Mein Konto
    Nach "Avengers"-Trennung: "Spider-Man: Far From Home" beschert Sony durch zweiten Kinostart Umsatzerfolge
    Von Martin Ramm — 02.09.2019 um 14:30

    Seit letzter Woche erlebt Sonys „Spider-Man: Far From Home“ seine zweite Kinoauswertung in den USA. Und alles deutet darauf hin, dass diese Strategie sich auszahlt.

    2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

    5 Tage ist es her, dass Sonys „Spider-Man: Far From Home“ mit satten 7 Extraminuten im Gepäck zu seinem zweiten Kinoausflug angesetzt hat. Als Ziel hatte Sony sich gesetzt, die US-Einnahmen auf über 400 Millionen Dollar zu heben. Und schon jetzt stehen alle Zeichen auf Erfolg.

    Es zahlte sich aus, die Wiederaufführung direkt vor dem Labor-Day-Wochenende vorzunehmen: Seit dem Neustart des Filmes kam er auf insgesamt 5,4 Millionen Kinokassenumsatz. Damit ist der Film mehr als doppelt so erfolgreich wie am vorangegangenen Wochenende – läuft nun aber auch nicht mehr „nur“ in 1.008, sondern in 3.162 Kinos. Insgesamt steht das US-Einspiel aktuell bei fast 386 Millionen Dollar. Weltweit spielte der Film 1.12 Milliarden ein.

    Zusammen mit "Avengers 4: Endgame" an der Spitze

    Sollte die magische Marke der 400 Millionen geknackt werden – und danach sieht es aus –, dann würde es sich bei „Spider-Man: Far From Home“ erst um den zweiten Film überhaupt in Sonys Geschichte handeln, dem dies glückt. Der erste war Sam Raimis Spider-Man von 2002. Dieser brachte es damals auf 403 Millionen.

    Zudem wäre „Spider-Man: Far From Home“ dann die einzige Nicht-Disney-Produktion, die sich damit rühmen kann. Wie der Hollywood Reporter berichtete, gelang das bisher nämlich nur „Avengers 4: Endgame“ (858.3), „Der König der Löwen“ (523.4), „Toy Story 4“ (430.4) und „Captain Marvel“ (426.8). Zur Erinnerung: Auch „Avengers 4“ erreichte sein angestrebtes Ziel, „Avatar“ als erfolgreichsten Film der Welt abzulösen, erst durch einen nochmaligen Kinostart.

    Tarantino und "Spider-Man“ mit vereinten Kräften

    „Spider-Man: Far From Home“ fungiert für Sony als tentpole (deutsch: Zeltstange) – dies bedeutet, es ist der Film im Portfolio einer Produktionsfirma, von dem sie sich die meisten Gewinnchancen erhofft. Und tatsächlich handelt es sich für Sony um den rentabelsten Film in der Geschichte der Firma, nachdem er im letzten Monat „Skyfall“ ablöste. Die Spinne sorgt gemeinsam mit „Once Upon A Time... In Hollywood“ dafür, dass Sony den besten Kinosommer seit 13 Jahren erlebt. Insgesamt kann sich die Produktionsfirma über 700 Millionen Ticketumsatz in den USA freuen.

    Zukünftige Erfolge auch ohne Marvel?

    Für die Zukunft wird sich zeigen müssen, ob Sony die Erfolgslinie beibehalten kann. Denn Marvel hat auf die vergangenen zwei „Spider-Man“-Filme noch starken Einfluss genommen. Nun aber wird der Fassadenkletterer ohne den reichhaltigen MCU-Kontext und ohne die kreative Hilfe seitens Marvel auskommen müssen. Es steht fest, dass Hauptdarsteller Tom Holland für mindestens zwei weitere Filme ins Spinnenkostüm schlüpfen wird. Ob Regisseur Jon Watts, der die bisherigen „Spider-Man“-Filme mit ihm inszenierte, weiterhin zur Verfügung stehen wird, ist hingegen noch unentschieden.

    Spider-Man fliegt aus dem "Avengers"-Universum: Das steckt hinter dem Streit zwischen Sony und Disney

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Back to Top