Als Filmemacher lockte er Millionen von Menschen in die Kinos, doch den meisten von uns ist er als Schauspieler bekannt: Til Schweiger ist einer der berühmtesten Promis Deutschlands und konnte sogar in Hollywood Fuß fassen. Was viele gar nicht mehr wissen: Der „Keinohrhasen“-Star startete seine Karriere vor 36 Jahren (!) in einer kultigen Kitschserie.
Seine allererste Rolle: Til Schweiger hatte seinen Durchbruch in der Lindenstraße
Heute ist Til Schweiger eine echte Größe im Filmgeschäft, aber jeder fängt mal klein an: Schweiger entschied sich erst nach einigen beruflichen Umwegen im Alter von 23 Jahren dazu, seiner wahren Leidenschaft zu folgen und eine Schauspielausbildung zu absolvieren. Der Nachwuchs-Darsteller beginnt im Theater aufzutreten und hält sich als Synchronsprecher für Pornofilme über Wasser.
1990 ergattert der Schauspieler dann aber endlich eine Rolle, die sein Leben für immer verändern sollte: Til Schweiger steigt bei der Kultserie „Lindenstraße“ ein – in der Rolle des Jo Zenker. In der Serie begeistert Schweiger als junger, gutaussehnder Sunnyboy, der nach dem Abitur von der Bundeswehr eingezogen wurde und deshalb ab und zu seine Familie in der Lindestraße besucht. Leider gefiel es dem jungen Schaupieler so gar nicht am Set der Serie, wie er in der Neuen Osnarbrücker Zeitung gestand. Er sei nicht gern zur Arbeit gegangen, weil es zu wenig künstlerische Freiheiten gegeben haben soll.
ARD
Nach der Kitsch-Seifenoper ging es für Til Schweiger steil bergauf
Obwohl Til Schweiger in der Lindenstraße nur eine Nebenrolle spielte, gelang ihm direkt im Anschluss der Sprung auf die Kinoleinwand. 1991, also nur ein Jahr nach seinem Schauspiel-Debüt in der ARD-Seifenoper, war Til Schweiger in der Klamauk-Komödie „Manta Manta“ zu sehen.
Buena Vista
Nach und nach mauserte sich Schweiger zum erstzunehmenden Film-Darsteller, der sogar in internationalen Hollywood-Produktionen wie „Lara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens“ (2003) und „Inglourious Basterds“ (2009) zu sehen ist. Als wäre das nicht genug, startete der gebürtige Freiburger auch noch als megaerfolgreicher Filmemacher durch, der mit Hits wie „Honig im Kopf“ für einige der größten deutschen Filme der 2000er und 2010er sorgte. Leider fällt Schweiger in den letzten Jahren eher durch sein turbulentes Privatleben als durch seine Filme auf.