Als Abonnent*in von Amazon Prime Video sollte man unbedingt selektieren können: Welche Filme dürfen getrost ignoriert werden? Welche Titel werden für später vorgemerkt? Und was sind die Streifen, die man möglichst bald sehen sollte? Bei der immens großen Auswahl des Streaming-Anbieters ist diese Einteilung jedoch gar nicht so einfach. Meine Tipps helfen euch aber hoffentlich dabei.
Ich habe euch wieder mal drei filmische Leckerbissen herausgesucht, die ihr mit einem Prime-Abo aktuell allesamt ohne Aufpreis streamen könnt. Viel Spaß beim Anschauen!
"Drive" (2011)
Schon die rund zehnminütige Eröffnungssequenz von „Drive“ entwickelt einen derart faszinierend-atmosphärischen Sog, dass man sich der düsteren Welt des Films gar nicht mehr entziehen möchte. Zu verdanken ist das der einnehmenden Inszenierung von Regisseur Nicolas Winding Refn („Pusher“), der den Handlungsort Los Angeles in stylishen Retro-Bildern präsentiert, die von expliziten Gewaltspitzen konterkariert werden.
In diesem so melancholischen wie brutalen Kosmos darf Hauptdarsteller Ryan Gosling („La La Land“) als namenloser und lakonischer Fluchtwagenfahrer brillieren. Der Einzelgänger rutscht aus Liebe und Empathie immer tiefer in den Sumpf des Verbrechens, was zugleich die erbarmungslose Seite in ihm weckt. Zusätzlich gesegnet mit einem göttlichen Soundtrack, genießt das Neo-Noir-Crimedrama nicht umsonst absoluten Kultstatus. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gab es daher für „Drive“ sogar die Höchstwertung von 5 Sternen!
"Konklave" (2024)
Als 2025 ein neuer Papst gewählt werden musste, war „Konklave“ aufgrund seiner thematischen Nähe der meistgeschaute Film der Welt. Dieser Hype hat sich nun naturgemäß wieder gelegt, doch der klerikale Thriller bleibt weiterhin ein unglaublich dicht erzähltes und intensives Spannungsstück. Darin kommt es ebenfalls zu einer Sedisvakanz im Vatikan, woraufhin unter den Kardinälen ein intriganter und manipulativer Machtkampf um den Heiligen Stuhl entbrennt.
„Konklave“ wurde von Regisseur Edward Berger („Im Westen nichts Neues“) überaus stimmig und mit viel Gespür für Visualität und Akustik inszeniert. Wie Schachfiguren bewegt er seine Charaktere durch grandios eingefangene Räumlichkeiten, was gläubige und atheistische Filmfans gleichermaßen fesseln dürfte. Sein Cast, bestehend u. a. aus Ralph Fiennes, John Lithgow und Stanley Tucci, agiert zudem ausnahmslos exzellent.
"Man lernt nie aus" (2015)
Die Prämisse von „Man lernt nie aus“ klingt eigentlich ziemlich generisch: Ein verwitweter Rentner will sich wieder nützlich fühlen und beginnt als Senior-Praktikant im Start-up-Unternehmen einer erfolgsorientierten CEO. Dort muss er sich mit der Hektik der neuen Arbeitswelt vertraut machen und wird mit seiner Lebenserfahrung wider Erwarten zum wertvollen Mentor und väterlichen Freund der Karrierefrau. Regisseurin und Drehbuchautorin Nancy Meyers („Was Frauen wollen“) erzählt ihre simple Geschichte aber so angenehm zurückhaltend, ungezwungen und kitschfrei, dass einem das Herz aufgeht.
„Man lernt nie aus“ ist witzig, ohne albern zu sein und emotional, ohne auf die Tränendrüse zu drücken – einfach der Inbegriff einer gelungenen Feelgood-Komödie. Das funktioniert nicht zuletzt so gut, weil die Stars Robert De Niro („Heat“) als besonnener Spät-Praktikant und Anne Hathaway („Die Odyssee“) als ambitionierter Workaholic mit sympathischer Natürlichkeit aufspielen.
Wer nach weiteren Streaming-Tipps für Amazon Prime sucht, wird übrigens ebenso bei den Empfehlungen von letzter Woche fündig:
Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.