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    DC-Blockbuster von Steven Spielberg in der Schwebe: 200 Millionen Dollar teuer und abhängig von Plänen für Batman und Co.
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

    Es ist womöglich schon in Vergessenheit geraten, dass Steven Spielberg seit einigen Jahren an einer großen Comic-Verfilmung für Warner und DC arbeitet. Nun gibt es endlich ein Update. Das Projekt existiert, ob es umgesetzt wird, ist aber ungewiss.

    DC Comics

    Kurz nach dem Kinostart von „Ready Player One“ im Jahr 2018 sorgte es für Schlagzeilen: Steven Spielberg verfilmt die DC-Comic-Reihe „Blackhawk“. Warner und Comic-Gigant DC gaben damals in einer Pressemitteilung die Zusammenarbeit bekannt, aus welcher der Stolz richtig herauszulesen war, dass die Regielegende zum ersten Mal einen Film rund um Figuren aus dem DC-Universum machen wird.

    Damals machte sich David Koepp, der für Spielberg bereits unter anderem „Jurassic Park“ und „Krieg der Welten“ schrieb, ans Werk, den Comic zu adaptieren. Doch dann wurde es ruhig um das Projekt. Nun gab Koepp endlich ein Update.

    In einem Interview mit Collider kam er auf den Film mit dem Arbeitstitel „Blackhawks“ zu sprechen und verriet nicht nur, dass das Projekt weiter existiert, sondern lobte auch sein eigenes Drehbuch: „Wir haben ein Skript und das ist sehr gut. Wir alle denken, dass es sehr gut ist.“

    Doch woran hängt es dann?

    Die Gründe, warum es mit "Blackhawks" nicht vorangeht

    Da führt David Koepp gleich eine Vielzahl von Problemen an.

    Wohin geht es mit dem DC-Universum? So verweist Koepp darauf, dass es in den vergangenen Jahren bei Warner im Management sehr viele Wechsel gab und die aktuellen Verantwortlichen nun erst mal entscheiden müssen, was sie mit ihrem DC-Universum um die „Justice League“-Helden wie Batman, Superman und Co. machen wollen. Koepp spielt damit darauf an, dass sich bei Warner in den vergangenen Jahren die Pläne immer wieder änderten. Ging es lange Zeit darum, ein großes Universum wie bei Konkurrent Marvel zu schaffen, dürfen nun Filme wie „The Batman“ für sich stehen. Auch „Blackhawks“ soll eigentlich für sich alleine stehen.

    Der Film wird richtig teuer! Ein weiteres Problem ist das Budget. „Blackhawks“ sei einer jener Filme, die 200 Millionen Dollar brauchen. Ein solches riesiges Projekt in Gang zu bringen, sei immer ein großer Prozess. Es ist bekannt (und ja auch selbstverständlich), dass sich die Studios schwer tun, ein riesiges 200-Millionen-Dollar-Projekt zu bewilligen.

    Steven Spielbergs voller Terminplan! Ein Problem, welches Koepp nur anreißt, ist Spielbergs voller Terminplan. Gerade hat der Regisseur mit „The Fabelmans“ einen halb-autobiografischen Film gedreht, in dem er Erlebnisse aus seiner eigenen Kindheit verarbeitet. Nun steckt er mitten in der Post-Produktion. Daneben gibt es ein halbes Dutzend möglicher Projekte, die er als nächstes in Angriff nehmen kann. Koepp scheint daher unsicher, ob Spielberg die Zeit findet, „Blackhawks“ selbst zu inszenieren: „Natürlich hoffe ich, dass er das macht. Aber wenn er nicht selbst Regie führt, produziert er es hoffentlich und jemand anderes Großartiges inszeniert.“

    Das ist "Blackhawks"

    „Blackhawks“ basiert auf der Comic-Reihe „Blackhawk“, die ab 1941 erst bei Verlag Quality Comics erschien und dann ab 1957 von DC übernommen wurde. Im Mittelpunkt steht das Blackhawk Squadron, kurz die Blackhawks, ein Team von Elite-Pilot*innen verschiedener Nationalitäten, die gemeinsam im Zweiten Weltkrieg für das Gute kämpfen. Angeführt wird es von dem mysteriösen Blackhawk. Zu tun bekommen es die Flug-Asse nicht nur mit Nazis, sondern auch mit Super-Bösewichten.

    Wie Koepp verriet, wird die Adaption im Jahr 1940 spielen und soll erst einmal eigenständig und ohne Verbindung zu anderen DC-Filmen funktionieren. Bei der Planung sei es ihm und Spielberg darum gegangen, „einen großartigen Film“ zu machen und nicht über irgendwelche Universen nachzudenken. Aber natürlich sei es so, dass es am Ende immer Möglichkeiten gebe, die Filme zu verbinden, wenn das die DC- und Warner-Verantwortlichen wollen. Schließlich gibt es in Comics Zeitreisen oder irgendwelche Gimmicks, die es immer möglich machen, wenn die Verantwortlichen plötzlich sagen: „Wonder Woman muss dabei sein.“

    Während David Koepp im Interview mit Collider hofft, dass der Film zustande kommt, weil er das Skript sehr mag, bleibt also weiter abzuwarten, ob „Blackhawks“ noch kommt oder es für Warner und DC dann doch zu teuer ist und/oder nicht in ihre Pläne passt. Von Steven Spielberg erscheint derweil erst einmal „The Fabelmans“. Nach dem US-Kinostart in der Oscar-Saison Ende 2022 ist der deutsche Start aktuell für den 9. März 2023 angekündigt. Nächster DC-Realfilm hierzulande ist derweil „Black Adam“ mit Dwayne Johnson am 20. Oktober 2022.

     

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