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    0 Mal "Wonder Woman" und ein Debüt für Nolan: Die Statistiken und Rekorde zu den Oscarnominierungen 2018
    Von Björn Becher — 23.01.2018 um 17:59

    Die Oscarnominierungen 2018 sind bekannt. Vieles ist dabei wie erwartet, einiges ist überraschend und ein paar Rekorde gibt es auch. Wir haben einige nennenswerte, überraschende und besondere Statistiken für euch zusammengestellt.

    2017 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. AND RATPAC ENTERTAINMENT, LLC / Clay Enos

    Debüt für Christopher Nolan

    Christopher Nolan war vor dem heutigen Tag schon drei Mal für den Oscar nominiert, nämlich für „Memento“ (Drehbuch) und „Inception“ (Drehbuch, Bester Film). Aber was viele Fans lange Zeit nicht glauben konnten: Noch nie wurde er als Regisseur nominiert. Mit „Dunkirk“ schaffte er nun das, was ihm bei seinen Meisterwerken „Inception“, „Dark Knight“ und Co. verwehrt blieb. Neben der Nominierung als Bester Regisseur gab es natürlich auch eine Nominierung für den Besten Film.

    Nichts für "Wonder Woman"

    Kaum ein Blockbuster wurde 2017 so gefeiert wie „Wonder Woman“. Zeitweise wurde sogar gemunkelt, dass es für eine Nominierung als Bester Film reichen könnte. Doch nun steht keine einzige Nominierung zu Buche – nicht einmal bei den Kostümen, wo man am ehesten hätte damit rechnen dürfen.

    Meryl Streep bricht eigenen Rekord

    Dass Meryl Streep weiterhin einen Oscarrekord hält, war vorher schon klar. Sie baute ihn aber sogar aus. Mit nun 21 Nominierungen ist sie so häufig nominiert worden wie keine andere Schauspielerin oder ein anderer Schauspieler. Jack Nicholson und Katharine Hepburn folgen mit je zwölf Nominierungen mit großem Abstand. Gewonnen hat Streep übrigens bislang drei der Goldjungen.

    Rekord für Christopher Plummer

    Christopher Plummer übernahm kurzfristig für den aus dem Film gestrichenen Kevin Spacey die Rolle des John Paul Getty III. in „Alles Geld der Welt“. Das wurde nun mit einer Oscarnominierung belohnt. Mit 88 Jahren ist er nun der älteste Schauspieler, der je bei den Oscars nominiert wurde. Bisher hielt Gloria Stuart diesen Rekord. Sie war 1998 im Alter von 87 für „Titanic“ nominiert. Aktuell ist Plummer übrigens auch der älteste Schauspieler, der je einen Oscar gewann (mit 82 Jahren). Er könnte also seinen eigenen Rekord brechen.

    Erste Nominierung für eine Kamerafrau

    Rachel Morrison wurde für „Mudbound“ als erste Frau überhaupt für den Kamera-Oscar nominiert.

    Historischer Doppelpack für Mary J. Blige

    Noch einmal „Mudbound“. Mary J. Blige wurde als Beste Nebendarstellerin und für den Besten Song nominiert. Dieser Doppelpack gelang noch niemandem in der Oscargeschichte.

    Vom Basketballstar zum Oscarnominierten

    NBA-Superstar Kobe Bryant darf sich nun oscarnominierter Filmemacher nennen. Er wurde nämlich für seinen animierten Kurzfilm „Dear Basketball“ mit einer Nominierung bedacht. Eine neue Karriere für die „Black Mamba“, die 2016 ihre Schuhe an den Nagel gehängt hat?

    Erste Nominierung für den Libanon

    Währen der deutsche Beitrag „Aus dem Nichts“ leer ausging, ist der libanesische Film „The Insult“ in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert. Es ist die allererste Nominierung für das Land.

    Diversität in der Regie-Kategorie

    Die Kategorie Bester Regisseur ist traditionell ein Stelldichein weißer Männer. Nicht so 2018. Mit Greta Gerwig für „Lady Bird“ ist das erst fünfte Mal in der Geschichte eine Frau nominiert. Mit Jordan Peele für „Get Out“ ist auch zum erst fünften Mal ein Regisseur mit schwarzer Hautfarbe in dieser Kategorie nominiert worden. Das beides parallel zutrifft, ist aber nicht das erste Mal der Fall. 2010 waren Kathryn Bigelow (für „Hurt Locker“) und Lee Daniels (für „Precious“) nominiert. Bigelow gewann damals – als bislang einzige Frau überhaupt.

    Historisches Triple für Jordan Peele

    Jordan Peeles Erfolg mit „Get Out“ ist noch in weiterer Hinsicht historisch. Er ist der erste schwarze Filmemacher, der in einem Jahr das Triple aus Nominierungen für Regie, Drehbuch und bester Film erzielt hat. Er ist übrigens auch der erst dritte Debütregisseur, dem dies gelang. Vor ihm schafften das Kunststück noch Warren Beatty (für „Der Himmel soll warten“) und James L. Brooks (für „Zeit der Zärtlichkeit“).

    John Williams baut Rekord aus

    Komponistenlegende John Williams baut seinen Rekord aus. Seine Nominierung für „Star Wars: Die letzten Jedi“ ist seine 51. So viele hat keine noch lebende Person. Insgesamt liegt vor Williams noch der 1966 verstorbene Walt Disney mit 59 Nominierungen.

    "Logan" schreibt Geschichte

    Der Wolverine-Film „Logan“ ist die erste Superhelden-Comic-Verfilmung, die bei den Oscars für Bestes adaptiertes Drehbuch nominiert wurde. Es ist aber nicht die erste nominierte Comic-Verfilmung in dieser Kategorie überhaupt. 2004 war zum Beispiel „American Splendor“ nominiert. In der Kategorie Bestes Originaldrehbuch war mit „Die Unglaublichen“ übrigens schon einmal ein Superheldenfilm nominiert.

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