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    "Black Panther 2": Ausgerechnet die Nachfolgerin von Chadwick Boseman stürzt das Sequel in große Probleme
    14.11.2021 um 14:00
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Björn Becher ersinnt mit seinen Kolleg*innen auch mal wilde MCU-Theorien und ist zudem für das berühmteste Kevin-Feige-Meme verantwortlich.

    Ohne den verstorbenen Star Chadwick Boseman musste die ursprüngliche Planung für „Black Panther 2“ ohnehin schon über den Haufen geworfen werden. Doch ausgerechnet die neue Hauptdarstellerin der Fortsetzung bereitet den Marvel-Bossen nun Sorgen.

    Walt Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Als „Black Panther“-Star Chadwick Boseman im August 2020 starb, war das ein Schock für die Filmwelt. Doch in Hollywood muss die Show immer weitergehen. Nur wenige Monate später gab Marvel bekannt, dass „Black Panther 2“ trotzdem gedreht werde. Ein gutes halbes Jahr gab man sich, das Drehbuch zu überarbeiten. Das war nötig, da die bisherige Hauptfigur nicht neu besetzt wird, sondern stattdessen andere Figuren aus der Welt von Wakanda in den Mittelpunkt rücken sollten. Ende Juni 2021 starteten die Dreharbeiten an „Black Panther: Wakanda Forever“, doch seitdem plagen die Produktion massive Probleme.

    Es waren erst kleine Dinge, wie die Absage der für den außergewöhnlichen Look des Vorgängers verantwortlichen Kamerafrau Rachel Morrison, die aufgrund von Terminkonflikten mit einer anderen Produktion aussteigen muss und schnell von „Loki“-Kamerafrau Autumn Durald ersetzt wurde. Doch zuletzt rückte ausgerechnet Letitia Wright, die als T'Challas Schwester Shuri stärker im Mittelpunkt der Geschichte stehen soll, ins Zentrum der Probleme...

    Set-Unfall und Impf-Aufreger

    Das erste Problem war ein Unglück am Set: Beim Dreh eines Stunts in Boston verletzte sich Wright. Sie muss kurzzeitig ins Krankenhaus. Anschließend reiste die britische Schauspielerin in ihre Heimat zurück, um sich dort zu erholen. Marvel wiegelte erst ab und bemühte sich, die daraus resultierenden Schwierigkeiten kleinzureden: Man könne auch ohne Wright weiterdrehen. Man werde einfach erst mal all das Material ohne ihre Figur filmen.

    Doch Anfang November musste Regisseur Ryan Coogler eingestehen, dass dieser Plan nicht mehr tragbar ist. Es seien nun alle anderen Szenen gedreht, ohne die immer noch verletzte Wright könne man einfach nicht weitermachen. Marvel kündigte eine für eine Produktion dieser Größe ungewöhnliche Pause von mindestens zwei Monaten an. Erst Anfang 2022 soll es nun weitergehen. Dann, so die Hoffnung, kann Wright weitermachen. Doch das ist mehr als ungewiss – und Schuld daran ist nicht das alte Unglück, sondern die Schauspielerin selbst.

    » "Black Panther" auf Disney+*

    Wright hat in den vergangenen Monaten mit fragwürdigen Aussagen zur Corona-Schutz-Impfung auf sich aufmerksam gemacht und soll angeblich ablehnen, sich impfen zu lassen. Doch die Hollywood-Studios bestehen mittlerweile auf einem Impfnachweis für die Kerncrew ihrer Produktion. Wer keinen hat, wird aktuell für neue Produktionen nicht mehr unter Vertrag genommen, Leute wurden auch bereits entlassen. Angeblich wollte Disney in Sachen Wright eine Ausnahme machen, weil es sich um einen Sonderfall handelt: Man steckt schon mitten in der Produktion und kann die Schauspielerin nicht mehr so einfach aus dem Film nehmen. Doch diesen Plan hat man ohne die US-Regierung gemacht.

    Diese hat nämlich am 8. November 2021 festgelegt, dass fremde Staatsbürger nur dann noch per Flugzeug in die USA einreisen dürfen, wenn sie vor dem Boarding nachweisen, dass sie gegen Corona geimpft sind. Sollte Wright wirklich nicht geimpft sein, könnte sie nicht mehr zu den weiteren Dreharbeiten, die in Atlanta stattfinden sollen, fliegen. Die Fortsetzung des Drehs mit ihr Anfang 2022 wäre so wie bislang geplant nicht möglich.

    Wie geht es nun mit "Black Panther 2" weiter?

    Bislang verweigert Disney jeglichen Kommentar zu der Problematik und zum weiteren Vorgehen. Auch Letitia Wright ließ über ihre Agentur nur ausrichten, dass sie sich noch in London von ihren Verletzungen erhole und sich darauf freue, Anfang 2022 zur Arbeit zurückzukehren. Ob sie wirklich nicht geimpft ist, verriet sie nicht.

    Sollte das aber zutreffen, stehen Disney und Marvel vor einem großen Problem. Ein weiterer Dreh ohne die Schauspielerin scheint keine Option zu sein. Folglich müsste man versuchen, Wright doch noch von einer Impfung zu überzeugen – oder in den sauren Apfel beißen und die gesamte Produktion in ein anderes Land verlegen. Das wäre mit immensen Kosten verbunden, die Disney und Marvel sicher schultern könnten. Das größere Problem ist aber wohl: Es wäre womöglich auch mit einer massiven zeitlichen Verzögerung verbunden, weil Sets neu gebaut und teilweise neues Personal gefunden werden muss. Und Verzögerungen sind im MCU ein besonderes Problem.

    Mit "Black Panther": Ab sofort auf Disney die MCU-Hits endlich in der besten Version streamen

    Weil vieles mit vielem verbunden ist, ist es oft nicht möglich, einen einzelnen Film aus dem Startkalender rauszunehmen und nach hinten zu schieben. Das bedeutet oft, dass sich auch mehrere andere Projekte verschieben. Erst kürzlich musste Disney schon seine Kinostartdaten für 2022 und 2023 noch einmal nachjustieren und dabei gleich mehrere Titel ein wenig nach hinten schieben. Das wäre dann womöglich erneut nötig.

    Aktuell soll „Black Panther 2: Wakanda Forever“ so am 9. November 2022 in die Kinos kommen, was ohnehin schon ein sportlicher Zeitplan mit der Drehfortsetzung erst Anfang 2022 wäre. Sollte das aufgrund von Wright nicht klappen, wäre der Termin wohl kaum zu halten.

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