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    Netflix schnappt sich einen der teuersten deutschen Filme aller Zeiten
    Von Annemarie Havran — 10.12.2020 um 14:15

    Hollywood hat lange versucht, den Anti-Kriegs-Klassiker „Im Westen nichts Neues“ neu aufzulegen. Das hat nicht geklappt – nun kommt die Neuverfilmung aus Deutschland. Statt ins Kino soll das Drama mit Daniel Brühl aber zu Netflix kommen.

    Universal Pictures / Netflix - Bild aus "Inglourious Basterds"

    Der Streamingdienst Netflix hat wieder zugeschlagen und sich laut dem stets gut informierten Branchenmagazin Variety einen der teuersten deutschen Filme aller Zeiten geschnappt – auch wenn die offizielle Bestätigung von Netflix selbst noch aussteht. Und das Projekt dürfte auch international auf viel Beachtung stoßen:

    Denn mit „Im Westen nichts Neues“ soll die Neuverfilmung eines der bekanntesten und besten Anti-Kriegs-Klassiker zu Netflix kommen.

    Bislang wurde der in deutscher Sprache geschriebene Roman von Erich Remarque zweimal verfilmt, 1930 fürs Kino und 1979 fürs Fernsehen – beide Male als englischsprachige Produktion. „Im Westen nichts Neues“ von 1930 aus den USA gilt als absoluter Klassiker und hat auch von uns die Meisterwerk-Wertung von 5 Sternen bekommen, und auch der britische TV-Film ist gelungen.

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    Ein weiteres Remake war eigentlich nur eine Frage der Zeit und wurde von Hollywood auch schon lange versucht – kam jedoch nie so richtig in die Gänge.

    "Im Westen nichts Neues" mit Daniel Brühl

    Nun kommt „Im Westen nichts Neues“ über den Ersten Weltkrieg also aus Deutschland: Anfang 2020 gaben Regisseur Edward Berger und Schauspieler und Produzent Daniel Brühl ihre Mitarbeit an dem Projekt bekannt, das in deutscher Sprache gedreht werden soll.

    Ganz unter den Teppich gekehrt wird die Vorarbeit aus Hollywood allerdings nicht: Das Drehbuch, das Lesley Paterson und Ian Stokell schon vor zehn Jahren für die geplante US-Neuverfilmung geschrieben hatten, wird weiterhin genutzt und einfach ins Deutsche übersetzt.

    Ging man bei der Projektankündigung noch von einem Kinostart aus, wird das Anti-Kriegs-Drama nun also direkt zum Streamen auf Netflix veröffentlicht und ergänzt dort die Reihe hochwertiger deutscher Produktionen, die auch im Ausland auf viel Interesse stoßen, wie zum Beispiel die Serien „Unorthodox“ und „Dark“. Im März 2021 soll mit den Dreharbeiten begonnen werden.

    Teuer – aber wie teuer eigentlich?

    Kosten soll das Drama über den jungen Soldaten Paul Bäumer, der mit seinen Kameraden im Ersten Weltkrieg die absolute Hölle erlebt, um die 16 Millionen Dollar und gehört damit zu den teuersten deutschen Produktionen aller Zeiten – genauer gesagt zu den teuersten deutschsprachigen Produktionen aller Zeiten.

    Denn gegen die internationale, durch die deutsche Beteiligung als deutsch geltende Produktion „Cloud Atlas“ von Tom Tykwer mit ihrem 100-Millionen-Dollar Budget scheinen 16 Millionen jetzt gar nicht mal so viel. Doch „Cloud Atlas“, der bislang teuerste deutsche Film, wurde auf Englisch gedreht.

    Teuerster deutschsprachiger Film: "Jim Knopf"

    Schaut man sich aber die deutschen Filme an, die auch hauptsächlich in deutscher Sprache gedreht wurden, sind die Budgets schon etwas kleiner: Hier gilt „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von 2018 mit seinem Budget von 25 Millionen Euro als Spitzenreiter, gefolgt von „Henri 4“ mit 18 Millionen Euro. In diesen Regionen bewegt sich der wohl mindestens 16 Millionen Dollar teure „Im Westen Nichts Neues“ dann schon eher.

    Welche Filme sonst noch zu den teuersten deutschen und deutschsprachigen Produktionen gehören? Das erfahrt ihr in folgendem Artikel:

    Ist "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" wirklich der teuerste deutsche Film aller Zeiten?

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