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    Marvel und Disney nutzen "Black Widow"-Verschiebung, um den Komponisten zu feuern!
    Von Christoph Petersen — 02.04.2020 um 18:58

    Wäre „Black Widow“ wie geplant im April 2020 in den Kinos angelaufen, hätten wir dort wahrscheinlich einen Score vom zweifachen Oscargewinner Alexandre Desplat gehört. Aber jetzt haben es sich die Produzenten doch noch mal anders überlegt...

    Disney

    Disney, Marvel, MCU-Mastermind Kevin Feige und Regisseurin Cate Shortland nutzen die Verschiebung von „Black Widow“ offenbar, um noch mal an der Filmmusik des ersten Solo-Abenteuers mit Scarlett Johansson als russische Superagentin Natasha Romanoff zu schrauben. Nachdem bisher Alexandre Desplat, der neben seinen Oscarsiegen für „Grand Budapest Hotel“ und „Shape Of Water“ noch weitere neun Male nominiert war (zuletzt in diesem Jahr für „Little Women“), für den Score des MCU-Blockbusters vorgesehen war, soll an seiner Stelle nun Lorne Balfe (keine Oscars, aber Action-Scores für „Bad Boys 3“ und „6 Underground) den Job übernehmen.

    Es ist fraglich, ob wir die beiden Scores jemals werden miteinander vergleichen können – aber wenn man sich die bisherige Arbeit der beiden so ansieht, bekommt man doch den Eindruck, dass Lorne Balfe eher die sichere, geschäftsmäßige Wahl ist, während man sich mit der Filmmusik von Alexandre Desplat vielleicht ein wenig weiter aus dem Fenster gelehnt hätte. Sicher ist nur: Bis Mitte April hätte Balfe das sicher nicht hinbekommen – die Entscheidung gegen Desplat wurde also überhaupt erst wegen der Corona-bedingten Verschiebung von „Black Widow“ (aktuell gibt es keinen konkreten Starttermin mehr) möglich.

    Nicht das erste Mal

    Während Lorne Balfe bereits zusätzliche Kompositionen zum allerersten MCU-Film „Iron Man“ beigesteuert hat, also offensichtlich ein gutes Verhältnis zu den Marvel-Verantwortlichen pflegt, kam es zwischen Disney und Alexandre Desplat auch schon vor ein paar Jahren zu kleineren Differenzen. Damals war es allerdings Desplat selbst, der wegen der Nachdrehs zu „Rogue One – A Star Wars Story“ und der damit einhergehend Terminverschiebung aus dem Projekt aussteigen musste. An seiner Stelle sprang damals kurzfristig Michael Giacchino („Die Unglaublichen“, „Alles steht Kopf“) ein.

    Wann genau „Black Widow“ nun in die deutschen Kinos kommt, steht wie gesagt noch nicht fest – und wahrscheinlich lässt sich Disney auch noch Zeit mit der Neuterminierung, bis sich der Fortlauf der Corona-Krise besser abschätzen lässt. Allerdings haben Disney und Marvel bereits angekündigt, dass „Black Widow“ trotz Kinoschließungen auf keinen Fall direkt auf Disney+ veröffentlicht werden soll – stattdessen wird eben so lange gewartet, bis die Kinos ihre Tore wieder öffnen können.

    Nach der "Black Widow"-Verschiebung: Gerät nun das komplette "Avengers"-Universum durcheinander?

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