Für viele Fans des Franchises markiert der vierte Teil der „Harry Potter“-Reihe einen Wendepunkt: Nach spannenden Abenteuern im trimagischen Turnier mit Drachen, Unterwasser-Wesen und einem für die pubertierenden Protagonist*innen nicht minder nervenaufreibenden Ball kommt es am Ende von „Harry Potter und der Feuerkelch“ zum tragischen Tod von Cedric Diggory (Robert Pattinson) – und zum ersten „richtigen“ Auftritt von Lord Voldemort (Ralph Fiennes). Ab diesem Zeitpunkt rückt der Kampf gegen den Dunklen Lord endgültig in den Mittelpunkt der Fantasy-Saga.
Vielleicht gehört ihr auch zu den acht Millionen Zuschauer*innen, die „Harry Potter und der Feuerkelch“ damals im Kino gesehen haben. Falls nicht, oder falls ihr einfach wieder einmal in die magische Hogwarts-Welt eintauchen wollt, die traditionell in der Vorweihnachtszeit immer wieder Groß und Klein in ihren Bann zieht, habt ihr dieses Wochenende gleich zweimal die Gelegenheit dazu: „Harry Potter und der Feuerkelch“ läuft am Samstag (7. November 2026) um 20.15 Uhr auf RTL und am Sonntag in der Wiederholung um 11.40 Uhr. Achtung: In der morgendlichen Reprise gibt es das FSK-12-Abenteuer nur in der um 6 Minuten gekürzten Fassung zu sehen.
"Harry Potter und der Feuerkelch" schlägt "Star Wars"
Mit 8 Millionen Besucher*innen landete der vierte „Potter“-Blockbuster im Jahr 2005 deutlich vor dem zweitplatzierten „Madagascar“, der in Deutschland 6,7 Millionen Menschen ins Kino lockte. „Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith“ landete mit 5,6 Millionen gelösten Tickets hierzulande „nur“ auf Platz 3. Spannend ist aber, dass „Harry Potter“ den Film aus der weit, weit entfernten Galaxis aber auch weltweit schlagen konnte – da aber deutlich knapper:
Rund um den Globus nahm „Harry Potter und der Feuerkelch“ 895,9 Millionen US-Dollar ein und setzte sich damit knapp vor „Star Wars 3“ mit seinen 850 Millionen Dollar Einspiel an die Spitze der Jahrescharts. Der Vollständigkeit halber: Der in Deutschland so beliebte Animationsfilm „Madagascar“ brachte es in dem Jahr international immerhin auf den sechsten Platz (542 Mio. Dollar).
157 Minuten deftige Fantasy-Action mit "echten" Drachen
Mit einer Laufzeit von 157 Minuten ist „Feuerkelch“ der zweitlängste Film des gesamten Franchises. Nur „Die Kammer des Schreckens“ ist mit 161 Minuten noch einen Tick länger. Warner Bros. soll ursprünglich sogar geplant haben, „Harry Potter und der Feuerkelch“ als Zweiteiler ins Kino zu bringen. So verfahren ist man dann aber letztendlich nur mit dem Abschluss-Abenteuer „Die Heiligtümer des Todes“.
Dass „Feuerkelch“ so gewaltig ausfällt, liegt natürlich an der Buchvorlage, die mit über 700 Seiten deutlich umfangreicher ist als die drei Bände davor, aber auch an der epischen Geschichte, die es hier zu erzählen gilt: Immerhin ist das trimagische Turnier, an dem Harry (Daniel Radcliffe) unfreiwillig teilnimmt, eine gewaltige Veranstaltung, die dann auch noch zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler aus anderen magischen Schulen (Durmstrang und Beauxbatons) im „Harry Potter“-Universum Einzug halten lässt.
Bei den Spezialeffekten ließ sich das Team unter Regisseur Mike Newell („Vier Hochzeiten und ein Todesfall“) dann auch nicht lumpen. Gerade in die Drachen, aus deren Nestern die Teilnehmenden gleich in der ersten Aufgabe ein Ei stehlen müssen, wurde ein großer Teil des 150 bis 200 Millionen Dollar schweren Budgets gepumpt. Vieles im Film ist am Ende natürlich CGI – aber auch ein „echter“ Drache wurde gebaut: Der Ungarische Hornschwanz ist eine 12 Meter lange, voll bewegliche animatronische Echse, die sogar „in echt“, also nicht nur als später hinzugefügter digitaler Effekt, Feuer speien kann.
Apropos „Harry Potter“: Gerade Fans dürften natürlich wissen, dass an Weihnachten 2026 auf HBO Max die neue „Harry Potter“-Serie an den Start geht. Falls ihr den Trailer noch nicht gesehen habt, könnt ihr das jetzt hier nachholen:
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