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    Pro & Contra zu "Glass": Ist es wirklich eine gute Idee, dass Shyamalan seine Filme selbst bezahlt?
    Von Julius Vietzen, Christoph Petersen — 27.01.2019 um 12:00
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    Seit „The Visit“ finanziert M. Night Shyamalan die Budgets seiner Filme komplett aus der eigenen Tasche. Auch die 20 Millionen Dollar für „Glass“ hat er selbst gezahlt. Wir diskutieren, ob das seinen Filmen schadet oder hilft...

    Contra:

    Shyamalans Do-It-Yourself-Stil funktioniert nicht (mehr)

    Von Julius Vietzen

    Nachdem er mit den teuren Möchtegern-Blockbustern „Die Legende von Aang“ und „After Earth“ auf die Schnauze gefallen ist, hat der bei den Studioentscheidern in Ungnade gefallene M. Night Shyamalan um das Jahr 2014 eine drastische Entscheidung gefällt: Statt um Budgets zu betteln, bezahlt er die Kosten für seine Filme seitdem einfach aus eigener Tasche, streicht dafür aber auch die Gewinne selbst ein. Und bei „The Visit“ (fünf Millionen Dollar Budget, 98 Millionen Dollar Einspiel) und „Split“ (neun Millionen / 278 Millionen) hat diese Do-It-Yourself-Vorgehensweise auch ganz wunderbar funktioniert – und das nicht nur finanziell.

    Schließlich braucht man für einen kleinen, aber feinen Horror-Schocker wie „The Visit“ oder einen fiesen Psychothriller wie „Split“, der vor allem von James McAvoys schauspielerischer Glanzleistung als 24 verschiedene Persönlichkeiten von Kevin Wendell Crumb lebt, eben auch kein großes Budget. Doch bei „Glass“ hat Shyamalans Eigenfinanzierungsmodell für mich endgültig nicht mehr funktioniert – aus verschiedenen Gründen.

    Öde Action, lahmer Horror

    Zum einen zeigt sich das verhältnismäßig schmale Budget nämlich an den Action- und Horrorszenen. Zwar beginnt das erste Aufeinandertreffen der Bestie (James McAvoy) mit David Dunn (Bruce Willis) durchaus stark, besteht dann jedoch gefühlt nur noch daraus, dass sich die beiden Kontrahenten gegenseitig würgen, während Shyamalan zwischen ihren Perspektiven hin und her schneidet.

    Auch beim zweiten Duell der übermenschlich starken Wesen blitzt immer mal wieder Shyamalans inszenatorische Klasse auf, etwa wenn die Bestie Dellen in die Seite eines Transporters hämmert, was dann aus der Perspektive der verängstigten Menschen im Fahrzeug gezeigt wird. Doch irgendwann artet der Kampf dann wieder in ödes Gewürge aus. Dass hier wie bei einem „Man Of Steel“ ganze Häuserblöcke plattgemacht werden, muss überhaupt nicht sein. Doch insgesamt waren mir beide Actionsequenzen viel zu dröge.

    Bei den Horrorszenen ist es ähnlich. Als die Bestie während des Finales etwa einen Polizisten tötet, zieht sie diesen zwischen zwei geparkte Autos und der Zuschauer bekommt von dem Gemetzel nichts zu sehen. Wäre das die einzige derartige Szene, könnte man das vielleicht noch als clever inszenierten Schockmoment durchgehen lassen, der das Schlimmste der Fantasie des Zuschauers überlässt. Aber mir sind immer wieder ähnliche Szenen aufgefallen, bei denen womöglich auch aus Kostengründen Dinge nicht gezeigt wurden – und in der Häufung ist das dann nur noch langweilig.

    Irrungen und Wirrungen

    „Glass“ ist bei den internationalen Kritikern insgesamt längst nicht so gut weggekommen wie zuvor „The Visit“ und „Split“ – und das liegt in erster Linie daran daran, dass „Glass“ vor allem im Mittelteil eine einzige erzählerische Enttäuschung ist. Der ganze Teil in der Anstalt ist viel zu wirr und verquer geraten und ergibt spätestens nach dem ersten Twist - Dr. Ellie Staple (Sarah Paulson) gehört einer Geheimgesellschaft an, die die Existenz von Superhelden geheim halten will – für mich überhaupt keinen Sinn mehr: Wenn das wirklich das Ziel von Dr. Staple & Co ist, warum heuert man dann die wohl unfähigsten Wärter und Pfleger der Kinogeschichte an, um drei so gefährliche Individuen wie Kevin, David und Elijah (Samuel L. Jackson) zu bewachen? Nur dadurch wird nämlich der zweite, finale Twist möglich, in dem Elijah der Welt die Existenz von Superhelden offenbart – was aber so auch nicht funktioniert.

    Im Interview hat uns Shyamalan verraten, dass Disney und Universal ihn bekniet hätten, für „Glass“ bezahlen zu dürfen, und dass er locker das Vierfache des Budgets hätte haben können. Ob mehr Geld geholfen hätte, darüber lässt sich streiten. Aber vielleicht hätte er das Angebot schon allein deswegen annehmen sollen, damit nochmal jemand über sein Drehbuch drüberliest.

    Pro:

    Selbst zu bezahlen, bedeutet nicht nur die Freiheit, Scheiße zu bauen

    Von Christoph Petersen

    Wenn man in Hollywood mit einem Kreativen spricht, dann hat jeder von ihnen mehr als nur eine Horrorgeschichte über unfähige, absolut gar nichts kapierende, sich an Marktforschungsergebnisse oder Haben-wir-schon-immer-so-gemacht-Traditionen klammernde, nur auf ihren eigenen finanziellen Vorteil bedachte oder auch einfach nur rückgratlos-feige Studioverantwortliche zu erzählen. Da kann es doch nur eine gute Idee sein, diese außer Geld kaum etwas Essentielles zur eigentlichen Arbeit beisteuernden Erbsenzähler aus dem kreativen Prozess herauszunehmen. Oder?

    M. Night Shyamalan konnte „Unbreakable - Unzerbrechlich“, übrigens mein persönlicher Lieblingsfilm von ihm, damals überhaupt nur realisieren, weil er nach dem Megaerfolg „The Sixth Sense“ ein Stück weit als unfehlbar galt. Wobei ihm die Marketing-Verantwortlichen von Disney trotzdem noch ausgeredet haben, in der schließlich völlig am eigentlichen Werk vorbeischießenden Werbekampagne die Worte „Comic“ und „Superheld“ auch nur zu erwähnen. Dass „Glass“ jetzt längst nicht so gut geworden ist, hängt da für mich weniger mit der Finanzierungsmethode zusammen, als vielmehr mit dem Fakt, dass nicht jeder Film ein Volltreffer sein kann (und bei „The Visit“ und „Split“ hat es ja auch schon funktioniert).

    Limitationen sind die wahre Würze

    Aber viel wichtiger als die Freiheiten, die eine solche Selbstfinanzierungen eröffnet, finde ich ohnehin die Limitationen, die das Aus-der-eigenen-Tasche-Bezahlen eben auch mit sich bringt. Wenn ihm Universal oder Disney tatsächlich das Vierfache des Budgets zur Verfügung gestellt hätte, hätte das dem Film meiner Meinung nach aber eher geschadet als geholfen: Für mich ist gerade spannend, wie Shymalan die klassischen Erwartungen des Zuschauers an einen Superheldenfilm in „Glass“ konsequent unterläuft. Und auch Shyamalan selbst hat erkannt, dass er die Konkurrenz auf ihrem Feld, dem Wir-schmeißen-einfach-Unsummen-an-Geld-und-Effekten-auf-die-Leinwand, sowieso nicht schlagen kann.

    Mit diesen Limitationen meine ich im Fall von „Glass“ auch nicht nur den Marvel-Tower-Tease: Schon früh im Film gibt es in Form einer Schlagzeile auf der Titelseite eines Architekturmagazins einen klaren Hinweis darauf, dass das Finale des Films – vergleichbar mit einem typischen Marvel-Showdown – auf dem neueröffneten höchsten Gebäude der Stadt stattfinden könnte. Stattdessen gibt es einen Schlusskampf auf einem schnöden Parkplatz. Vielmehr verzichtet Shyamalan auch bei der Inszenierung der einzelnen Actionszenen auf den schnellen Überwältigungseffekt zugunsten eines Spiels mit den Genrekonventionen. Es gibt MEHR als genug Comic-Blockbuster – da ist mir so ein Ansatz wie hier viel lieber. Und selbst wenn Shyamalan den an einigen Stellen nur gewählt haben sollte, um seinen eigenen Geldbeutel zu schonen, was ich übrigens nicht glaube: Wenn interessierts? Das Ergebnis zählt. (Nur bei der bisweilen mauen CGI-Qualität fällt mir leider auch keine Entschuldigung ein.)

    „Glass“ läuft seit dem 17. Januar in den deutschen Kinos.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Glass"

     

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    Kommentare
    • schoenerAndi
      Vergleicht man Glass mit „The World‘s End“, dann haben beide ein Budget von 20 Millionen. Nur bietet World‘s End kreative, lustige und einfach gute Action.Ich fand Glass furchtbar, weil es nur um Avoy‘s Figur ging und das hat mich auf Dauer genervt! Und das Ende war peinlich gemacht. Wahrscheinlich lag es am Geld für die Schauspieler...
    • l-vizz
      Völlig überbewertet der Gute. Sixth Sense war gut. Der Rest Durchschnitt. Habe Glass jetzt wieder im Kino gesehen. Prädikat OK. Mehr geht da nicht.
    • Bruce Wayne
      Ja, ist gelungen. Einzig die POV-Sequenzen waren mMn unpassend.
    • Luphi
      Inszenatorisch kann man Glass nicht viel ankreiden. Das sieht schon gut aus. Wie dort bspw. mit der Farbgebung gespielt wird, hat mir echt gut gefallen.
    • Doomsman
      Und wenn sie trotzdem da sind, wenigstens mit einer Spoilerwarnung.
    • WhiteNightFalcon
      Solange Shyamalan mit eigenem Geld immernoch bessere Filme macht, als mit Studiokohle (= Die Legende von Aangh) ist doch alles gut.Für Meisterwerke halte ich trotzdem keinen seiner Filme. Weder The Sixth Sense, noch Unbreakable.
    • King M
      Ich persönlich finde es ja gut, dass der Regisseur(Shyalaman) den Film nicht zu CGI lästig gemacht hat, da dies auch bei unbreakable und split auch nicht gerade der Fall war...Ich persönlich hatte bei dem Film wieder genau dieselbe Stimmung, wie ich sie auch bei den Vorgängern hatte (fand ich gut...)Wenn jemand anderer Meinung ist, ist diese auch sicher sehr berechtigt, da doch sehr vieles der Phantasie der Zuschauer über lassen wurde... Aber genau das fand ich auch gut...
    • lex s
      Auf der Liste mit den dümmsten Älihäns, stehen die auf jedenfall ,mit den Krieg der Welten Viechern, ganz oben. Bei all dem Fortschritt, sollte man eigentlich erwarten können, dass die in der Lage sind einen Planeten vernünftig zu überprüfen, bevor man eine Invasion startet. Aber die haben bestimmt nen Dartpfeil auf die Sternenkarte geworfen. Wo er trifft, fliegen wir ein, yay! Ich bin auf jedenfall mit nem Schnupfen und ner Supersoaker vorbereitet😁
    • CineMan
      1. In einem Pro & Contra Artikel über die Finanzierung von Filmen müssen und sollten keine Spoiler erwähnt werden Herr Vietzen!2. Der Punkt geht definitv an Herrn Petersen.
    • Bruce Wayne
      Dafür war er immerhin gut inszeniert. Kann man nicht von all seinen Filmen behaupten.
    • isom
      Signs ist immer noch einer der unheimlichsten Filme ,die ich kenne ,da ignoriere ich auch die Plotlöcher (Wasser,Türen).
    • greekfreak
      The Happening ist wenigstens unfreiwillig komisch,der gehört in die Kategorie:So sch**sse das es wieder lustig ist, Wahlberg hat´s perfekt auf den Punkt gebracht(It´s the trees,the f*cking trees man!) aber den Rest kann man in die Tonne kloppen.Alleine Signs,Crom´s Balls!Fast 2 Stunden lang,langweiliges rumteasern,sind jetzte die Aliens gekommen oder ist das alles nur Paranoia? Was ist die geniale Auflösung? Oh ja,es sind Aliens,sogar kleine graue Männchen und jetzt kommts,sie vertragen kein Wasser! Die haben interstellares Reisen gemeistert,aber noch nie was von Regenschirmen gehört,diese Technologie ist einfach zu weit entwickelt.Ganz zu schweigen,das es eine doofe Idee ist,einen Planeten erorbern zu wollen,der zu 2/3 aus Wasser bestehtund wo es regelmässig regnet.Die wohl gehirnamputierteste Alien-Invasion der Filmgeschichte!
    • Rockatansky
      One Hit Wonder würde ich jetzt nicht sagen. Ich halte Shyamalan auch heute noch für fähigen Mann und bewundere vor allem die ruhige Erzählweise Seiner Filme. Ich fand sogar Signs (muss ich auch gut finden, war der erste Kinobesuch mit meiner Frau) und mit Abstrichen The Village noch gut. Selbst the Happening hatte einige gelungene Elemente. Sicher waren auch echte Rohkrepierer dabei, aber die haben viele gute Regisseurer in Ihrer Vita. Das Zitat wirkt allerdings in der Tat arg arrogant und erinnert nicht wenig an die grandiose Marketingabteilung Sony's, die kurzerhand erklärte, dass alle die den Feigbusters-Streifen nicht komisch finden eben Sexisten sind...
    • Bruce Wayne
      In der Tat etwas voreingenommen. Shymalan hat durchaus Talent, nur leider auch ein großes Ego. Er erinnert mich immer wieder an eine abgemilderte Version von Lars von Trier, um ehrlich zu sein. Unbreakable ist bsp. ein toller Film, egal ob mit Twist oder ohne. Und the Sixth Sense ist auch vor dem Twist gut inszeniert worden. Glass ist wieder ein sehr polarisierendes Werk, aber der Film hat absolut auch seine positiven Aspekte.
    • greekfreak
      Soll Shamalalaladingdong doch sein eigenes Geld verpulvern,als Regisseur ist der Typ eh nur ein gehyptes One Hit Wonder,der vor 20 Jahren mal einen guten Film gemacht hat,der im Grunde nur ein lahmer Mystery-Thriller mit genialen Twist ist.Die Kollegen von Southpark haben´s in ihrer Imagination Land Folge,perfekt auf den Punkt gebracht: Es braucht mehr als nur einen guten Storytwist,um einen guten Film zu machen. (in der selben Folge kriegt auch M.Bay sein Fett weg.)O.K. ich bin hier etwas voreingenommen als Avatar-Fanboi,aber alleine schon wegen seiner arroganten Art (Zitat:Mein Regiestil ist zu europäisch,deshalb komme ich bei den US Kritikern und Publikum nicht gut an.) gönne ich ihn jeden Flop.
    • Sentenza93
      Hauptproblem des Films bleibt das Drehbuch.
    • Bruce Wayne
      Also die maue Action war das geringste Problem von Glass. Viel mehr hätte Shymalan einer Vertrauensperson erlauben sollen, noch mal das Drehbuch zu überprüfen. Wäre dieses nicht so chaotisch und unfokussiert gewesen, dann hätt ich kein Problem mit dem Film gehabt.
    • Gravur51
      SPOILER: Ein David Dunn, der gegen eine Tür aus Stahl läuft, die dann immer mehr Dellen aufweist, vermittelt hundertmal mehr Gefühl für Wucht und Kraft der Figur als ein Superman, der ne CGI Stahlwand mit Leichtigkeit verbiegt. Nennt sich inszenatorisches Talent.
    • Gravur51
      Da es sich bei Dunn und der Bestie nicht um götterähnliche Kreaturen wie Man of Steel oder Thor handelt, sondern es geerdete Superhelden sind, erwartet auch niemand Action a la Man of Steel. Das wäre „Defeating the purpose“ und sollte mittlerweile jedem (vor allem professionellen Filmkritikern) einleuchten. Wer Action Gedöns sucht geht in einen Marvel Film. Qualitativ hat sich Shyamalans neuer Weg also als positiv erwiesen und ich kann ihm nur raten, weiter seinen eigenen Weg zu gehen.
    • Rockatansky
      Hab Glass jetzt noch nicht gesehen, aber dennoch finde ich den Ansatz weg von den großen Bigbudget-Filmen zu gehen, durchaus erfrischend. In letzter Konsequenz fördert dies auch die Kreativität der Filmschaffenden, was, wenn man Hollywood ehr kritisch beäugt, ein absoluter Segen wäre.
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