Mit einem Oscar ausgezeichnet zu werden, ist wohl die größte Ehre, die einem Schauspieler oder einer Schauspielerin zuteil werden kann. Schließlich gilt der Goldjunge seit fast einem Jahrhundert als wichtigster und größter Filmpreis der Welt. In diesem Jahr sind Michael B. Jordan (Bester Hauptdarsteller für „Blood & Sinners“), Jessie Buckley (Beste Hauptdarstellerin für „Hamnet“) und Amy Madigan (Beste Nebendarstellerin für „Weapons“) in die Riege der oscarprämierten Stars aufgestiegen, während Sean Penn für seine Nebenrolle in „One Battle After Another“ seine dritte Goldstatue erhielt (nach „Mystic River“ und „Milk“).
Wenn es um die meisten gewonnenen Schauspiel-Oscars geht, hat übrigens Katharine Hepburn die Nase vorn – insgesamt viermal durfte die Hollywood-Ikone die Trophäe entgegennehmen. Und das ist nicht die einzige Besonderheit: 1968 und 1969 erhielt Hepburn sogar gleich zwei Jahre hintereinander einen Oscar – jeweils als Beste Hauptdarstellerin für die Tragikomödie „Rat mal, wer zum Essen kommt“ sowie das Historiendrama „Der Löwe im Winter“.
Das ist eine absolute Seltenheit, schließlich ist es schon unwahrscheinlich genug, überhaupt bei zwei aufeinanderfolgenden Oscar-Verleihungen nominiert zu sein. Und so gibt es auch nur vier weitere Schauspieler*innen, denen dieses Kunststück gelungen ist!
Die einzige deutsche Schauspiel-Oscar-Gewinnerin gewann gleich 2 Mal in Folge
Die erste Schauspielerin, die zwei Oscars in Folge gewann, war Luise Rainer – übrigens auch die bis heute einzige deutsche Mimin, die überhaupt mit einem Academy Award prämiert wurde (wann ist endlich Sandra Hüller dran?). 1937 wurde sie für das Biopic „Der große Ziegfeld“ zur Besten Hauptdarstellerin gekürt, nur ein Jahr später bekam sie für die Literaturverfilmung „Die gute Erde“ ihren zweiten Oscar überreicht.
Bester Hauptdarsteller wurde 1938 übrigens Spencer Tracy, der später gemeinsam mit Katharine Hepburn eines der legendärsten Paare der Hollywood-Geschichte bilden sollte. Prämiert wurde er für seine Rolle im Abenteuerfilm „Manuel“. 1939 konnte er sich dann bereits seinen zweiten Oscar ins Regal stellen – für seine Verkörperung des Geistlichen Edward Flanagan im biografischen Drama „Teufelskerle“.
Der nächste Schauspieler, der zwei Jahre in Folge zum Oscar-Gewinner wurde, war Jason Robards. Während er etwa im Italo-Western-Meilenstein „Spiel mir das Lied vom Tod“ (1968) einer der Hauptdarsteller war, erhielt er seine Academy Awards für seine prägnanten Nebenrollen im Polit-Thriller „Die Unbestechlichen“ (1976) sowie dem Drama „Julia“ (1977).
An Tom Hanks und seinem größten Kult-Hit kam in den 90ern niemand vorbei
Und dann ist da noch Tom Hanks! Nachdem der heute 70-Jährige in den 1980ern vor allem mit Komödien Erfolge feierte, bewies er sich 1993 an der Seite von Denzel Washington in „Philadelphia“ als Charakterdarsteller – und wurde prompt mit seinem ersten Oscar belohnt.
Die zweite Statue erhielt er bereits für seinen nächsten Film, an dem 1994 aber ohnehin fast nichts und niemand vorbeikam. So waren Morgan Freeman („Die Verurteilten“) oder John Travolta („Pulp Fiction“) sicherlich starke Kandidaten, aber am Ende war klar, dass Tom Hanks für seine Darstellung eines gewissen „Forrest Gump“ kaum zu schlagen sein würde!
Übrigens gibt es in Katharine Hepburns Oscar-Laufbahn noch eine zweite Besonderheit – denn ihren Oscar von 1969 musste sie sich mit einer damaligen Jungschauspielerin teilen, die heute den Status einer lebenden Legende innehat. Um wen es geht (und wer die anderen beiden Stars sind, die sich ihren Gewinn teilen mussten) erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Es ist in der Oscar-Geschichte nur zwei Mal vorgekommen: Diese Stars mussten sich ihren Gewinn teilen!