Nach fast 50 Jahren verrät "Star Wars" plötzlich etwas Neues über Yodas mysteriöse Spezies – dank Grogu

Über kaum ein Geheimnis in der Welt von „Star Wars“ wird unter Fans so viel spekuliert wie über die Spezies von Yoda. Doch von Lucasfilm gibt es kaum Antworten. Mit dem jüngsten Kinofilm hat sich das leise, still und heimlich geändert.

Eine auf den ersten Blick vor allem süße und lustige Szene aus „The Mandalorian & Grogu“ liefert uns nach fast einem halben Jahrhundert, in dem „Star Wars“-Fans wild über Yodas Spezies spekulieren, ein überraschendes neues Puzzleteil. Es gibt offenbar ein bestimmtes Verhalten der Wesen, das tief in ihren Genen verankert ist. Doch der Reihe nach ...

Wenn es ein „Star Wars“-Geheimnis gibt, das George Lucas und Lucasfilm wirklich eisern hüten, dann ist es die Herkunft von Yoda. Seit der kleine Jedi-Meister 1980 in „Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück“ erstmals auftauchte, haben wir weder den Namen seiner Spezies noch ihren Heimatplaneten erfahren. Daran änderten bislang auch weitere Angehörige nichts. Neben Yoda kennen wir vor allem Jedi-Meisterin Yaddle aus „Episode I – Die dunkle Bedrohung“ und „Geschichten der Jedi“ sowie natürlich Grogu aus „The Mandalorian“. Neue Informationen zu ihrer Spezies brachten aber auch sie nicht mit. Selbst die offizielle „Star Wars“-Datenbank führt die Spezies weiterhin schlicht als „unbekannt“.

"The Mandalorian & Grogu" enthüllt: Yodas Spezies hat ein genetisches Gedächtnis

Doch im jüngsten „Star Wars“-Kinoabenteuer „The Mandalorian & Grogu“, das diese Woche auf Disney+ startet, hat Lucasfilm ein wichtiges Detail versteckt, das uns endlich mehr verrät. Im Verlauf der Handlung vertauschen sich die gewohnten Rollen der beiden Titelfiguren. Plötzlich muss der kleine grüne Macht-Nutzer seinen nach einem giftigen Biss wehrlosen Ziehvater beschützen. Dafür errichtet Grogu aus Schlamm und Pflanzen eine kleine Hütte, in die er Din mithilfe der Macht hineinbefördert. Mit dem Unterschlupf beschützt er den zu diesem Zeitpunkt bewusstlosen Ex-Kopfgeldjäger.

Allen „Star Wars“-Fans fiel natürlich direkt auf, dass Grogus Behausung stark an Yodas Hütte auf Dagobah erinnert. Doch das ist mehr als ein Easter Egg, wie Visual-Effects-Supervisor John Knoll im Gespräch mit Polygon verriet. Knoll, der seit Jahrzehnten bei Industrial Light & Magic tätig ist, eng mit George Lucas zusammenarbeitete und eine der wichtigsten Personen hinter „Star Wars“ ist, verriet nämlich, dass Grogu nie gelernt habe, wie man solche Hütten errichtet.

Die Fähigkeit sei vielmehr eine Art „genetic memory“, also genetisches Gedächtnis, und Grogu handle dabei schlicht instinktiv. Die Mitglieder der Spezies wissen also einfach allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu diesem Alien-Volk, wie man solche Schutzhütten baut und was für einen Zweck sie haben. Das verrät uns auch mehr über Yoda.

Yodas Hütte auf Dagobah: Plötzlich bedeutender als gedacht

Durch Knolls Aussage erscheint Yodas bescheidene Unterkunft auf Dagobah aus „Das Imperium schlägt zurück“ in neuem Licht. Bislang wussten wir durch Begleitmaterialien wie die offizielle „Star Wars“-Datenbank, dass Yoda die Hütte während seines Exils selbst zwischen den Wurzeln eines gewaltigen Baumes errichtete. Allerdings nahm man bisher an, dass sich der weise Jedi-Meister einfach die vorfindbaren Materialien geschnappt und den für die Umgebung zweckmäßigsten Unterschlupf gebaut hatte.

Doch durch Grogus Verhalten wissen wir nun, dass hinter der charakteristischen Bauweise mehr steckt. Wenn er tatsächlich aufgrund eines genetisch verankerten Instinkts genau diese Art von Schutzraum errichtet, dürfte auch Yodas Hütte nicht nur zufällig so ausgesehen haben. Die Fähigkeit, solche Behausungen zu bauen, scheint stattdessen ein angeborener Überlebensinstinkt ihrer gemeinsamen Spezies zu sein. Gerade diese Art von Hütte scheint besonderen Schutz zu geben und hat, das ist aber reine Spekulation, vielleicht sogar heilende Wirkung.

Yoda bleibt aber weiter ein Rätsel

Knolls Aussagen sorgen unter „Star Wars“-Fans bereits für reichlich Wirbel. So gibt es sogar Spekulationen, dass es verraten würde, dass die immer noch unbekannte Heimat von Yoda, Grogu und Co. ein Sumpfplanet sein müsse. Das wäre zwar eine denkbare Erklärung dafür, warum sich gerade der Bau solcher Hütten evolutionär in das Verhalten der Spezies eingebrannt haben könnte, es ist aber unserer Meinung nach noch keine Bestätigung.

Stattdessen scheint man auch weiterhin bei Lucasfilm die Devise zu verfolgen, dass man das wohl langlebigste Mysterium der „Star Wars“-Geschichte bewahren will. Woher Yoda kommt, und was seine Spezies so besonders macht, bleibt weiter komplett offen. Als Grogu vor einigen Jahren eingeführt wurde, fürchteten bzw. hofften (je nach Perspektive) viele „Star Wars“-Fans, dass Disney ihn zu einer Erklärung der Spezies nutzen könnte. Bisher ist das aber überhaupt nicht der Fall. Wir erfahren zwar durch solche kleinen Szenen ein wenig mehr, aber das Geheimnis selbst wird gewahrt.

Auch eine andere Information zu „Star Wars“ sorgte gerade bei Fans für Aufsehen. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Dieser 63 Jahre alte Fantasy-Klassiker ist Vorbild für die nächste "Star Wars"-Geschichte – und das verrät womöglich mehr als gedacht

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Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Björn ist mit „Star Wars“ aufgewachsen, schaut alle Filme jährlich, hat zahlreiche Bücher rund um das beste Franchise der Welt gelesen und feiert gerade die herausragende 2. Staffel „Andor“.
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