"Das ist fast immer eine Enttäuschung": Deshalb könnte "Terrifier 4" nicht zu viel über den Ursprung des ultrabrutalen Horror-Clowns preisgeben
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Jeder Serienmörder hat eine Vorgeschichte. Und das gilt natürlich ebenso für den „Terrifier“-Killer. Der Art-the-Clown-Schöpfer gab nun jedoch zu, dass er Bedenken hinsichtlich der Offenlegung zu vieler Infos über den ikonischen Bösewicht hegt.

Tiberius Film / Cineverse

Der überbordende Social-Media-Hype, die Etablierung eines von Fans schnell kultisch verehrten Serienkillers und die unnachgiebig-kompromisslose Härte, wie sich dieser Schlächter durch seine Filme meuchelt und mordet. Durch das Zusammenspiel jener Faktoren wurde Art the Clown, Protagonist der Splatter-Reihe „Terrifier“, zur absoluten Horror-Ikone. Und mit dem Kultstatus des schweigsamen, dauergrinsenden Killer-Clowns stieg im Laufe der Jahre – und mit jedem weiteren Film – parallel der Erfolg an den Kinokassen.

So hat „Terrifier 3“ 2024 weltweit fast 90 Millionen Dollar eingespielt. Teil eins konnte 2016 noch nicht einmal eine halbe Million Dollar generieren. Mittlerweile hat sich, nicht zuletzt dank der verstörenden Performance von David Howard Thornton in der Titelrolle, die „Terrifier“-Reihe zur echten Cash Cow entwickelt. Ein Ende ist daher nicht in Sicht. Bereits zu Jahresbeginn wurde bekannt, dass Regisseur Damien Leone an einem vierten „Terrifier“-Film arbeitet. Vor wenigen Wochen bestätigte er dann, was Fans ohnehin lange vermuteten: Teil 4 soll die Hintergrundgeschichte von Art aufrollen – zumindest in den ersten 15 Minuten. Nun äußerte Leone jedoch Bedenken, mit dieser Entscheidung womöglich zu viele Details preiszugeben. Und damit den Mythos rund um den geisteskranken Serienmörder zu entzaubern.

"Terrifier funktioniert wegen des geheimnisvollen Charakters"

„Ich bin darüber sehr besorgt“, äußerte Leone gegenüber Collider. „Die überwiegende Zeit meines Tages widme ich dieser Sorge.“ Der Filmemacher betonte, wie wichtig ihm generell das Geheimnisvolle rund um eine Figur, das Mysteriöse, sei. „Dies ist von entscheidender Bedeutung, auch wenn die Menschen dies nicht wahrnehmen, da sie dem Drang erliegen, zu erfahren, was es mit Art the Clown auf sich hat.“ Leone zufolge funktioniere „Terrifier“ gerade wegen des „geheimnisvollen Charakters“ von Art so gut.

Terrifier 4
Terrifier 4
Von Damien Leone
Mit David Howard Thornton

„Zieht man den Vorhang zu weit zurück, geht das Geheimnisvolle verloren und es ist vorbei. Man soll den Zauberer hinter dem Vorhang nicht sehen. Das ist fast immer eine Enttäuschung“, sagte Leone. Dabei ist sich der 43-Jährige der Herausforderung bei diesem Balanceakt sehr wohl bewusst: Einerseits den Fans etwas mehr Infos zur Herkunft und Origin Story von Art mit an die Hand zu geben. Andererseits jedoch nur so viel, dass die Mystik nicht komplett verloren gehe. Dieses Risikos, so Leone, sei er sich aber bewusst. Und ergänzte, mit hoffnungsvollem Blick in die nahe „Terrifier“-Zukunft: „Ich denke, dass es mit seiner Herkunft eine Möglichkeit gibt, beides zu verbinden. Wir werden sehen, wie es läuft. Ich denke, die meisten Leute haben damit kein Problem.“

Zwar gibt es bislang noch keinen offiziellen „Terrifier 4“-Starttermin, aber dass Leone bereits seit Monaten intensiv am Skript werkelt, ist bekannt. Als kleiner Appetithappen für die Fans: Leone schrieb Anfang des Jahres auf Instagram, dass sich das Drehbuch zu „Terrifier 4“ zum „epischsten, erschreckendsten, spannendsten, emotionalsten und befriedigendsten Abschluss der Terrifier-Saga [entwickelt], den man sich nur vorstellen kann.“

Art the Clown mordet mit besonderer Vorliebe zum Gruselfest schlechthin: Halloween. Eine andere Festivität, die Killer mit besonderer Leidenschaft (und gewaltigem Blutdurst) heimsuchen, ist das „Fest der Liebe“. Dieses wird im 80er-Horror-Klassiker „Stille Nacht – Horror Nacht“ eher zum Fest der unerbittlichen Gewalt, Gedärme und Blutfontänen. Pünktlich zum Fest 2025 startet ein Remake in den deutschen Kinos – von den „Terrifier 3“-Machern! Hier könnt ihr euch mit dem Trailer schon mal vorab auf Weihnachten einstimmen:

Von den "Terrifier 3"-Machern: Der erste Trailer zum Horror-Remake "Silent Night, Deadly Night" ist da
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