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    "Angel Has Fallen": So wahrscheinlich ist eine Fortsetzung
    Von Carsten Baumgardt — 06.09.2019 um 20:00
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    Mit „Angel Has Fallen“ gibt es jetzt bereits drei „… Has Fallen“-Filme – eine runde Sache. Hauptdarsteller Gerard Butler hat eigentlich auch genug, aber es gibt dennoch gute Gründe für ein weiteres Sequel.

    Universum Film

    Normalerweise werden Franchises von Film zu Film immer teurer, weil Stars aufgrund der offensichtlichen Erfolge mehr Geld verlangen und die Macher mehr von allem bieten wollen, um das Interesse der Zuschauer zu (be)halten. Bei der „… Has Fallen“-Action-Reihe ist das anders – da werden die Nachfolger immer billiger, was sich als gutes wirtschaftliches Rezept herausstellt. Nachdem der Überraschungserfolg „Olympus Has Fallen“ (2013) noch 70 Millionen Dollar reine Produktionskosten verschlang und weltweit 170 Millionen einnahm, kam der zweite Teil „London Has Fallen“ mit 60 Millionen aus und generierte dafür mit 205 Millionen sogar noch mehr Geld an der Kinokasse.

    Die Zahlen würden einen vierten Teil möglich machen

    Die obligarorischen Spezialeffekte waren bei Gerard Butlers nimmermüder Präsidenten- und Weltretter-Tätigkeit als Super-Bodyguard Mike Banning noch nie besonders herausragend, bestenfalls mittelmäßig. Irgendwo kommt der moderate Preis für die Herstellung schließlich her – Roland Emmerich zum Beispiel verbriet für seinen „Olympus Has Fallen“-Doppelgänger „White House Down“ satte 150 Millionen Dollar. Für Teil drei, „Angel Has Fallen“, gaben die Produzenten nun nur 40 Millionen Dollar aus. Und in Nordamerika ist der Film ein Nummer-1-Hit, der bisher bereits 46,8 Millionen Dollar eingespielt hat. Ein US-Einspielergebnis von rund 65 Millionen Dollar am Ende der Kinoauswertung ist derzeit wahrscheinlich. Läuft der Actioner weltweit auch gut und kommt auf globale Kinoerlöse in Höhe von 150 bis 200 Millionen Dollar, wäre eine weitere Fortsetzung wirtschaftlich für die produzierenden Studios Lionsgate und Millennium fast schon ein Muss.

    Wird nicht müde: Morgan Freeman als Präsident Allan Trumbull in "Angel Has Fallen"

    Um irgendwelche Ansprüche geht es bei der Brutalo-Action-Reißer-Reihe sowieso nicht – Spaß und Unterhaltung stehen hier im Vordergrund. Die Handlung und das Ende von „Angel Has Fallen“ würden einen vierten Teil problemlos hergeben. Fliegende Wechsel bei der Besetzung der Nebenfiguren sind ebenfalls kein Problem. Da übernimmt der 82-jährige Morgan Freeman („Sieben“) kommentarlos als ehemaliger Sprecher des Repräsentantenhauses und Vize-Präsident jetzt das höchste politische Amt in den USA von Aaron Eckhart, weil der keine Lust mehr hatte, Präsident Benjamin Asher zu spielen. Oder Piper Perabo ersetzt in „Angel Has Fallen“ Radha Mitchell als Mike Bannings Ehefrau Leah.

    “Olympus Has Fallen 4“: Noch keine offizielle Bestätigung

    Nur einer ist nicht entbehrlich: Hauptdarsteller Gerard Butler („Geostorm“). Ohne den schottischen Action-Haudegen wird die „… Has Fallen“-Reihe nicht funktionieren. Der 49-Jährige hatte zuletzt vor dem Start des dritten Teils angedeutet, dass er darauf hoffe, dass das Franchise mit „Angel Has Fallen“ abgeschlossen werde. Doch mitunter finden sich gute Argumente, Butler zum Weitermachen zu bewegen. Die Macher haben das Budget im Griff, die Fans zeigen keine Ermüdungserscheinungen. Eine Fortsetzung ist derzeit offiziell noch nicht bestätigt, aber eher wahrscheinlich. Es steht zu vermuten, dass die Produzenten die weltweiten Ergebnisse abwarten und dann eine Entscheidung über einen weiteren Teil treffen.

    „Angel Has Fallen“ läuft seit dem 31. August 2019 in den deutschen Kinos. Nach rund 86.000 Zuschauern am ersten Wochenende in Deutschland (nur 5.000 weniger als bei „London Has Fallen“) steuert „Angel Has Fallen“ nach den Donnerstagszahlen (5. September 2019) auf ein zweites Wochenende mit 70.000 Besuchern hin – das würde nur einen geringen Verlust gegenüber der Vorwoche bedeuten. Somit ist der Film in Deutschland auf Kurs, die knapp 400.000 Gesamtbesucher von „London Has Fallen“ zu erreichen.

    FILMSTARTS-Kritik zu "Angel Has Fallen"


     

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    Kommentare
    • Larry Lapinsky
      Ich berufe mich nicht auf irgendwelche Zahlen, sondern gehe danach, wie das CGI konkret aussieht. Denk z. B. an die Surf-Szene aus Die another day mit Pierce Brosnan - grottigst und billigst!!! Trotz vermutlich hohen Budgets, was man anderswo im Film ja durchaus auch sieht ... Und mit der Meinung stehe ich nicht alleine da, weil ich mich noch an die Forendiskussionen von damals erinnere. Ich will die Filme ja auch gar nicht per se schlechtreden, sondern finde die Reihe halt einfach mittelmäßig, aber durchaus guckbar.
    • greekfreak
      Olympus has Fallen war ein richtig schöner,altmodischer,reaktionärer, Rated-R in die Fresse-Actionkracher.Dagegen war White House Down nur Kinderkacke.Alleine der Vergleich der 2 Hauptdarsteller, die schottische Charismabombe und KING OF F*CKING SPARTA vs. der männlichen Barbie,also bitte.Ist so bisschen wie mit ´nem amtlich,fettigen Cheeseburger,du weisst es ist ungesund aber geil.Teil 2 war deutlich schwächer,kann man sich aber an einem verkaterten Sonntag Nachmittag gut geben,hat man Spass mit.Teil 3 scheint da in die selbe Richtung zu gehen.
    • GamePrince
      Ich finde ja der aktuelle dritte Teil ist der schlechteste Teil der Reihe - aber durch die Bank unterhaltsam ist er durchaus.
    • Barney Ross
      Billig produziert bei einem Budget von $70 Million, soso. Und WHD ist nur ein mieser Abklatsch, und OHF weit unterlegen.
    • Larry Lapinsky
      Ich verstehe nicht so recht, was die Leute an dieser Reihe finden: Schon der erste Teil war extrem billig produziert und das damalige Konkurrenzprodukt White House Down um Längen besser. Dennoch konnte auch ich als Action-Fan die Filme trotzdem gut konsumieren, aber ein echtes Qualitäts-Franchise ist das beileibe nicht!
    • FilmFan
      Unterschreib ich.
    • FilmFan
      Klar das sich die Kritiker bei derartigen Filmen verwundert die Augen reiben wenn sich genug Leute finden die auch mal rein simple Actionfilme mögen. In den 80ern wurden derartige Streifen am Fließband produziert. Heute besitzen diese Filme (wie z.B. mit Chuck Norris oder Michael Dudukoff) unter Fans nen Kultstatus.Und ich bin der klaren Meinung, ehe diese Art Klassischer Action Film ausstirbt, gerne mehr davon. Selbst als inzwischen Riesen Fan diverser Superheldenfilme aus dem Hause MCU bin ich dem klassischen Old School Actioner immer treu geblieben. Und Fans des klassischen Actionfilm werden dieses Jahr mit Hobbs and Shaw, Angel Has Fallen und Rambo 5 gut bedient.Wie Cap so schön sagt: Kann den ganzen Tag so weiter gehen.
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