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    Heute im TV: Dieser viel zu wenig bekannte Horrorfilm gehört zu den Highlights der durch "Scream" ausgelösten Slasher-Welle!
    15.04.2022 um 14:30
    Christoph Petersen
    Christoph Petersen
    -Chefredakteur
    Seitdem er nach „Scream“ eine Woche lang nicht schlafen konnte, jagt er diesem Gefühl hinterher – und schaut deshalb so gut wie jeden Horrorfilm.

    Nach dem Erfolg von „Scream“ im Jahr 1996 gab es unfassbar viele Nachahmer, die auf der Slasher-Erfolgswelle mitschwimmen wollten. Aber die meisten davon waren ziemlich mies. Tele5 zeigt heute Abend ab 22.35 Uhr eine der wenigen positiven Ausnahmen…

    Highlight Film

    --- Meinung ---

    Scream - Schrei!“ von „Nightmare - Mörderische Träume“-Mastermind Wes Craven ist ein absolutes Meisterwerk – und der Film, der mich persönlich in den Neunzigerjahren überhaupt erst zum Kinofan gemacht hat! Aber dieser Erfolg hat auch eine dunkle Seite – und zwar all die miesen Möchtegern-Slasher, die Ende der Neunzigerjahre den Horror-Markt überschwemmt haben, um im Schatten des großen Vorbilds den einen oder anderen Dollar abzusahnen. Ich denke da vor allem an Machwerke wie „Schrei, wenn du kannst“ mit „Angel“-Star David Boreanaz und Bond-Atomphysikerin Denise Richards…

    Aber es gab auch Ausnahmen, die zu Unrecht als „Scream“-Klone abgeschrieben wurden, doch in Wahrheit viel mehr zu bieten hatten. Besonders tragisch ist das zum Beispiel im Fall von „Dich kriegen wir auch noch“. Die Horror-Satire von David Nutter ist nämlich noch nicht mal ein richtiger Slasher, aber er wurde von den allermeisten trotzdem für einen gehalten, ganz einfach weil Poster & DVD-Cover (siehe Foto oben) genauso aufgemacht waren wie alle Teenie-Metzelfilme in den Neunzigern.

    Tele5 zeigt „Dich kriegen wir auch noch“ heute Abend ab 22.35 Uhr – allerdings leider nur die FSK-16-Fassung (es fehlen bei 15 Schnitten fast zwei Minuten). Die ungekürzte FSK-18-Fassung gibt es hingegen nur auf DVD:

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    Und wer noch Stoff für den nächsten Schrottfilm-Abend braucht:

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    Nieder mit den Streber*innen!

    Darum geht’s in „Dich kriegen wir auch noch“: Steve Clark (James Marsden) muss sich in seiner neuen High School zwischen verschiedenen Cliquen entscheiden. Da gibt es etwa die Blue Ribbons, die sich ganz dem Wohle der Menschheit und dem Streben nach Erfolg verschrieben haben – allerdings auch immer mal wieder kleine Ausraster haben, bei denen sie schon mal ihren Freundinnen das Genick brechen. Auf der anderen Seite gibt es die kiffenden Nichtsnutze um Gavin (Nick Stahl) und Rachel (Katie Holmes mit rebellischem Nasenpiercing).

    Steve entscheidet sich für die sympathischen Außenseiter – zumindest bis die Blue Ribbons und ihr Anführer Dr. Edgar Caldicott (Bruce Greenwood) aus Gavin in einer einzigen Nacht einen rücksichtslosen Streber und Saubermann machen. Damit ist für Steve und Rachel endgültig klar, dass da was nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam mit dem debilen Rattenfänger Dorian (William Sadler) ziehen sie in die entscheidende Schlacht gegen die lernfreudigen Musterschüler*innen…

    Darum lohnt sich „Dich kriegen wir auch noch“: Mit politischen Seitenhieben hält sich der Film nicht zurück. So ist der Bösewicht zwar ein typischer Vertreter der Gattung „verrückter Professor“, aber er wird bei seinem Bestreben, die Jugend in einen Haufen „perfekter Amerikaner“ zu verwandeln, auch von der konservativen Staatsmacht unterstützt.

    Die Meisterleistung von „Game Of Thrones“-Regisseur David Nutter bleibt aber die ironisch überhöhte Darstellung des High-School-Cliquensystems, das zwar schon in vielen Teenie-Filmen aufgegriffen wurde, mit dessen Klischees aber selten so amüsant und gekonnt jongliert wurde wie in „Dich kriegen wir auch noch“.

    Die ausführliche FILMSTARTS-Kritik zu "Dich kriegen wir auch noch"

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