„The Mandalorian And Grogu“ kommt nicht nur deswegen eine Sonderrolle zu, weil es der erste „Star Wars“-Kinofilm in fast sieben Jahren war (seit „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ aus dem Jahr 2019). Es ist außerdem das erste Mal, dass eine „Star Wars“-Serie im Kino fortgesetzt wurde. Und das ist noch nicht alles: „The Mandalorian And Grogu“ setzt zwar auf viele bewährte „Star Wars“-Zutaten, bricht hier und da aber auch ganz bewusst mit Altbewährtem.
So bekommen wir etwa erstmals in einem „Star Wars“-Kino-Abenteuer klassische Opening Credits präsentiert (die obendrein zwei am Film Beteiligte auf ganz besondere Weise ehren). Doch die „The Mandalorian“-Fortführung betritt nicht nur „Star Wars“-Neuland durch das Hinzufügen ungewohnter Elemente, sondern auch durch das Weglassen integraler Bestandteile der bisherigen Leinwand-Geschichten aus der weit, weit entfernten Galaxis – allen voran des vielleicht ikonischsten!
Kein Lichtschwert weit und breit in "The Mandalorian And Grogu"
Tatsächlich ist „The Mandalorian And Grogu“ nämlich der allererste „Star Wars“-Kinofilm überhaupt, in dem kein einziges Lichtschwert vorkommt. Damit hat Regisseur Jon Faverau etwas gewagt, das es in der Weltraum-Saga seit ihrem Auftakt mit „Star Wars: Eine neue Hoffnung“ im Jahr 1977 noch nicht gab. Die Episoden 1 bis 9 steckten bekanntlich allesamt voller ikonischer Duelle mit der legendären Waffe der Jedi und Sith. Und selbst die Spin-off-Filme „Rogue One: A Star Wars Story“ und „Solo: A Star Wars Story“ konnten trotz Abwesenheit der Jedi nicht ganz auf die surrenden Klingen verzichten.
In „Rogue One“ bekommen wir ganz am Ende noch die eindrucksvolle Szene serviert, in der sich Darth Vader mit seinem roten Lichtschwert durch eine Gruppe Rebellen metzelt, während es in „Solo“ ebenfalls ganz am Schluss zu einem Cameo von Ex-Sith Maul kommt, der hier seine bekannte Doppel-Lichtschwert-Klinge ausfährt.
In „The Mandalorian And Grogu“ wirkt der titelgebende Schützling von Din Djarin (Pedro Pascal) zwar die Macht, verfügt allerdings nach wie vor über kein Lichtschwert. Und auch sonst taucht in dem in sich geschlossenen Abenteuer nicht plötzlich ein Schwertschwinger auf, um für einen Gastauftritt à la Vader, Maul oder Luke Skywalker in „The Mandalorian“ seine Fechtkünste unter Beweis zu stellen.
Ein weiterer ungewöhnlicher Aspekt von „The Mandalorian And Grogu“ ist übrigens zugleich der Grund, warum es sich lohnt, den Abspann auch ohne Post-Credit-Szene nicht sofort auf Disney+ wegzuklicken. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
"The Mandalorian And Grogu" hat keine Post-Credit-Szene – darum lohnt sich das Sitzenbleiben beim "Star Wars"-Film aber trotzdemDies ist eine Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels, den wir anlässlich des Disney+-Releases von „The Mandalorian And Grogu“ aktualisiert haben.
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