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    Was macht eigentlich... "Two And A Half Men"-Jungstar Angus T. Jones?
    Von Tobias Tißen — 10.02.2017 um 18:07

    In dieser Specialreihe begeben wir uns auf Spurensuche und finden für euch heraus, was aus früheren Schauspielstars wurde, um die es in der Zwischenzeit leiser geworden ist.

    Warner
    Man kennt ihn als kleinen, etwas pummeligen und nicht allzu klugen Jake Harper aus der erfolgreichen Sitcom „Two And A Half Men“: Angus T. Jones. Bereits mit vier Jahren stand er für erste Werbespots vor der Kamera, kein Wunder bei dieser Familie: Er ist der Cousin von Danny Masterson (Steven Hyde in „Die wilden Siebziger“) und Christopher Masterson (Francis in „Malcolm Mittendrin“). 

    Seinen ersten Filmauftritt hatte Angus T. Jones – das „T“ steht übrigens für Turner – 1999 im Drama „Simpatico“ an der Seite von Nick Nolte, Jeff Bridges und Sharon Stone. Bis 2003 folgten Nebenrollen in „Spot – Ein Cop auf vier Pfoten“, „Die Entscheidung – Eine wahre Geschichte“, „Haus über Kopf“ und „George, der aus dem Dschungel kam 2“, sowie in den zwei US-Fernsehfilmen „Abendessen mit Freunden“ und „Audrey’s Rain“.

    Über diese kleineren Engagements wurden schließlich die Macher von „Two And A Half Men“ auf den damals Zehnjährigen aufmerksam: Sie verpflichteten Jones neben Charlie Sheen und Jon Cryer für die dritte Hauptrolle der Sitcom. Eines der beliebtesten TV-Trios aller Zeiten war geboren.

    Warner
    In den folgenden Jahren bekam Jones für seine Rolle als tumber Jake Harper mehrere Young Artist Awards und wurde 2010 sogar der bestbezahlte Kinderstar aller Zeiten – zu diesem Zeitpunkt kassierte er 300.000 Dollar pro Episode von „Two And A Half Men“. Der rapide Aufstieg zu einem der bekanntesten TV-Gesichter des Planeten und der damit einhergehende Reichtum schien dem jungen Darsteller jedoch nicht unbedingt gut bekommen zu sein: Erste Unmutsäußerungen des Jungdarstellers wurden 2012 laut, nachdem seine Figur in der Serie plötzlich erwachsener dargestellt wurde – unter anderem war Jake nun regelmäßiger Kiffer und hatte Sex mit verschiedenen Frauen. Der damals 17-jährige Jones sagte dazu, dass er sich unwohl in seiner Rolle fühle und es sehr unangenehm sei, einen Erwachsenen zu spielen, ohne selbst erwachsen zu sein.  

    Im Oktober 2012 gab er schließlich dem Radiosender Voice of Prophecy, welcher zur Religionsgemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten gehört, ein Interview und sagte dort, dass er „zum Glauben gefunden habe“. Wenig später schlug dann ein Video der Forerunner Group, einer weiteren christlichen Gruppierung, hohe Wellen. In diesem gab der zu dieser Zeit 19-Jährige Jones eindeutig zu verstehen: „Jake bedeutet absolut nichts. Er ist ein nicht-existierender Charakter. Falls ihr ‚Two And A Half Men‘ schaut, hört auf damit! Ich bin in der Show und will es nicht. Hört auf, eure Köpfe mit solchem Dreck zu füllen!“ Am darauffolgenden Tag entschuldigte er sich zwar für seine Äußerungen, bestätigte aber, dass er lediglich ein „bezahlter Heuchler“ sei.


    Im Nachklang zu seinem fragwürdigen Auftritt wurde Jones‘ Rolle in der Sitcom – mittlerweile hatte auch Ashton Kutcher Charlie Sheen in der Hauptrolle abgelöst zur Nebenfigur degradiert. Und mehr noch: In den letzten zwei Staffeln der Show kam sein Charakter überhaupt nicht mehr vor und mit Charlies lesbischer Tochter Jenny (Amber Tamblyn) wurde stattdessen eine neue Figur eingeführt, die Jake Harper ersetzte. Sein endgültiges „Two and a Half Men“-Ende verkündete Jones schließlich Anfang 2014 und wiederholte seine Aussage, all die Jahre nur ein bezahlter Heuchler gewesen zu sein. Dennoch ließ er sich für das große Finale der Serie, das im Februar 2015 ausgestrahlt wurde, noch zu einem kleinen Cameo-Auftritt überreden.


    Nachdem der große Aufruhr um seinen Lebenswandel verflogen war, wurde es dann recht still um den heute 23-jährigen Amerikaner. Er begann ein Studium in Colorado und ließ verlauten, dass er sich nicht vorstellen könne, noch einmal auf den TV-Bildschirm zurückzukehren – es sei denn, es handele sich um Bibel-basierte Geschichten. Ganz hielt er sich jedoch nicht an diese Aussage: In der Kinderserie „Nicky, Ricky, Dicky & Dawn“ absolvierte er Anfang 2017 einen Gastauftritt. 

    Mittlerweile versucht sich Jones an einem anderen Karriereweg: 2016 trat er dem Managementteam von Sean „P. Diddy“ Combs‘ Produktionsfirma Tonite bei. Neben seiner beruflichen Tätigkeit setzt Jones sich übrigens immer wieder für wohltätige Zwecke ein: unter anderem für die First Star Organization, die für missbrauchte und unterdrückte Kinder eintritt oder die Anti-Mobbing-Kampagne Be A Star. 

    Die bisher letzte Nachricht zu Angus T. Jones war unerfreulich: Am 8. Februar ging das Gerücht um die Welt, dass der Schauspieler gestorben sei. Auslöser war eine Facebook-Seite namens „R.I.P. Angus T. Jones“, die in kürzester Zeit über eine Million Likes sammelte. Am 9. Februar stellte sein Management dann jedoch unmissverständlich klar: „Er lebt und ist gesund. Glaubt nicht alles, was ihr im Internet lest!“


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