geplanten „Nightmare On Elm Street“-Projekte deutlich unterscheiden:
Als wir kürzlich über das von Wes Cravens Erben unterstützte Vorhaben von Paramount berichteten, hieß es, dass dieses in der Welt von „A Nightmare On Elm Street“ spielen und auf dem Originaldrehbuch basieren soll. Bei Puck ist nun davon die Rede, dass man hier gar eine Übereinkunft für ein Eins-zu-Eins-Remake des Originals getroffen hat.
Bei Warner hingegen plane man angeblich eine frische Neuinterpretation mit einer eigenen kreativen Vision – für die man sich wohl schon in Gesprächen mit „Evil Dead Rise“- und „The Mummy“-Regisseur Lee Cronin befindet. In beiden Fällen dürfte aber natürlich das Franchise-Aushängeschild Freddy Krueger wieder eine ganz zentrale Rolle einnehmen. Der von den Eltern seiner Opfer umgebrachte Kindermörder kehrt in der Reihe immer wieder zurück, um fortan als übernatürliches Wesen in Träumen zu morden.
Insgeheim hofft man in beiden Lagern womöglich, die eigene „Nightmare“-Produktion als Erster auf den Weg zu bringen und die andere Partei damit vielleicht noch dazu zu zwingen, von ihren Plänen abzurücken. Ob es wirklich so kommt und wieviel „Nightmare“-Remakes letztlich wirklich realisiert werden, bleibt abzuwarten.
Mit „Crystal Lake“ wird derweil demnächst ein anderes legendäres Horror-Franchise wiederbelebt. Nachfolgend haben wir den ersten Teaser-Trailer zur Prequel-Serie aus dem „Freitag der 13.“-Universum für euch: