Lange Zeit galt der neuseeländische Ausnahme-Regisseur Taika Waititi als absoluter Kritiker*innen-Liebling: Seine Vampir-Komödie „5 Zimmer Küche Sarg“ gehört zu den beliebtesten Genre-Beiträgen des vergangenen Jahrzehnts, mit „Thor 3: Tag der Entscheidung“ schuf er einen der gefeiertsten Einträge im Marvel-Kosmos und die Faschismus-Satire „Jojo Rabbit“ brachte ihm sogar einen Drehbuch-Oscar ein.
Mittlerweile scheint sich das Blatt allerdings ein wenig gewendet zu haben: Schon seine Marvel-Fortsetzung „Thor 4: Love and Thunder“ erhielt weitgehend Verrisse, und sehr ähnlich verhält es sich auch mit seiner frisch im Kino angelaufenen Sci-Fi-Romanverfilmung „Klara und die Sonne“. Zwar verzeichnet der Film auf Rotten Tomatoes aktuell einen recht positiven Publikums-Score von 74 Prozent, der Kritikerspiegel beläuft sich jedoch auf vernichtende 24 Prozent.
Genau vor diesem Hintergrund ließ Waititi kürzlich ordentlich Dampf in Richtung Filmkritiker*innen ab – von deren Meinung er scheinbar deutlich weniger hält als von der eines regulären Kinopublikums: „Ich habe seit fast 15 Jahren keine Rezension mehr gelesen, die sich an mich oder meine Kollegen richtet. Aber ich höre den Leuten zu“, so der Filmemacher auf Instagram.
In den folgenden Zeilen ließ Waititi dann endgültig kein gutes Haar am Beruf des Kritikers: „Denken wir also dieses Halloween an jene traurigen, verlorenen Seelen, die ihren Traum, Künstler zu werden, nicht verwirklichen konnten – und deshalb zu Kritikern wurden. Dieselben Leute, die auch ‚Jojo Rabbit‘ gehasst haben. Irrelevant. Weltfremd. Überholt. Für den Abfall.“
"Klara und die Sonne" erweist sich als großer Kino-Flop
Auch in unserer hauseigenen Kritik konnten wir „Klara und die Sonne“ nur eingeschränkt empfehlen. So schreibt FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen, dass schon „eine gehörige Portion Kitsch-Toleranz“ notwendig sei, um Waititis Erzählung etwas abzugewinnen. Zwar biete der Film einige „sympathische Sci-Fi-Ideen“, werde den tieferen Aussagen der dystopischen Romanvorlage aber nie so ganz gerecht.
Derweil hat der Film aber nicht nur mit negativen Rezensionen, sondern auch mit dürftigen Einspielergebnissen zu kämpfen. Während sich das Budget auf etwa 20 Millionen US-Dollar belaufen soll, erzielte der Film am vergangenen Wochenende ein Einspielergebnis von nur etwas mehr als 700.000 US-Dollar in den USA – und das trotz Star-Power von „Wednesday“-Star Jenna Ortega, die hier die titelgebende Androidin spielt.
Ganz anders verhält es sich unterdessen mit einem neuen Horror-Hit, der nun endlich auch seinen Weg in die deutschen Kinos gefunden hat – und das nicht minder erfolgreich! Um welchen Film es sich dabei handelt, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
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