"X-Men"-Star wurde bei einer der besten Serien aller Zeiten gemobbt – von einem berühmten Kollegen
von Björn Becher
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James McAvoy ist heute ein erfolgreicher Hollywood-Star. Vor rund 25 Jahren war das noch anders. Da machte er zu Beginn seiner Karriere am Set einer gefeierten Serie eine unangenehme Erfahrung, über die er jetzt erstmals ausführlicher gesprochen hat.

Als Professor Charles Xavier in den „X-Men“-Filmen führte James McAvoy ein großes Kino-Franchise an. Daneben hatte er zahlreiche beeindruckende Auftritte in so unterschiedlichen Werken wie „Abbitte“, „Split“ oder „Speak No Evil“. Doch lange bevor der Schotte zum international gefeierten Schauspieler wurde, stand er für eine kleine Rolle in einer der besten Serien aller Zeiten vor der Kamera. Seine Erinnerungen an die Dreharbeiten zu „Band Of Brothers – Wir waren wie Brüder“ fallen allerdings nicht nur uneingeschränkt positiv aus.

In der von Steven Spielberg und Tom Hanks produzierten HBO-Miniserie aus dem Jahr 2001 verkörperte McAvoy den Soldaten James W. Miller. Obwohl er schon vorher ein paar kleine Schauspielparts hatte, bezeichnet er sein Mitwirken dort als seinen ersten „professionellen“ Schauspieljob. Schließlich war es für den damals gerade einmal 22-jährigen McAvoy der erste Part nach dem Abschluss der Schauspielschule, also nachdem er den Beruf wirklich gelernt hatte. Doch ausgerechnet an seinem ersten Drehtag wurde er nach eigener Aussage von einem anderen Darsteller gemobbt.

"Sie haben auf mich gezeigt und mich ausgelacht"

Demnach sei er damals für eine Szene in einer Bar ans Set gekommen, in der zahlreiche Schauspieler mitwirkten. Während viele seiner Kollegen bereits seit neun oder zehn Monaten an der Produktion beteiligt waren und teilweise nur wenige Dialogzeilen hatten, war McAvoy lediglich für eine Episode verpflichtet worden, erhielt darin aber vergleichsweise viel Text und einen eigenen kleinen Handlungsbogen. Das habe offenbar für Missgunst gesorgt. Einer der Darsteller habe daraufhin beschlossen, dem neuen jungen Kollegen das Leben schwerzumachen.

Davon berichtete McAvoy jetzt in der US-Talkshow „Watch What Happens Live With Andy Cohen“. Als dort im Rahmen eines kleinen Spiels ein Foto aus „Band Of Brothers“ eingeblendet wurde, stand McAvoy von seinem Sitz auf, um sich das Bild genau anzuschauen: „Wartet mal, lasst mich sehen. Ist er darauf? Nein, ich glaube nicht ... Ah, doch, da ist er“, fängt er an, um dann seine Suche nach einer Person zu erklären: „Einer der Typen auf diesem Foto beschloss, mich an meinem ersten Tag als professioneller Schauspieler nach der Schauspielschule zu mobben.“ Wie McAvoy Moderator Andy Cohen erklärt, habe der betreffende Darsteller nämlich einige seiner Kollegen dazu gebracht, gemeinsam auf ihn zu zeigen und ihn rund drei Minuten lang auszulachen.

Wer genau hinter dieser Aktion steckte, wollte der „X-Men“-Star allerdings nicht verraten. Entsprechende Nachfragen von Moderator Cohen und dem ebenfalls als Gast anwesenden Schauspielkollegen Peter Krause („Six Feet Under“) blockte er ab. Sogar die Bitte, es zumindest unter der Hand in der Werbepause zu verraten, verweigerte er. Nur eine Klarstellung machte er. „Friends“-Star David Schwimmer, der in „Band Of Brothers“ den unbeliebten Ausbilder Herbert Sobel spielte, sei es nicht gewesen. Dieser war allerdings auch nicht auf dem Foto abgebildet, welches stattdessen Donnie Wahlberg, Kirk Acevedo, Scott Grimes, Neal McDonough, Adam James, Frank John Hughes und Ross McCall zeigte.

James McAvoy blickt trotzdem positiv auf "Band Of Brothers" zurück

Im Nachhinein erinnert sich McAvoy trotzdem deutlich positiver an den Dreh. Für den besagten Tag vergebe er im Nachhinein zwar nur eine „2 von 10“, für die gesamte restliche Arbeit an der Serie dagegen starke neun Punkte. Schließlich war es seine erste professionelle Schauspielrolle und er freute sich auch über Unterstützung. Seine beiden Kollegen Dexter Fletcher und Robin Laing hätten ihn so direkt beiseitegenommen und eingeladen, seine Zeit mit ihnen zu verbringen.

Vor allem kann aber niemand mehr McAvoy wegnehmen, dass er in einer der besten Produktionen aller Zeiten zu sehen war. Die zehnteilige Miniserie „Band Of Brothers“ erzählt die Geschichte der Easy Company, einer Einheit amerikanischer Fallschirmjäger im Zweiten Weltkrieg. Mit ihrer aufwendigen Inszenierung, dem hochkarätigen Ensemble und der schonungslosen Darstellung des Krieges gilt sie bis heute als eine der herausragenden Fernsehproduktionen überhaupt. Aktuell könnt ihr sie auch ganz bequem bei Amazon Prime Video im Abo streamen.* Warum ihr das machen solltet, verrät euch unser Autor und Heimkino-Experte Daniel Fabian im folgenden Artikel:

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Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 25 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" und alles, was gerade im Kino läuft.
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