Auch wenn Donnie Yen längst den Sprung von Hongkong nach Hollywood schaffte – der Martial-Arts-Superstar dreht weiterhin vorwiegend in seiner Heimat, wohl nicht zuletzt auch, um sich in der Traumfabrik nicht mit etablierten Vorurteilen herumschlagen zu müssen, über die er sich auch schon öffentlich aussprach. Filmfans, die ihre Zeit vorwiegend mit westlicher Filmkost verbringen, sahen den mittlerweile 61-jährigen Yen so wohl erst in drei Filmen: „Rogue One: A Star Wars Story“ (2016), „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“ (2017) und „Mulan“ (2020).
Während er dann in „John Wick 4“ nach mehreren Jahren erstmals wieder in einer US-Produktion im Kino zu sehen war, haben Action-Fans heute die großartige Gelegenheit, sich von einem ganz besonderen Yen-Highlight zu überzeugen: Tele 5 zeigt „Raging Fire“ (2022) am 22. Oktober um 20.15 Uhr. Einziger Nachteil: Der von der FSK ab 16 Jahren freigegebene Kracher wird zur Prime Time voraussichtlich nur gekürzt laufen.
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Der Film schrammte mit 4,5 von 5 möglichen Sternen in der FILMSTARTS-Kritik nur knapp an der Höchstwertung vorbei und zählte für uns zu den besten (Action-)Filmen der jüngeren Vergangenheit. Dabei handelt es sich zudem um das Abschlusswerk des bereits 2020 im Alter von nur 58 Jahren verstorbenen Regisseurs Benny Chan („New Police Story“).
"Raging Fire": Großes Action-Kino aus Hongkong
Donnie Yen spielt Shan, einen rechtschaffenen Gesetzeshüter, dessen Kollegen nichts als Bewunderung für ihn übrig haben. Denn er ist bekannt dafür, auch die ganz besonders harten Fälle zu knacken, an denen sich andere die Zähne ausbeißen. Doch dann holt ihn seine Vergangenheit ein – und sein Leben gerät völlig aus den Fugen.
Denn Shan wird von einer Gruppe von Kriminellen angegriffen, die von seinem einstigen Schützling Ngo (Nicholas Tse) angeführt wird. Stets idealistisch, sah dieser früher bewundernd zu seinem Mentor auf – bis es schließlich zu einem Zwischenfall kam, der sein Leben zerstörte. Jetzt sinnt er auf Rache. Sein Ziel: der Mann, der ihn einst unter seine Fittiche nahm.
Benny Chan feuerte zum Abschied noch einmal aus vollen Rohren und lässt in „Raging Fire“ zwei Hongkong-Superstars aufeinander los, wie es fast schon an Michael Manns legendären Heist-Thriller „Heat“ erinnert. Er inszeniert ein Duell nach Larger-than-life-Manier, in dem kaum Platz für Sentimentalitäten bleibt. Zu hochkonzentriert ist die Action, zu flott die Verfolgungsjagden, zu brachial die Nahkämpfe und Schießereien – und die Laufzeit von knapp zwei Stunden? Die vergeht wie im Flug.
„Raging Fire“ zählt zu den Action-Highlights der vergangenen Jahre. Falls ihr also mal wieder Bock auf ein „rasantes Spektakel, in dem Autos wild herumfliegen, Köpfe zertrümmert werden und ein regelrechtes Shootout-Feuerwerk abgefackelt wird“, habt, seid ihr bei „Raging Fire“ genau richtig.
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Bei diesem Artikel handelt es sich um eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Beitrags.