Heute im TV: Nicolas Cage in einer wahren Geschichte, die uns alle erschüttert hat!

2006 machte sich einer der größten Regisseure Hollywoods daran, einen Film über die Ereignisse des 11. September 2001 zu drehen. Das Ergebnis war „World Trade Center“ mit Nicolas Cage als New Yorker Cop, der heute abermals im Fernsehen läuft.

Wohl so gut wie alle von uns, die alt genug sind, werden sich noch erinnern, wo sie waren, als am 11. September 2001 die Flugzeuge in das World Trade Center in New York City einschlugen. Heute Abend könnt ihr einen Film mit Nicolas Cage („Face/Off“) sehen, der im Inneren der Hochhaustürme spielt, während diese kollabierten.

„World Trade Center“ läuft am heutigen 14. September 2026 um 22.40 Uhr auf Kabel Eins. Eine Wiederholung folgt noch in derselben Nacht um 3.20 Uhr. Alternativ gibt es den FSK-12-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Paramount+* zu streamen. Wer bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auch auf Blu-ray und DVD* oder Video-on-Demand ausweichen:

Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr „World Trade Center“ unter dem obigen Link übrigens ebenfalls ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des Paramount+-Channels* anmelden. Sofern ihr vor Ablauf des Probezeitraums nicht wieder stornieren wollt, werden im Anschluss daran 5,99 Euro pro Monat fällig.

Das passiert in "World Trade Center"

New York City am 11. September 2001: Die oberen Etagen eines der Zwillingstürme des World Trade Centers im Herzen von Manhattan stehen in Flammen. Offenbar ist ein Linienflugzeug ungebremst in das Gebäude gekracht. Sergeant John McLoughlin (Nicolas Cage) von der Hafenpolizei soll mit seiner Truppe die Lage sondieren. Der vierfache Familienvater ist ein erfahrener Spezialist für Terroreinsätze und plant, eine Evakuierung über die U-Bahnebene zu organisieren. Vor Ort herrscht erwartungsgemäß ein gewaltiges Chaos. Doch McLoughlins Leute vertrauen ihm blind und führen jede seiner Anweisungen aus, ohne sie in Frage zu stellen.

Nachdem Gerüchte in Umlauf geraten sind, dass auch der zweite Turm attackiert wurde, ereignet sich eine gewaltige Druckwelle. Bevor die Cops in den Untergeschossen richtig in Aktion treten können, kollabiert plötzlich das Gebäude über ihnen und sie werden verschüttet. Nur McLoughlin und sein junger Kollege Will Jimeno (Michael Peña) überleben schwer verletzt. Beide Männer sind unter den Trümmern aus Stahl, Glas und Beton eingeklemmt. Sie versuchen zwar, Funksprüche abzusenden, können aber nicht sicher sein, ob diese wirklich durchkommen. Dem Tod bereits nahe, versuchen die Cops, mit Hilfe von Gesprächen über ihre private Situation sich gegenseitig Mut zu machen ...

World Trade Center
World Trade Center
Starttermin 28. September 2006 | 2 Std. 10 Min.
Von Oliver Stone
Mit Nicolas Cage, Tom Wright, Michael Peña
Pressekritiken
3,3
User-Wertung
2,7
Filmstarts
3,0
Auf Paramount+ streamen

Wie gut ist "World Trade Center"?

„World Trade Center“ ist eine für Oliver Stone („Platoon“, „Geboren am 4. Juli“) ungewöhnliche Regiearbeit. Denn sie enthält keinerlei politische Komponente. Stattdessen setzt der dreifache Oscargewinner hier komplett auf Emotionen. Wie es in der 3 von 5 Sterne vergebenden FILMSTARTS-Kritik heißt, versuchte Stone, ein stilles Heldenstück in der Optik eines Big-Budget-Mainstream-Reißers zu liefern.

Ein paar Monate zuvor hatte Stones Kollege Paul Greengrass mit „Flug 93“ bereits ein meisterhaft inszeniertes Zeitmonument abgeliefert, das die Kinogänger*innen zu Tränen rührte. Der „Bourne“-Macher erzählte seine Story von einer übergeordneten Instanz aus. Stone hingegen wählte einen persönlichen Weg. Während die Masse der Charaktere in „Flug 93“ beinahe gesichtslos ist, wird „World Trade Center“ fast ausnahmslos durch die Augen seiner von Nicolas Cage und Michael Peña („Der Marsianer“) verkörperten Protagonisten vermittelt.

Das Publikum bekommt nur am Rande und aus zweiter Hand über Fernsehbilder eine Außenansicht zum Stand der Dinge. So versucht „World Trade Center“, uns über die intime Schilderung dieser beiden Einzelschicksale in den Bann zu ziehen. Doch das funktioniert nur bedingt. Denn wie FILMSTARTS-Rezensent Carsten Baumgardt analysiert, beginnt das „Trümmerkammerspiel“ mit zunehmender Laufzeit zusehends zu lahmen.

Nicolas Cage (r.) und Michael Peña in Paramount Pictures
Nicolas Cage (r.) und Michael Peña in "World Trade Center"

Trotz ihrer nachvollziehbar dargestellten Not dringen die Figuren nie ganz zum Publikum durch – was „World Trade Center“ viel an Dynamik und erzählerischem Elan nimmt. Handwerklich lässt sich ein Perfektionist wie Oliver Stone zwar nichts zu Schulden kommen und protzt mit technisch einwandfreiem Minimalismus. Die hohen Erwartungen an sein Projekt hat der Filmemacher laut unserer Kritik aber nicht erfüllt. „World Trade Center“ ist gewiss nicht schlecht, in letzter Konsequenz aber viel zu handzahm – besonders mit Blick auf die Vita eines Meisters seines Fachs wie Oliver Stone.

Die monströse Dimension an Tragik und Zerstörung wird durch die Fokussierung auf zwei Einzelschicksale nie ausreichend erfasst. Echte Größe zeigt „World Trade Center“ eigentlich nur zu Beginn, als eine bedrohliche Stimmung aufkommt und pure Angst selbst unter den hartgesottenen Polizisten spürbar ist. In der Folge findet der Regisseur den Schlüssel dafür, ein breites Publikum für die Geschichte dieser Männer zu interessieren, jedoch nicht mehr. Denn er und seine Drehbuchautorin Andrea Berloff („Sleepless - Eine tödliche Nacht“) ergehen sich bei der Suche nach ihm zu oft in billigen Durchhalteklischees und plattem Patriotismus.

In seinem neuesten Film lässt Nicolas Cage es offenbar mal wieder mächtig krachen. Im Rahmen des folgenden Artikels erfahrt ihr mehr über „Fortitude“ und könnt euch auch den Trailer ansehen:

Nicolas Cages neuer Kriegsfilm sorgte für 105-Millionen-Dollar-Klage: Erster Trailer zu "Fortitude"

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes bevorzugte Filmemacher*innen sind David Fincher, David Lynch, Martin Scorsese, Paul Thomas Anderson, Christopher Nolan, Stanley Kubrick, Quentin Tarantino, Joel Coen, Joachim Trier, Kathryn Bigelow sowie Steve McQueen.
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