Bei seiner „Resident Evil“-Verfilmung aus dem Jahr 2002 scherte sich Autor und Regisseur Paul W.S. Anderson („Monster Hunter“, „Event Horizon“) gar nicht erst darum, eine werkgetreue Adaption der wegweisenden Videospiele und ihres nervenzerrenden Horrors auf die große Leinwand zu bringen. Stattdessen pickte er sich ein paar Versatzstücke der Reihe heraus und strickte einfach sein ganz eigenes Action-Spektakel drumherum.
Viele Fans der Games konnten damit zwar wenig anfangen, ein Erfolg wurde die „Resident Evil“-Adaption dennoch – und was für einer! Es folgten ganze fünf Fortsetzungen, die in Sachen Over-the-Top-Krawall immer noch eine Schippe drauf legten und das Einspiel des Kino-Franchises auf über 1,2 Milliarden Dollar anwachsen ließen (bei einem summierten Produktionsbudget von 313 Millionen Dollar). Allein in Deutschland, wo die Reihe wegen Rechteinhaber Constantin Film co-produziert wurde, strömten fast sieben Millionen Menschen in die sechs Filme.
Alle sieben "Resident Evil"-Kinofilme ab sofort bei HBO Max streamen
Wer mal wieder Lust hat, sich ins wilde Zombie-Getümmel zu stürzen, hat dazu derzeit bei mehreren Streaming-Abos Gelegenheit dazu, auch wenn sich das Ganze hier etwas unübersichtlich gestaltet. So hat etwa Netflix derzeit einen Großteil der Reihe in petto (Teil 1 fehlt allerdings), jedoch nur noch bis Ende des Monats.
Beim ProSiebenSat.1-Streamingdienst Joyn finden sich derweil alle sechs Teile, teilweise komplett gratis, teilweise aber nur bei der Bezahlversion Joyn PLUS+. In Gänze bekommt man die Sage indes beim eher nischigen Prime-Video-Channel Home of Horror. Doch jetzt vereint auch ein größerer Streaminganbieter die sechs Filme: Ab sofort können „Resident Evil 1-6“ bei HBO Max abgerufen werden. Und damit nicht genug: Auch der Reboot „Resident Evil: Welcome To Raccoon City“ aus dem Jahr 2021 ist auf der Plattform verfügbar.
Action-Orgien fernab der Spiele: Das sind "Resident Evil 1-6"
„Resident Evil“, „Resident Evil: Apocalypse“, „Resident Evil: Extinction“, „Resident Evil: Afterlife“, „Resident Evil: Retribution“ und „Resident Evil: The Final Chapter“ erzählen die Geschichte der neu für die Filmreihe erfundenen Alice, gespielt von Milla Jovovich. Die wird zu Beginn in eine unterirdische Forschungsanlage der Umbrella Corporation geschickt, deren Belegschaft von einem Virus in blutrünstige Zombies verwandelt wurde.
Im Laufe der Reihe bereitet sich das Virus immer weiter auf dem Globus aus und Alice, die zunehmend übermenschliche Kräfte entwickelt, setzt alles daran, um Umbrella das Handwerk zu legen und die Welt zu retten.
Werkgetreuer, aber nicht besser: Das ist "Resident Evil: Welcome Raccoon City"
Nachdem Alice‘ Reise mit „Resident Evil: The Final Chapter“ abgeschlossen wurde, wagte man 2021 einen Neuanfang, der sich weitaus enger an den zu Grunde liegenden Spiele orientierte. In „Resident Evil: Welcome To Raccoon City“ verknüpfte „Primate“-Regisseur Johannes Roberts die Storys der ersten beiden Resi-Games zu einer Parallelhandlung rund um mysteriöse Vorgänge in einem Anwesen vor den Toren der titelgebenden Stadt auf der einen und der in dem Ort langsam beginnenden Zombie-Seuche auf der anderen Seite.
Wirklich aufgegangen ist dieser Plan beim weder sonderlich gruseligen noch besonders packend erzählten Ergebnis jedoch nicht. Und auch finanziell ging man erstmals mit einem „Resident Evil“-Film ziemlich baden.
Und so steht fünf Jahre später nun direkt der nächste Reboot in den Startlöchern. Horror-Hoffnung Zach Cregger („Weapons“, „Barbarian“) möchte mit seinem ganz eigenen „Resident Evil“-Film (Kinostart: 17. September 2026) endlich der Kult-Vorlage gerecht werden. Warum das tatsächlich gelingen könnte, könnt ihr in unserem ausführlichen Set-Visit-Bericht nachlesen:
Auge in Auge mit einem Zombie-Baby: Wir waren am (sehr!) blutigen Set des neuen "Resident Evil"-Films