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    Nachfolgerin für Romy Schneider: Das ist die neue "Sisi"
    Von Björn Becher — 23.09.2020 um 09:20

    Für viele Filmfans ist Romy Schneider unsterblich mit der Rolle als Kaiserin Elisabeth aus drei „Sissi“-Filmen verbunden. Doch während Google die Schauspiellegende mit einem Doodle ehrt, wird aus „Sissi“ bald wieder „Sisi“ – mit einem neuen Star.

    StudioCanal

    Seit einer Weile wissen wir schon, dass Kaiserin Elisabeth erneut die Kinoleinwand erobern wird. Mit „Sisi und ich“ erzählt Frauke Finsterwalder („Finsterworld“) die Geschichte der weltberühmten Monarchin, die von 1837 bis 1898 lebte, aus der Perspektive ihrer Hofdame Irma.

    Wie schon bei ihrem vorherigen Film „Finsterworld“ schrieb Finsterwalder das Skript mit ihrem Ehemann, dem berühmten Autoren Christian Kracht („Faserland“, „Imperium“).

    Susanne Wolff ist Sisi

    Eine der beiden Hauptrollen übernimmt Susanne Wolff, die zur Kaiserin Elisabeth wird. Wolff gehört zu den profiliertesten deutschen Film- und Theaterschauspielerinnen. Sie wurde für die beste weibliche Hauptrolle in dem Drama „Styx“ mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

    Im Kino war Wolff, die viele Jahre fest zum Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin gehörte, unter anderem noch in „Rückkehr nach Montauk“ und „Bis zum Ellenbogen“ zu sehen. Aus dem TV könntet ihr sie auch noch unter anderem aus mehreren „Tatort“-Nebenrollen oder der Serie „Morgen hör ich auf“ kennen. Im „deutschen ‚Breaking Bad‘“ spielte sie die weibliche Hauptrolle an der Seite von Bastian Pastewka, der zum Geldfälscher wird.

    Zorro Film
    Susanne Wolff in "Styx"

    Die zweite Hauptrolle neben Wolff spielt die vielfach ausgezeichnete Sandra Hüller („Toni Erdmann“), aus deren Perspektive als Hofdame Irma wir den Film erleben werden. In weiteren Rollen sind bereits Ella Rumpf („Freud“), Stefan Kurt („Ich war noch niemals in New York“), Johannes Krisch („Narziss und Goldmund“), Angela Winkler („Dark“), Maresi Riegner („Irgendwann ist auch mal gut“) und Sophie Rois („Drei“) bestätigt.

    "Sisi" statt "Sissi"

    Dass der Film „Sisi“ und nicht „Sissi“ heißt, hat dabei wohl mehrere Gründe. Allen voran wurde die Schreibweise mit zwei „ss“ erst viel später in der Literatur und natürlich durch die drei Filme mit Romy Schneider populär.

    Mit der Titeländerung grenzt man sich neben historischer Korrektheit auch von Ernst Marischkas erfolgreicher Kino-Kult-Trilogie ab.

    So wurde Regisseurin Finsterwalder auch einst in der Pressemitteilung zur Ankündigung des Projekts mit den Worten zitiert: „Filme sollten immer einen neuen Mythos schaffen. Ich will zeigen, dass Kaiserin Elisabeth eine radikale, intelligente und moderne Frau war, weit mehr, als die Sissi mit Doppel-S, die wir alle kennen. Elisabeth wurde einfach ein Jahrhundert zu früh geboren.“

    "Sisi und ich": 2022 im Kino

    In der Pressemitteilung zur Ankündigung der Besetzung verspricht der Verleih dann auch, dass Frauke Finsterwalder in „Sisi und ich“ ein komplett eigenes Licht auf Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, werfen wird. „Fernab des kitschigen ‚Sissi‘-Klischees porträtiert sie eine Frau, die sich jahrelang ohne ihren Mann, nur von Frauen umgeben, auf Reisen durch ganz Europa wagt, sechs Sprachen beherrscht, Hochleistungssport treibt und mit ihrem freien Geist ganz und gar nicht in das enge Korsett des Wiener Hofes passt.“

    Zudem heißt es: „Sisis berührende Geschichte verspricht unter der Handschrift der Autoren Finsterwalder/Kracht ein feministischer Film voller bissiger Dialoge zu werden, ein packendes Drama mit Elementen der tiefschwarzen Komödie.“

    Die Dreharbeiten für „Sisi und ich“ sollen 2021 stattfinden, ein Kinostart ist dann für das Frühjahr 2022 geplant.

    Google ehrt Romy Schneider mit Doodle

    Am heutigen 23. September erscheint derweil ein sogenanntes Google Doodle zu Ehren von Romy Schneider. Die Suchmaschine gedenkt der 1982 verstorbenen Schauspielerin anlässlich ihres 82. Geburtstags.

    Ihre „Sissi“-Trilogie ist in vielen Haushalten in Deutschland und Österreich Kult und gehört zum festen TV-Weihnachtsprogramm. Für Schneider waren die Filme in den 1950ern der große Durchbruch und damit der Auftakt einer Karriere als Weltstar, die viel mehr Rollen umfasste.

    Vor allem in den 1960er und 1970er Jahren arbeitete sie bevorzugt in Frankreich, aber auch in Hollywood mit einigen der größten Filmemachern jener Zeit – Orson Welles, Otto Preminger, Claude Sautet, Andrzej Żuławski, Luchino Visconti, um nur einige Namen zu nennen.

    Google
    Google Doodle zu Ehren von Romy Schneider.

    Werke wie „Mädchen in Uniform“, „Der Prozess“, „Der Kardinal“, „Der Swimmingpool“, „Das Mädchen und der Kommissar“ „Nachtblende“ und „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ sind Klassiker der Filmgeschichte.

    Bei Amazon Prime Video gibt es übrigens aktuell einige Filme im Rahmen des Abos zu streamen, die sich als Einstieg in das Schaffen von Romy Schneider anbieten* – so zum Beispiel „Der Prozess“ von Orson Welles, „Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen“ von Claude Chabrol oder „Das wilde Schaf“ von Michel Deville.

    *Bei diesem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.

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