Gerade bei kleineren Produktionen dauert es manchmal eine ganze Weile, bis nach der Premiere auf einem Festival dann auch der offizielle Kinostart folgt. Aber „Beule - Zerlegt die Welt“ ist trotzdem ein extremer Fall – schließlich liegen zwischen der Weltpremiere auf dem Filmfest Hamburg 2022 und dem Kinostart im September 2025 fast drei (!!!) Jahre.
Aber das lange Warten hat sich definitiv gelohnt – schließlich trägt die offizielle FILMSTARTS-Kritik (4,5 von 5 Sternen) nicht von ungefähr den Titel: „Eine quasi perfekte Komödie!“
Darum geht’s in "Beule - Zerlegt die Welt"
Wenn es ein glückliches Paar auf dieser Welt gibt, dann sind es Olli (Janek Rieke) und Anja (Julia Hartmann). Das findet zumindest Olli – und auch Anja ist beinahe zufrieden … aber eben nur beinahe. Sie wünscht sich nämlich ein Kind, will eine richtige Familie gründen – nicht zuletzt, weil Olli als Seemann oft monatelang unterwegs ist. Der ist davon allerdings weniger begeistert, denn er misstraut Veränderungen – und sich selbst: Wegen seiner Impulsivität trägt er den Spitznamen „Beule“ und auf See muss er regelmäßig von seinen Kumpels im Schrank eingesperrt werden, um Schaden abzuwenden.
Doch Anjas Wunsch setzt sich durch, und bald ist sie schwanger – was wiederum bei ihr ganz neue Seiten hervorbringt. Ihre sonst so freundliche Art schlägt nun gelegentlich in explosive Wutausbrüche um. Olli bleibt trotzdem fürsorglich, selbst wenn er nachts zur Tanke muss, um Himbeereis zu besorgen – wo er ausgerechnet auf die Verkäuferin Mia (Nilam Farooq) trifft. Als Anjas Wehen einsetzen und alle drei auf dem Weg zur Klinik aufeinandertreffen, nimmt das Chaos endgültig seinen Lauf…
Darum sind wir so von "Beule" begeistert:
FILMSTARTS-Kritikerin Gaby Sikorski schreibt als Fazit am Ende ihrer hymnenhaften Besprechung: „Eine handwerklich perfekte Filmkomödie, übrigens ganz ohne öffentliche Fördermittel entstanden. Über 79 kurzweilige Filmminuten absolviert ein extrem diszipliniertes, gut aufgelegtes und spielwütiges Ensemble in perfektem Timing einen Parcours absurder Situationen, die so schräg wie lustig sind, aber dabei immer auch irgendwie liebenswert.
Eine gute Portion Albernheit ist auch noch dabei. Das Einzige, was man dieser komödiantischen Tour de Force vorwerfen könnte, ist, dass sich der dahinterstehende Ehrgeiz darauf beschränkt, das Publikum zum Lachen zu bringen. Da dies jedoch meisterlich gelingt, gibt’s eine Hymne und verdiente 4,5 Sterne.“
Die FILMSTARTS-Kritik hat übrigens auch schon den Hauptdarsteller und Regisseur Janek Rieke sowie seinen Produzenten Lars Büchel erreicht, die sich jetzt im folgenden, wohl nicht ganz ernstgemeinten Clip über unsere Besprechung ihres Films austauschen: