So teuer ist "Superman" wirklich – und so viel muss der Film mindestens einspielen
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Selten lag auf einem einzelnen Film eine so große Last wie auf „Superman“. Wird James Gunn neue Adaption der Comic-Reihe um den legendären Superhelden ein Franchise einläuten? Jetzt haben wir zumindest mal ein paar Zahlen.

Dass Filme als Auftakt für ein Franchise angelegt sind, ist heute keine Seltenheit mehr. Bei „Superman“ ist das alles aber noch mal eine Nummer größer. Regisseur und DC-Boss James Gunn startet damit schließlich ein gesamtes Universum neu und hat bereits einen Plan für die nächsten zehn Jahre mit zahlreichen Filmen, Serien und Videospielen. Doch alles hängt davon ab, ob „Superman“ wirklich ein Erfolg wird.

Bislang rätselte man in Hollywood, wie viel Geld der Comic-Blockbuster denn wirklich einspielen muss, um erfolgreich zu werden. Das hinter dem Projekt steckende Studio Warner gab sich angeblich größte Mühe, das Budget geheim zu halten. Aus offiziellen Steuer-Dokumenten in Ohio, wo der Großteil des Films entstand, ließen sich zwar angebliche Ausgaben in Höhe von 360 Millionen Dollar entnehmen, doch James Gunn dementierte diese Summe umgehend. Sie wäre ohnehin vor Abzug aller Steuerrückzahlungen gewesen, die man für gewöhnlich beim Budget nicht berücksichtigt, weil das Studio diese Ausgaben ja nicht wieder einspielen muss.

Doch nun berichtet das Branchenmagazin TheWrap, dass das finale Budget von „Superman“ bei satten 225 Millionen Dollar liegt. Doch was bedeutet das für die Einnahmen an den Kinokassen?

Diese Einspielergebnis braucht "Superman"

Hier werden gleich zwei verschiedene Summen relevant. Laut einem Insider bei Studio Warner selbst, werde man bei einem Einspielergebnis von mehr als 500 Millionen Dollar anfangen, bereits an den Kinokassen Gewinn zu machen. Dazu kommen dann später noch Einnahmen aus dem Heimkino, insbesondere Streaming- und TV-Rechte. Dass der Film in die Nähe dieser Marke kommt, gilt als sehr wahrscheinlich. Ein Schauspielagent erklärte gegenüber TheWrap, dass allein die Bekanntheit von Superman dafür sorgen werde, dass der Film weltweit nah an die 500 Millionen Dollar kommt.

Doch um als Erfolg zu gelten, der wirklich ein riesiges Franchise starten kann, braucht es mehr. TheWrap berichtet, dass dafür „Superman“ die Marke von 700 Millionen Dollar überschreiten müsse. Erst dann könne man den Film wirklich als Hit bezeichnen.

Diese Zahl ist schon eine echte Herausforderung. Der bislang letzte Superman-Solofilm „Man Of Steel“ verpasste bei einem ähnlichen Budget die 700-Millionen-Marke mit 670 Millionen Dollar zum Beispiel knapp (und startete dann trotzdem ein Franchise mit wenigen Höhen und vielen Tiefen, das nie so richtig in die Gänge kam).

Superman als Wertschöpfungstreiber!

Bei Studio Warner gibt man sich optimistisch – und ist bereit, auch viel zu investieren. Erst kürzlich erklärte Warner-Chef David Zaslav in einem Investorencall, dass der 10-Jahres-Plan von James Gunn für DC eine der wichtigsten Säulen für den Erfolg des Studios seien: „Große Wertschöpfungstreiber“ und „wichtige Alleinstellungsmerkmale“ seien Figuren wie Superman, aber auch Wonder Woman, Batman und Supergirl, mit denen man den Wert von Warner selbst steigern wolle.

Um den Erfolg von „Superman“ sicherzustellen, wird bei den Marketing-Ausgaben nicht gegeizt. So sollen James Gunn und sein Cast noch diesen Juni auf eine gigantische Tour durch Südamerika, Europa und anschließend Nordamerika gehen, um die Werbetrommel zu rühren. Bislang scheint durchaus Vorfreude vorhanden zu sein. Die Trailer erfreuten sich großer Nachfrage. James Gunn selbst behauptet sogar, dass der Dezember-Trailer von „Superman“ der meistgeschaute und meistdiskutierte Trailer in der gesamten Geschichte von DC und Warner sei.

Am 10. Juli 2025 kommt „Superman“ in die Kinos. Dann werden wir sehen, wie groß das Interesse wirklich ist. Ein zweiter Film für das mögliche DCU ist übrigens bereits abgedreht. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Nach "Superman": Der nächste DC-Blockbuster ist schon im Kasten – und bringt uns ein Jason-Momoa-Comeback!

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