Heute im TV: Dieses Fantasy-Abenteuer hat 150 (!) Millionen Dollar verschlugen und sollte den Auftakt einer ganzen Reihe bilden

Mit „Die Legende von Aang“ wollte M. Night Shyamalan die beliebte Zeichentrick-Serie „Avatar - Der Herr der Elemente“ auf die Leinwand bringen. Doch der Film konnte weder Fans noch Kritiker überzeugen. Am 22. August um 22.40 Uhr auf ProSieben.

Manchmal verkalkuliert sich auch ein eigentlich erfahrener Regisseur wie M. Night Shyamalan. Der Filmemacher hatte sich durch Hits wie „Signs“ und „The Sixth Sense“ einen Ruf als Genre-Experte aufgebaut, der für seine krassen Twists bekannt war. Mit Die Legende von Aang wollte er sich an einem Big-Budget-Hollywood-Blockbuster versuchen. Der Fantasy-Stoff basierte dabei auf der extrem beliebten Zeichentrick-Serie „Avatar - Der Herr der Elemente“, die zwischen 2005 und 2008 auf Nickelodeon ausgestrahlt wurde. Doch die 150-Millionen-Dollar-Produktion wurde zur mittelschweren Katastrophe. Zwar konnte der Film weltweit fast 320 Millionen Dollar einspielen, wurde aber von den Fans und der Fachpresse regelrecht zerpflückt.

Bei der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes steht das Fantasy-Abenteuer bei einem Kritiken-Score von gerade einmal fünf (!) Prozent – und auch die Publikums-Wertung fällt mit einem Score von 30 Prozent positiver Wertungen noch immer katastrophal aus. Bis heute gilt der Film als Paradebeispiel, wie man eine Serie nicht für die große Leinwand adaptiert. Übrigens wurden auch die Pläne für eine Fortsetzung bereits kurz nach Release von „Die Legende von Aang“ schnell wieder auf Eis gelegt.

Wer sich selbst einmal überzeugen möchte, ob der Film seinem schlechten Ruf gerecht wird, kann am heutigen 22. August 2026 ProSieben einschalten. Um 22.40 Uhr startet „Die Legende von Aang“, eine Wiederholung erfolgt in der gleichen Nacht um 2.40 Uhr. Wer den Film nicht im linearen TV schauen möchte, findet ihn auch aktuell im Streaming-Abo von Joyn+:

Darum geht es in "Die Legende von Aang"

Luft, Wasser, Erde und Feuer – vier Elemente, die zugleich für vier stolze Nationen stehen. Seit jeher sorgt der Avatar dafür, dass zwischen ihnen ein Gleichgewicht herrscht. Doch diese Zeiten sind längst vorbei: Ein Jahrhundert ist vergangen, seit die Feuernation unter Ozai (Cliff Curtis) einen erbarmungslosen Krieg gegen die anderen Völker entfesselte und die Welt in eine Ära der Zerstörung und Verzweiflung stürzte. Als der junge Aang (Noah Ringer) nach hundert Jahren aus einem Gefängnis im ewigen Eis befreit wird, erfährt er, dass er der neue Avatar ist. Damit liegt es allein an ihm, alle vier Elemente zu beherrschen und das verlorene Gleichgewicht wiederherzustellen.

Gemeinsam mit der Wasserbändigerin Katara (Nicola Peltz) und ihrem Bruder Sokka (Jackson Rathbone) macht sich Aang auf eine gefährliche Reise. Während der junge Luftbändiger seine besonderen Fähigkeiten meistern muss, stellen sich ihm zahlreiche Herausforderungen und die Truppen der Feuernation in den Weg. Nur wenn es ihm gelingt, die vier Nationen wieder zu vereinen, kann er den Frieden zurückbringen und die Welt vor dem endgültigen Untergang bewahren.

Keine Liebe für das Ausgangsmaterial

Für wen „Die Legende von Aang“ eigentlich gemacht wurde, bleibt ein Rätsel. Die Hardcore-Fans ärgern sich über die lieblos zusammengequetschte Handlung, die hastig von einem Story-Element zum nächsten hetzt und sich dabei kaum Zeit für die Figuren nimmt. Gerade das emotionale Kernstück – also die Beziehung zwischen Aang, Katara und Sokka – wird kaum bespielt. Stattdessen wird die Zeit mit seelenlosen und schrecklich inszenierten Action-Sequenzen gefüllt.

Neueinsteiger*innen hingegen dürften komplett überfordert werden, da zumindest ein Basis-Wissen der Vorlage vorausgesetzt wird. Weder die Bändiger-Kräfte noch die Welt an sich oder der zentrale Konflikt werden hier ausreichend erklärt. Wer also bislang noch nie etwas mit dem Franchise zu tun hatte, dürfte seine Schwierigkeiten haben, überhaupt zu verstehen, worum es in „Die Legende von Aang“ eigentlich geht.

Es fühlt sich ein wenig so an, als hätte M. Night Shyamalan überhaupt nicht verstanden, was „Avatar - Der Herr der Elemente“ eigentlich so großartig gemacht hat – und warum die Serie bis heute von Fans frenetisch gefeiert wird. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gibt es dafür gerade einmal 2 von 5 möglichen Sternen, der Autor dieses Artikels würde sogar noch weiter runter gehen und lediglich einen Stern verteilen. Aber natürlich ist es wie immer am besten, wenn ihr euch ein eigenes Bild macht.

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Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan ist ist passionierter Magic- und D&D-Spieler und liebt das fantastische Kino. Tolkiens Mittelerde liebt er ebenso wie die furchteinflößenden Kreaturen von Ray Harryhausen.
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