Alan Ritchson war zwar vorher schon in zahlreichen Filmen und Serien zu sehen, doch es besteht kein Zweifel daran, dass „Reacher“ seine Karriere nochmal auf ein ganzes neues Level gehoben hat. Seitdem dreht der muskelbepackte Hüne nicht nur eine Staffel nach der anderen für Amazon Prime Video, sondern quetscht auch so viele andere Projekte wie möglich in die Zeit dazwischen – darunter mit „Motor City“ auch ein ziemlich ungewöhnliches.
Denn der Actionfilm von Drehbuchautor Chad St. John („London Has Fallen“) und Regisseur Potsy Ponciroli („Old Henry“) kommt fast ohne Dialoge aus. Lediglich fünf (5!) Dialogzeilen sollen im ganzen, immerhin 103 Minuten langen Film gesagt werden. Ausgeglichen wird das ganze mit dem Einsatz von passenden Songs auf dem Soundtrack und jeder Menge Zeitlupen, in denen die Figuren zwar reden, wir sie aber natürlich nicht hören – und man trotzdem ziemlich gut versteht, worum es geht.
Davon könnt ihr euch in dem ersten Ausschnitt aus „Motor City“ vergewissern, der nach der Premiere auf dem aktuell in Venedig stattfindenden Filmfestival veröffentlicht wurde, und sowohl Songeinsatz als auch Zeitlupe gut demonstriert:
Übrigens ist hier auch schon ziemlich gut zu sehen, dass Alan Ritchson durch den großzügigen Einsatz von Make-Up und Gesichtsprothesen kaum noch als er selbst zu erkennen ist. Noch enormer ist der Unterschied jedoch später im Film, wenn Ritchsons Figur John Miller zudem lange Haare und Bart trägt, wie auf dem folgenden ersten Szenenbild aus dem Film:
Matt Infante
Dass das Konzept des Films zu funktionieren scheint, zeigen die ersten, ziemlich guten Reaktionen aus Venedig. Das US-Branchenmagazin Variety schreibt etwa von „sehr körperlichen Performances, hochstilisierten Bildern, einem immersiven Soundtrack […] und fast schon opernhaften Kampfszenen“, die dank des sehr zurückgefahrenen Drehbuchs hervortreten können. In ein ähnliches Horn stößt auch Deadline („Kick-Ass-Soundtrack, anmutige Kameraarbeit, großartiges Tempo, wilde Actionszenen“).
Und auch Jenny Jecke, die Chefredakteurin unserer Schwesterseite Moviepilot, zeigt sich in ihrer Kritik zu „Motor City“ ziemlich angetan, wenn sie etwa von „ein paar herausragenden Sequenzen brutaler Körperzerstörung“ schreibt.
„Motor City“ spielt im Detroit der 1970er Jahre. John Miller (Alan Ritchson) hat mit Sophia (Shailene Woodley) sein Glück gefunden und steht kurz vor dem Ende seiner Bewährung, als ihm der Gangsterboss Reynolds (Ben Foster) und der korrupte Polizist Savick (Pablo Schreiber) kiloweise Drogen unterschieben. John wird verhaftet, doch sinnt natürlich auf Rache...
Wann und auf welchem Weg „Motor City“ in Deutschland erscheint, ist noch nicht bekannt. Auch „Reacher“ Staffel 4 hat noch keinen offiziellen Starttermin, aber hier lässt sich bereits fundiert spekulieren:
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