Das von Mojang Studios veröffentlichte Spiel „Minecraft“ ist mittlerweile das meistverkaufte Videospiel aller Zeiten und begeistert seit 2009 Spieler*innen jeden Alters. Das Spiel überzeugt durch seine Sandbox-Struktur, die den Nutzer*innen nahezu unbegrenzte Freiheiten beim Erbauen von Welten aus den charakteristischen quadratischen Blöcken lässt. Kein Wunder also, dass die Verfilmung des beliebten Games, „Ein Minecraft Film“, seit seiner Premiere in der letzten Woche ein voller Erfolg ist. Mit Stars wie Jack Black und Jason Momoa übertraf der Film alle Erwartungen und spielte am ersten Wochenende weltweit mehr als 300 Millionen US-Dollar ein.
Doch auch wenn die Videospiel-Verfilmung ein Publikumsmagnet ist, bei manchen Kritiker*innen kommt der Film nicht ganz so gut an. Dabei wird vor allem die Schauspielleistung von Jack Black kritisiert. So schrieb zum Beispiel Clarisse Loughrey vom Independent, der Schauspieler aus „School of Rock“ wirke wie „ein verzweifelter Clown auf einer schlecht besuchten Kinderparty“. Dabei sollte Black ursprünglich gar nicht die Rolle von Steve übernehmen, sondern Schauspieler Matt Berry.
"Ein Minecraft Film": Viele Fans bedauern den Ausfall von Matt Berry
Diese Information wurde nun durch den Newsletter Puck enthüllt: So wird berichtet, dass Matt Berry, der britische Star aus Serien wie „Toast Of London“, „The IT Crowd“ und „What We Do In The Shadows“, ursprünglich für die Rolle des Steve vorgesehen war. Aber aufgrund von Terminkonflikten, die durch den Schauspielerstreik 2023 in Hollywood verursacht wurden, musste er die Rolle absagen. Berry ist stattdessen nur in einer kleinen Rolle als Stimme des Dorfbewohners in der Mid-Credits-Szene zu hören (zumindest in der englischen OV-Fassung).
Auf X (ehemals Twitter) entstand daraufhin eine Diskussion darüber, ob Berry nicht besser in die Rolle von Steve gepasst hätte als Jack Black. Und viele Fans kommen zu dem Schluss: Es wäre ein größerer Gewinn für den Film gewesen, wenn Berry, der für seine übertriebenen Sprüche bekannt ist, die Hauptrolle gespielt hätte – vor allem, wenn er die beliebte Minecraft-Phrase „Chicken Jockey“ hätte sagen können.
„Ich sage jetzt definitiv nicht ‚Chicken Jockey‘ mit der Stimme von Matt Berry...“, meinte ein User ironisch. Eine Person schrieb in diesem Zusammenhang: „Hin- und hergerissen zwischen ‚Matt Berry ist zu gut dafür‘ und ‚Ich will ihn Chicken Jockey sagen hören‘.“ Auch weitere Kommentator*innen schlossen sich diesem Punkt an und schrieben auf X: „Ich lache wirklich sehr, wenn ich mir vorstelle, dass Matt Berry ‚Chicken Jockey‘ sagt. Vielleicht wäre es ein guter Film geworden, wenn das passiert wäre.“
Für die, die sich jetzt fragen, was mit „Chicken Jockey“ gemeint ist, gibt es hier die Antwort: Ein Chicken Jockey ist ein Baby-Zombie, der auf einem Huhn reitet – ein extrem seltenes Phänomen im Spiel „Minecraft“. Um eins zu sehen, müssen die Spieler warten, bis Zombies auftauchen, was nur nachts passieren kann. Dann müssen sie hoffen, dass es sich bei dem Zombie um ein Baby handelt, was ebenfalls selten vorkommt. Und dann muss das Huhn auch noch nah genug sein – erst dann kann ein „Chicken Jockey“ entstehen.
Warner Bros.
In der Videospiel-Verfilmung sieht Jack Blacks Figur in einer Szene, wie ein Baby-Zombie in einem Boxring auf den Rücken eines Huhns fällt, daraufhin ruft Black alias Steve „Chicken Jockey“. Die Szene führt bei vielen Vorstellungen dazu, dass die Kinobesucher durch Schreie oder Popcorn-Werfen ganze Kinosäle ins Chaos stürzen – in manchen Fällen musste sogar schon die Polizei anrücken.
Ob trotz oder wegen Jack Black – „Ein Minecraft Film“ ist auf jeden Fall ein Hit an den Kinokassen. Bei dem Erfolg ist es kein Wunder, dass auch Netflix ein Stück vom Kuchen abhaben will und auf den „Minecraft“-Zug aufspringt:
Nach dem "Minecraft"-Film: Das Erfolgs-Game bekommt auch eine Netflix-Adaption!