Netflix verfilmt die wahre (?) Geschichte hinter "Der Glöckner von Notre-Dame" – und die Hauptrolle übernimmt ein "Jason Bourne"-Star!
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Bahnt sich hier nach „Ad Vitam“ der nächste Netflix-Hit aus Frankreich an? Mit „Quasimodo“ erzählt der Streamingdienst die Geschichte des Mannes, der Victor Hugo zu „Der Glöckner von Notre-Dame“ inspiriert haben soll – besetzt mit einem Superstar!

Netflix

Netflix hat in jüngster Zeit mit Produktionen französischer Herkunft beachtliche Erfolge gefeiert. Sowohl der Hai-Thriller „Im Wasser der Seine“ als auch der packende Actionfilm „Ad Vitam“ gehörten zu den meistgesehenen nicht-englischsprachigen Titeln auf der Plattform mit dem großen roten N im Logo. An diesen Trend soll nun ein weiteres ambitioniertes Projekt anknüpfen: Quasimodo“, der nun offiziell grünes Licht erhalten hat.

Dabei handelt es sich weder um eine Neuauflage von Disneys „Der Glöckner von Notre-Dame“, noch um eine klassische Adaption von Victor Hugos berühmtem Roman aus dem Jahr 1831. Stattdessen rückt Netflix in dieser Neuverfilmung das (vermeintlich) wahre Leben jenes Mannes in den Fokus, der Hugo einst zu seiner ikonischen Figur inspiriert haben soll. Erzählt wird die Geschichte eines geheimnisvollen Mannes mit Buckel im Paris am Vorabend der Julirevolution – einer Stadt, die nicht nur von politischen Unruhen erschüttert, sondern auch von der Cholera heimgesucht wird.

Wie viel Wahrheit steckt hinter "Quasimodo"?

Die Figur des Glöckners Quasimodo basiert womöglich auf einem realen Menschen. Hugos Roman zeichnet sich durch seine beeindruckend präzise und historisch fundierte Darstellung des Paris des 15. Jahrhunderts aus. Dass es eine reale Vorlage für Quasimodo gegeben haben könnte, wurde erst im 20. Jahrhundert durch den Fund eines Tagebuchs eines steinmetztechnischen Mitarbeiters bekannt.

Darin ist die Rede von einem stillen, zurückgezogen lebenden Mann mit Buckel, der bei Restaurierungsarbeiten an der Kathedrale von Notre-Dame mitgewirkt habe. Victor Hugo hatte zu jener Zeit Zugang zu den Werkstätten der Kathedrale – es ist also durchaus möglich, dass er diesem Mann begegnet ist. Im Tagebuch blieb die Person zwar namenlos, doch die Ähnlichkeit zu Hugos literarischer Figur ist auffallend.

Ein französischer Superstar in der Hauptrolle

In der Hauptrolle von „Quasimodo“ wird Vincent Cassel zu sehen sein – einer der größten Stars des französischen Kinos. Cassel erlangte Berühmtheit durch Filme wie „Dobermann“, „Irreversibel“, „Hass – La Haine“, „Pakt der Wölfe“ und „Die purpurnen Flüsse“. Auch international machte er sich einen Namen und war unter anderem in „Ocean's 12“, „Entgleist“, „Black Swan“, der HBO-Serie „Westworld“ sowie „Jason Bourne“ zu sehen, in dem er Matt Damon als eiskalter Killer Asset das Leben schwer machte.

Vincent Cassel in HBO
Vincent Cassel in "Westworld".

Auf dem Regiestuhl nimmt der hochkarätige Filmemacher Jean-François Richet Platz. Richet inszenierte bereits Genre-Kracher wie „Das Ende“ mit Ethan Hawke, „Blood Father“ mit Mel Gibson und zuletzt den Action-Thriller „Plane“ mit Gerard Butler. Als eines seiner besten Werke gilt jedoch der Zweiteiler „Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt“ und „Public Enemy No. 1 – Todestrieb“, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Darin brillierte Vincent Cassel in der Rolle des berüchtigten Verbrechers Jacques Mesrine, dem einstigen Staatsfeind Nummer 1 Frankreichs.

Ein weiterer Netflix-Film, auf den ihr mehr als gespannt sein dürft, ist das Sequel zu Tarantinos „Once Upon a Time... in Hollywood“. Während Brad Pitt die Hauptrolle übernimmt, wurde nun ein DC-Bösewicht für eine mehr als passende Rolle bestätigt. Mehr dazu erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

DC-Bösewicht im Sequel zu Tarantinos "Once Upon A Time In... Hollywood" neben Brad Pitt – es passt einfach nur perfekt

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