"Der Tarantino des Horrors": Stephen King stimmt Loblied auf den Mann an, der sein ultimatives Meisterwerk verfilmen soll
Annemarie Havran
Annemarie Havran
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Annemarie hat (fast) alles von Stephen King gelesen, „The Stand“ und „Der dunkle Turm“ sind ihre Lieblingswerke. Ganz frisch im Bücherregal: „Never Flinch“.

Die Netflix-Serie „Der Untergang des Hauses Usher“ ist zwar schon 2023 gestartet, Stephen King hat sie aber erst jetzt nachgeholt – und kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Für den Serienschöpfer hat er dabei besonderes Lob parat.

Er hat bereits mehrere Netflix-Hits wie zum Beispiel „Spuk in Hill House“ und eben „Der Untergang des Hauses Usher“ vorzuweisen, aber die wohl wichtigste Serie seiner Karriere steht noch bevor: Mike Flanagan soll Stephen Kings Opus magnum „Der dunkle Turm“ adaptieren. Dass sich der epische Mix aus Fantasy, Western und Horror damit in guten Händen befinden dürfte, stellte Stephen King selbst in einem neuen Post auf X (vormals Twitter) klar.

Darin feierte er Mike Flanagan nämlich als eine Art „Tarantino des Horrors“ – und das ist eine Ehre der ganz besonderen Sorte, schließlich ist Quentin Tarantino ein Meister-Regisseur, der mit fünf seiner bislang zehn Filme (laut Tarantino sind es natürlich nur neun – den Zweiteiler „Kill Bill“ zählt er als ein Werk) die FILMSTARTS-Höchstwertung von 5 Sternen abstauben konnte.

Mike Flanagan beeindruckt King mit Spannung und Witz

Der Anlass für Kings Schwärmerei: Der Bestseller-Autor hat gerade erst die Horror-Miniserie „Der Untergang des Hauses Usher“ (siehe auch unser obiges Newsbild) von Mike Flanagan auf Netflix nachgeholt. Zwar ist die achtteilige Adaption des berühmten Stoffes von Edgar Allan Poe bereits 2023 erschienen, doch wegen einer Hüftoperation hatte King damals keine Zeit zum Streamen, wie er auf X schreibt.

„In diesem Fall hat sich das Warten gelohnt“, beginnt der Autor sein Loblied auf den Grusel-Stoff. „[,Der Untergang des Hauses Usher‘] ist gruselig, packend und mit Dialogen, die gewitzt sind und die Handlung vorantreiben. Man könnte durchaus argumentieren, dass Mike Flanagan der Quentin Tarantino des Horrors ist.“

Mit Mike Flanagan verbindet Stephen King übrigens eine langjährige Zusammenarbeit – die bald mit mindestens zwei weiteren King-Adaptionen fortgesetzt wird. Der Regisseur nahm sich bereits der Verfilmungen von „Das Spiel“, „Stephen Kings Doctor Sleeps Erwachen“ und „The Life Of Chuck“ an. Letzterer Titel läuft in vielen Städten aktuell noch im Kino und ist sein Eintrittsgeld absolut wert: Mit 4,5 von Sternen kürt FILMSTARTS-Autor Oliver Kube das Drama mit Tom Hiddleston und Mark Hamill zu „einer der besten Stephen-King-Verfilmungen überhaupt“.

The Life Of Chuck
The Life Of Chuck
Starttermin 24. Juli 2025 | 1 Std. 51 Min.
Von Mike Flanagan
Mit Tom Hiddleston, Mark Hamill, Chiwetel Ejiofor
User-Wertung
4,0
Filmstarts
4,5

"Carrie" und "Der dunkle Turm" von Mike Flanagan in Arbeit

Mit seinen nächsten zwei Arbeiten hat sich Mike Flanagan dann aber wahrlich zwei richtig große Brocken aus Kings Schaffen herausgepickt. Bei „Carrie“, den Flanagan als Serie umsetzen wird, ist es der Stellenwert des Romans als absoluter King-Klassiker und erster veröffentlichter Roman des Autors, der die Grusel-Geschichte über ein psychokinetisch begabtes Mädchen so besonders macht. Und bei „Der dunkle Turm“ ist es allein schon die schiere Epik der Vorlage, an die sich bisher niemand so richtig rantrauen wollte – als bislang einziger Versuch scheiterte der Spielfilm „Der dunkle Turm“ von 2017 kolossal an den Kinokassen.

Auch für Flanagan gestaltet sich die Adaption der Geschichte vom Revolverhelden Roland, die für viele King-Fans als dessen ultimatives Meisterwerk gilt, nicht ganz einfach. Warum er sie mit dem Bau eines Öltankers vergleicht, erfahrt ihr hier:

"Als würde man einen Öltanker bauen": Das Stephen-King-Meisterwerk schlechthin soll weiterhin verfilmt werden – lässt aber noch auf sich warten

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