Nicht nur den Autor dieser Zeilen dürfte es traurig stimmen: Es bestand offenbar die reale Chance, einen „Star Wars“-Film von dem genialen Erfolgs-Duo hinter „Paddington 2“ zu bekommen. Denn Regisseur Paul King und sein Co-Autor Simon Farnaby entwickelten nach ihrem bezaubernden zweiten Film über den beliebten Bären tatsächlich ein eigenes „Star Wars“-Abenteuer für Lucasfilm. Das inzwischen verworfene Projekt sollte sich dabei nicht um einen Jedi, einen Kopfgeldjäger oder einen anderen menschlichen Helden drehen. Im Mittelpunkt hätte stattdessen ein Droide gestanden.
Die Nachricht enthüllte Simon Farnaby jetzt im Rahmen eines Porträts von Variety über den Drehbuchautor. Das Angebot sei direkt gekommen, nachdem „Paddington 2“ zu einem der am einhelligsten gefeierten Filme des vergangenen Jahrzehnts geworden war. Als das Familienabenteuer 2017 erschien, sammelte es auf der Kritikplattform Rotten Tomatoes zunächst eine positive Besprechung nach der anderen und stand zeitweise sogar als bestbewerteter Film aller Zeiten im Guinness-Buch der Rekorde.
Sie brauchten etwas, das "sich wie ein echter 'Star Wars'"-Film anfühlt
Farnaby führte aus, dass man sich mit der Arbeit an einem „Star Wars“-Film „eine Weile ablenken“ ließ, weswegen es satte sechs Jahre nach „Paddington 2“ dauerte, bis das Duo mit „Wonka“ den nächsten Hit ins Kino brachte. In diesem Zeitraum entwickelte man eine Idee für ein „Star Wars“-Projekt, in dem keine einzige aus der Saga bekannte Figur involviert war. Stattdessen sollte ein Droide im Mittelpunkt stehen.
Laut dem Autor war das Konzept wohl der Grund, dass es mit ihrem Kino-Abenteuer nicht geklappt hat: „Sie meinten so: Wir brauchen unbedingt etwas, das sich wie ein echter ‚Star Wars‘-Film anfühlt – was wahrscheinlich der Grund ist, warum es am Ende kein ‚Star Wars‘-Film wurde! Aber wir haben es einfach nie richtig hinbekommen.“
Wird "Star Wars"-Idee zum eigenständigen Sci-Fi-Abenteuer
Womöglich bekommen wir die Idee des Duos künftig trotzdem zu sehen – nur nicht in der Welt von „Star Wars“. Grundsätzlich sei Disney nämlich von der Idee sehr angetan gewesen. Das Maushaus schlug King und Farnaby daher vor, das Konzept als eigenständigen Sci-Fi-Film umzusetzen. Daran arbeiten sie jetzt aktuell.
Farnaby erfüllte sich zumindest schon vorher den Traum von der Beteiligung an „Star Wars“. Während er gemeinsam mit King gerade „Paddington 2“ schrieb, bekam er eine kleine Rolle in „Rogue One: A Star Wars Story“ angeboten. Farnaby ist darin als X-Wing-Pilot während der Schlacht von Scarif zu sehen.
Einen Streaming-Tipp zu einem Film, der seinerseits „Star Wars“ geprägt hat, haben wir derweil im folgenden Artikel für euch:
Heute Abend streamen: Ohne diesen grandiosen Fantasy-Klassiker wäre "Star Wars" nie möglich gewesen