Wer im Jahr 2015 die Wahl zum Jugendwort des Jahres verfolgt hat (womit ihr eher nicht zur Gen Z gehören dürftet…), erinnert sich vielleicht noch an das Gewinner-Wort „Smombie“. Als eine Mischung aus „Smartphone“ und „Zombie“ sollte es einen Menschen bezeichnen, der nur auf sein Handy starrt und seine Umgebung dadurch kaum wahrnimmt – benutzt hat dieses merkwürdige Wort aber eigentlich niemand, weswegen damals eine Debatte entbrannte, ob es nicht nur eine Erfindung im Rahmen der Wahl war. Was das alles mit Stephen King, Horror und dem heutigen Fernsehprogramm zu tun hat? So einiges!
Denn in der Romanverfilmung „Puls - Wenn alle vernetzt sind ist keiner sicher“ gibt es tatsächliche Smartphone-Zombies – und die sind es nicht nur deshalb, weil sie scheinbar willenlos aufs Display glotzen. Wenn es also irgendwo Smombies gibt, dann hier, und sehen könnt ihr das Ganze heute Abend im TV: Tele 5 zeigt „Puls“ mit John Cusack und Samuel L. Jackson am Dienstag, den 20. Mai 2025 um 22 Uhr. Eine Wiederholung gibt es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um 2.10 Uhr. Wer die Ausstrahlung verpasst hat, kann den Sci-Fi-Horror zum Beispiel als kostenpflichtiges Video-on-Demand schauen:
"Puls": Das Handy als Todesfalle
Als Stephen King 2006 seinen Roman „Cell“ veröffentlichte, der in Deutschland unter dem Titel „Puls“ auf den Markt kam, sahen Handys noch deutlich anders aus als heute, waren nicht smart, sondern dienten lediglich zum Telefonieren und SMS schreiben – was schon reichte, um die Menschheit komplett abhängig von dieser neuen Technologie zu machen und King zu einer Schauergeschichte zu inspirieren. In „Puls“ wird nämlich eines Tages über das Mobilfunknetz ein mysteriöses Signal gesendet, das alle, die gerade telefonieren, zu mörderischen Marionetten macht, die sich in Schwärmen zusammenschließen.
Schnell werden sie von denjenigen, die der Katastrophe entkommen sind, „Phoner“ genannt. Durch ein kollektives Bewusstsein verbunden, machen die Phoner Jagd auf alle, die noch nicht einem Schwarm angehören – um ihn zu einem letzten Telefonat zu zwingen…
In der Verfilmung von „Paranormal Activity 2“-Regisseur Tod Williams ist John Cusack als Clay Riddell zu sehen, dessen Handy-Akku gerade leer ist, als der Wahnsinn losgeht. Während sich nahezu alle Menschen um ihn herum in Tötungsmaschinen verwandeln, versucht Clay verzweifelt zu seinem Sohn zu gelangen, der sich in einer anderen Stadt befindet. Unterstützung bekommt er von zwei anderen Überlebenden: dem U-Bahnfahrer Tom McCourt (Samuel L. Jackson) und der Jugendlichen Alice (Isabelle Fuhrman).
Lohn sich das Einschalten bei "Puls"?
Stephen King schrieb selbst am Drehbuch zu „Puls“ mit – was dem Horror-Thriller jedoch kaum geholfen hat. Was auch daran liegen mag, dass auch schon die literarische Vorlage zu den schwächeren Werken Kings gehört, wie die Autorin dieses Artikels findet. Für die Adaption hagelte es schlechte Kritiken: Bei Rotten Tomatoes kommt „Puls“ auf gerade einmal 11 Prozent positive Besprechungen.
Bei der Kritiken-Sammelseite Metacritic, bei der die Reviews nicht nur in „positiv“ und „negativ“ unterteilt, sondern auf einer Punkteskala von 0 bis 100 eingeordnet werden, gibt es für „Puls“ im Durchschnitt sehr magere 38 Punkte. Und wie sieht es bei uns von FILMSTARTS aus? Da kommt die Stephen-King-Verfilmung mit 2,5 von 5 möglichen Sternen noch glimpflich davon – was euch vielleicht davon überzeugt, dem Film eine Chance zu geben!
Das FILMSTARTS-Fazit lautet: „Die Nutzung von Handys verwandelt die Menschheit in Zombies – eine treffende Metapher, die ,Puls‘ zu Beginn eine gewisse Frische verleiht, die sich der Film aber leider nicht bis zum Ende bewahren kann.“
Unser Tipp: Wer keine Lust hat, sich einen Film darüber anzuschauen, wie Handys töten können – zugegeben nicht nur für die Gen Z eine Horrorvorstellung –, wird vielleicht mit einer dieser drei kultigen Stephen-King-Verfilmungen glücklicher, die neu fürs Heimkino veröffentlicht wurden:
Highlight für Horror-Fans neu im Heimkino: Gleich drei kultige Stephen-King-Verfilmungen auf einen Schlag!