Wohl kaum ein Autor ist für seine schrecklich-schaurigen Geschichten so bekannt, beliebt und wurde so oft verfilmt wie Stephen King. Nicht nur Fans des Horrorkinos kennen sie: „ES“, Stanley Kubricks „Shining“ oder auch „Friedhof der Kuscheltiere“. Unübertroffen und heute noch sehenswert ist Brian De Palmas Verfilmung seines ersten Romans „Carrie“*. 1974 veröffentlicht und zwei Jahre später schon verfilmt, war „Carrie“ ein durchschlagender Erfolg.
De Palmas „Carrie“ zählt bis heute zu den besten Horrorfilmen aller Zeiten. Am heutigen 9. August 2026 läuft der Film um 22.20 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 11. auf den 12. August um 3.10 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-16-Titel für ein paar Euro als Video-on-Demand bekommen:
Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr „Carrie“ unter dem obigen Link übrigens ganz ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des MGM+-Channels* anmelden. Sofern ihr vor Ablauf des Probezeitraums nicht wieder stornieren wollt, werden im Anschluss daran 5,99 Euro pro Monat fällig.
Darum geht es in "Carrie":
Carrie (Sissy Spacek) ist ein schüchternes Mädchen, das bei ihrer obsessiven und streng gläubigen Mutter (Piper Laurie) aufwächst. In der Schule wird sie von ihren Mitschüler*innen gemobbt: Als sie erstmals ihre Periode bekommt und in Panik gerät, wird sie verspottet und mit Tampons beworfen.
Die Dinge scheinen sich für sie zum Guten zu wenden, als Schulschwarm Tommy (William Katt) sie zum großen Ball einlädt. Doch dann wird sie Opfer eines bösen Streiches, geplant von Chris (Nancy Allen). Die Demütigung setzt ihre Kräfte endgültig in Gang und sie nimmt üble Rache an all ihren Peinigerinnen …
Hitchcock lässt grüßen
Wer sich „Carrie“ ansieht, wird in mehrfacher Hinsicht belohnt: Mit einem Mix aus Beklemmung und Schauer, ausgehend vor allem von der grandios-furios spielenden Piper Laurie in der Rolle der Mutter. Dann ist da noch die Ausstattung des Hauses: ein Kruzifix mit leuchtenden Augen, Jesusbilder überall - all das sorgt in De Palmas Inszenierung auch für großen Unwohlsein beim Publikum.
Hitchcock-Fans kommen zusätzlich auf ihre Kosten, denn „Carrie“ ist gespickt mit Referenzen: Da sind die „Psycho Strings“, der helle Ton der Streicher aus der legendären Duschszene, in welcher das Messer auf Janet Leigh einsticht. Carries Schule ist die „Bates School“, wie in Norman Bates und zuletzt ist da auch die psychotische Mutterfigur.
Eine zeitlose Story, brillant inszeniert
Nicht zuletzt ist „Carrie“ eine zeitlose Highschool-Geschichte, ein Plädoyer für Andersartigkeit, ein Auftrumpfen aller Außenseiter*innen, wie sie bei Stephen King meist eine Rolle spielen. Nicht umsonst gab es zwei weitere Adaptionen des Romans, zuletzt 2013 von Kimberly Pierce, der sogar noch blutiger ist das De Palmas Original.
Vor allem überzeugt „Carrie“ mit inszenatorischen Schauwerten und einigen schönen Schock-Momenten, die man sich nicht entgehen lassen sollte: Eine voyeuristisch anmutende Umkleideszene zu Beginn, ein Massaker im explosiven Farbrausch zum Schluss und eine Sissy Spacek mit weit aufgerissenen Augen dazwischen.
Im Oktober startet die neue „Carrie“-Serie von „Doctor Sleeps Erwachen“-Mastermind Mike Flanagan – der derzeit wohl am heißesten erwartete Horrortitel im Serienbereich. Alles, was wir bisher über die Serie wissen, sowie den Trailer findet ihr im folgenden Artikel von FILMSTARTS-Redakteur Stephen-King-Experte Pascal Reis:
Einer der größten Klassiker von Stephen King wird zur Serie: Erster Trailer zu "Carrie" vom "Spuk In Hill House"-MacherDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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