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    Die besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten
    Von FILMSTARTS-Redaktion — 24.12.2019 um 15:00
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    Die FILMSTARTS-Redaktion hat diskutiert und sich entschieden: Hier ist pünktlich zum Fest der Liebe die neue, upgedatete Liste mit den unserer Meinung nach 80 besten SF-Filmen aller Zeiten. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Debattieren.

    Warner Home Video - DVD

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 40: "THX 1138" (1971)

    THX 1138“ ist das Spielfilmdebüt von „Star Wars“-Schöpfer George Lucas und auch hier entwirft er bereits eine umfassende Zukunftsvision. Diese fällt in diesem Erstling, der auf Lucas‘ experimentellem Kurzfilm „THX 1138:4EB (Electronic Labyrinth)“ basiert, allerdings weitaus düsterer aus als in der epochemachenden Sternenkriegersaga, denn der Miterfinder des Blockbuster-Kinos war einst ein sehr kritischer Filmemacher. „THX 1138“ glänzt durch einen zeitlos minimalistischen Look, der dazu beigetragen hat, dass dieser Film weit besser als viele andere SF-Filme der Zeit gealtert ist.

    Lucas zeigt eine vollkommen rationalisierte und mechanisierte Welt, in der die Menschen ähnlich wie in Fritz Langs „Metropolis“ in einem unterirdischen Komplex wohnen, aus dem sie nicht herausdürfen. Es zählt allein die Funktionalität, echte menschliche Regungen sind tabu und können mit der „Zerstörung“ geahndet werden. Alle Menschen sind gezwungen, Drogen zu nehmen, die ihre Leistungsfähigkeit steigern und gleichzeitig ihre Emotionen und ihren Sexualtrieb dämpfen. THX 1138 (Robert Duvall) ist der Name eines Arbeiters, der zusammen mit seiner Mitbewohnerin LUH 3417 (Maggie McOmie) heimlich die Medikamente absetzt. Die beiden entwickeln langsam Gefühle füreinander, haben Sex miteinander und versuchen anschließend, aus der streng bewachten unterirdischen Stadt zu entkommen.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „THX 1138“
    „THX 1138“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „THX 1138“

    MGM

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 39: "Terminator" (1984)

    Sechs „Terminator“-Filme gibt es mittlerweile sowie die unterschätzte TV-Serie „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“. Der stärkste Film der Reihe ist und bleibt „Terminator 2“, der für uns beste Actionfilm aller Zeiten. Aber sein Vorgänger „Terminator“ ist unter Science-Fiction-Gesichtspunkten fast ebenbürtig, auch wenn Regisseur James Cameron hier trotz zweier Szenen, die einen kurzen Ausblick in eine apokalyptische Zukunft liefern, auf eine eher elliptische Erzählweise zurückgreift.

    Der Zuschauer braucht schon die düsteren Geschichten von Kyle Reese (Michael Biehn), um sich ein vollständiges Bild machen zu können. Wie in keinem anderen Teil der Reihe wird mit dem großen Sci-Fi-Motiv der Zeitreise gespielt und so geschickt ein filmisches Universum konstruiert, dessen logische Reflektion einem schon ziemliches Kopfzerbrechen bereiten kann. Vor allem ist Camerons vor dem Hintergrund der Angst vor einem Atomkrieg entstandener Science-Fiction-Actioner aber ein unglaublich spannender, erstklassig inszenierter Genre-Film mit Arnold Schwarzenegger in seiner Kultrolle als wortkarge Tötungsmaschine aus der Zukunft.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Terminator“
    „Terminator“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Terminator“

    Sony Pictures Home Entertainment

    Die besten SciFi-Filme – Platz 38: "Arrival" (2016)

    An zwölf verschiedenen Orten auf der Erde landen zeitgleich muschelförmige Raumschiffe. Die Absichten der Besucher aus dem All sind unklar, alle Versuche der Kontaktaufnahme scheitern zunächst. Daher werden die Linguistin Louise Banks (Amy Adams) und der Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) hinzugezogen. Doch während sie in Montana geduldig versuchen, mit den tintenfischartigen Wesen zu kommunizieren, will man in China und Russland bald andere, weniger friedliche Wege beschreiten… Obwohl hier einmal mehr das Schicksal der gesamten Menschheit auf dem Spiel steht, ist „Arrival“ ein leiser und bedächtiger Film, statt auf großes Spektakel setzt der kanadische Regisseur Denis Villeneuve („Prisoners“) auf fast schon meditative Langsamkeit. Ein ambitionierter und intelligenter Film, der von der herausragenden Amy Adams emotional geerdet wird.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Arrival“
    „Arrival“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Arrival“

    20th Century Fox

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 37: "Abyss - Abgrund des Todes" (1989)

    James Camerons Faszination für die Tiefen des Meeres begann schon lange vor seinem Mega-Erfolg „Titanic“ und erst recht vor „Avatar 2“. Bereits 1989 brachte der Erfolgsregisseur sein atmosphärisch dichtes, perfekt inszeniertes und gewohnt militärkritisches Science-Fiction-Abenteuer „Abyss“ ins Kino und verband darin menschliche Tragödien mit überwältigenden Schauwerten. Im Kalten Krieg versinkt ein Atom-U-Boot im Meer und soll vom US-Militär, das von der Crew der nahegelegenen Bohrstation „Deepcore“ um „Bud“ Brigman (Ed Harris) unterstützt wird, gerettet werden.Doch unerklärliche Ereignisse erschweren die Mission...

    In den USA spielte „Abyss“ trotz der atemberaubenden Unterwasserbilder und der oscarprämierten Spezialeffekte nur mit Mühe seine Produktionskosten wieder ein – was auch daran gelegen haben könnte, dass in der Kinofassung sowohl der schwelende Konflikt zwischen den Atommächten als auch die Charakterisierung einiger Nebenfiguren zu knapp geriet. 1993 wurde daher eine überarbeitete, fast 30 Minuten längere Special Edition von „Abyss“ veröffentlicht.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Abyss - Abgrund des Todes"
    „Abyss - Abgrund des Todes“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Abyss - Abgrund des Todes“

    20th Century Fox

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 36: "Minority Report" (2002)

    Kann man für ein Verbrechen verurteilt werden, das man noch nicht begangen hat? Und welche Rolle spielt dabei das Wissen darum, dass man überhaupt einen Mord begehen wird? Diese Themen behandelte der berühmte Science-Fiction-Autor Philip K. Dick in seiner Kurzgeschichte „Minority Report“ aus dem Jahr 1956. Von Steven Spielberg kongenial aufgegriffen, modernisiert und weitergedacht, wird daraus ein Science-Fiction-Film, wie ihn nur der Meisterregisseur persönlich liefern kann.

    Denn wo viele andere Filmemacher sich zwischen Action und Anspruch entscheiden (müssen), kombiniert Spielberg mühelos beides: Clevere Denkanstöße liefert bereits die Vorlage und es ist Spielberg hoch anzurechnen, dass er die Themen und Konflikte in „Minority Report“ nicht verwässert, sondern im Gegenteil eher noch verschärft und mit eigenen Ideen erweitert. Dennoch kommen auch packende Actionszenen nicht zu kurz – besonders in Erinnerung bleibt dabei Johns (Tom Cruise) und Agathas (Samantha Morton) virtuos inszenierte und perfekt choreographierte Flucht durch ein Einkaufszentrum.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Minority Report"
    „Minority Report“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Minority Report“

    Warner Home Video - DVD

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 35: "Alarm im Weltall" (1956)

    Ein Suchtrupp (unter anderem Leslie Nielsen) soll herausfinden, was mit einem Raumschiff geschehen ist, das vor geraumer Zeit zur Kolonisierung auf den Planeten Alatair IV geschickt wurde, trifft dort allerdings auf nur zwei Überlebende… Sowohl „Star Wars“-Schöpfer George Lucas als auch „Star Trek“-Mastermind Gene Roddenberry haben das Sci-Fi-Abenteuer von Fred M. Wilcox als wichtige Inspirationsquelle für ihre eigenen Erzähluniversen bezeichnet, was die thematische und motivische Vielfalt des Films erahnen lässt. Futuristisches Design, aufwändige Effekte, eine rätselhafte „planetarische Macht“, elektronische Musik, wie sie damals noch völlig unüblich war, eine Vorrichtung zur Steigerung des IQ, eine Prise Freud und ein bisschen Shakespeare – „Alarm im Weltall“ (im Original etwas gediegener betitelt: „Forbidden Planet“) bietet eine reichhaltige und äußerst unterhaltsame Mischung. Absoluter Kult ist dabei der sprechende Roboter Robby, der keinem Menschen schaden kann, aber dafür nach Belieben Dinge zu replizieren vermag…

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Alarm im Weltall“
    „Alarm im Weltall“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Alarm im Weltall“

    Universal Pictures Germany GmbH

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 34: "Jurassic Park" (1993)

    Vor nicht viel mehr als 120 Jahren war das Kino selbst noch Science-Fiction und die Reaktionen der ersten Zuschauer auf die bewegten Bilder waren wahrscheinlich durchaus vergleichbar mit jenem überwältigten Staunen, mit dem Jeff GoldblumLaura Dern & Co. auf der Leinwand sowie das weltweite Publikum davor im Sommer 1993 auf Steven Spielbergs verblüffend lebensechte Dinosaurier reagiert haben. Die Erzählung vom gentechnischen Quantensprung, der das Klonen der ausgestorbenen Riesenechsen ermögliche, spiegelt sich in den computerunterstützten Nachschöpfungen des Films wieder und wenn die Tiere zu den Attraktionen eines Vergnügungsparks werden, dann holt Spielberg damit auch die Jahrmarktsvergangenheit des Kinos in die Gegenwart. „Jurassic Park“ ist vor allem perfekte Unterhaltung, aber auch eine spannende Medien(selbst)reflektion und wie die Buchvorlage von Michael Crichton eine faszinierende, mit wichtigen moralischen Fragen gespickte wissenschaftliche Spekulation.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Jurassic Park“
    Jurassic Park“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Jurassic Park“

    Icestorm Entertainment GmbH

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 33: "Solaris" (1972)

    Andrei Tarkovskis Adaption des Stanisław-Lem-Klassikers „Solaris“ gilt als einer der Meilensteine der sowjetisch-russischen Kinogeschichte. Auf der inszenatorischen Ebene zeichnet sich sein Film durch gleichermaßen klaustrophobische und meditative Raumfahrt- und Weltall-Szenen aus. Auch erzählerisch ist „Solaris“ ein außergewöhnliches Werk - Tarkovsky verzichtet auf eine klassische Narration, statt einer Spannungsdramaturgie gibt es hier ruhige Beobachtungen zur Situation seiner Protagonisten: Im Orbit eines rätselhaften Planeten erleben Kosmonauten im abgeschlossenen Raum ihrer Station visionäre Konfrontationen mit ihren unbewussten Innenwelten.

    Solaris“ gibt keine Lösungen vor, sondern verlangt nach wiederum sehr bewusster Interpretations- und Abstraktionsleistung. Ist der fremde Planet möglicherweise gar selbst ein Lebewesen, das die Erfahrungen und Ängste der Raumfahrer visualisiert, um mit ihnen zu kommunizieren? Oder ist er vielmehr ein besonderes kosmisches Phänomen, das die menschliche Psyche schlichtweg gehörig durcheinanderbringt? In jedem Fall spielt Tarkowski mit „Solaris“ – in puncto Anspruch durchaus als russischer Gegenentwurf zu „2001“ lesbar – zeitlos elegant mit dem zentralen Sci-Fi-Motiv überhaupt: Die Fahrt in die fremde Ferne führt unweigerlich zur Konfrontation mit dem Fremden in uns selbst.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Solaris“
    „Solaris“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Solaris“

    20th Century Fox Home Entertainment

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 32: "Planet der Affen: Revolution" (2014)

    Dass ein Sequel zu einem Reboot von uns fünf Sterne bekommt, ist ganz sicher keine Alltäglichkeit. Aber letztendlich ist die nicht nur tricktechnisch bahnbrechende Blockbuster-Fortsetzung von Matt Reeves' „Planet der Affen: Revolution“ eben thematisch noch reifer, erzählerisch noch mutiger und visuell noch brillanter als der Vorgänger „Planet der Affen: Prevolution“. Das zeigt sich übrigens schon in den ersten 20 Minuten, die ganz allein den Affen gehören und in denen der Zuschauer ganz ohne gesprochene Worte ein Gefühl für die Gemeinschaft bekommt, die Caesar (Andy Serkis) in der vergangenen Dekade etwa bis zum Entwicklungsstand eines Wikingerdorfes gebracht hat.

    So tut es dann auch besonders weh, wenn man immer stärker spürt, dass wegen all der Angst und all den Vorurteilen ein Krieg zwischen den Menschen und den Affen vermutlich unausweichlich ist. Als Zuschauer fiebert man so sehr mit den Figuren (auf beiden Seiten!) mit und der Unsinn des Krieges wird auf so schmerzhafte Weise deutlich, dass man sofort auf die ebenfalls grandiosen Action-Sequenzen verzichten würde, nur um das irrsinnige Töten zu beenden. Ein größeres Lob kann man einem Anti-Kriegsfilm, zumal wenn er im trügerischen Gewand eines CGI-Sommer-Blockbusters daherkommt, kaum machen!

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Planet der Affen: Revolution“
    „Planet der Affen: Revolution“ auf DVD und Blu-ray*
    „Der Trailer zu „Planet der Affen: Revolution“

    Warner Home Video

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 31: "Clockwork Orange“ (1971)

    Stanley Kubricks futuristische Gesellschaftssatire, in der Alex (Malcolm McDowell), dem Anführer einer Jugendbande, mittels einer Gehirnwäsche der freie Wille genommen wird, gehört zu den stärksten Filmen des visionären Filmemachers. Die deutliche Darstellung von Gewalttätigkeit und sozialer Verrohung wurde von vielen Seiten als Affront gegen gängige Moralvorstellungen gewertet und verurteilt.

    Inzwischen darf „Uhrwerk Orange“ allerdings als vollständig rehabilitiert gelten und wird mit nennenswerter Verspätung als bitterböse und beklemmende Satire über das Individuum in einer totalitären Gesellschaft gefeiert. Nahezu zynisch wirkt in diesem Sinne vor allem der Schlussteil des thesenhaften Films, wenn Kubrick Alex’ Gehirnwäsche mit einem Traum konterkariert, in dem der Protagonist als Vergewaltiger mit Freifahrtschein weiterwütet. „Uhrwerk Orange“ ist ein inszenatorisch brillantes, zeitloses Meisterwerk und einer der intensivsten Filme des vielseitigen Science-Fiction-Genres.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Clockwork Orange“
    „Clockwork Orange“ auf DVD und Blu-Ray*
    Der Trailer zu „Clockwork Orange“

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