"Verstörendes Quasi-Vorbild von 'Die Tribute von Panem'": In 4 Tagen kommt Stephen Kings Horror-Dystopie "The Long Walk" ins Kino
Annemarie Havran
Annemarie Havran
-Mitglied der Chefredaktion
Annemarie hat (fast) alles von Stephen King gelesen, „The Stand“ und „Der dunkle Turm“ sind ihre Lieblingswerke. Ganz frisch im Bücherregal: „Never Flinch“.

Stephen King selbst nannte die Geschichte „zu erbarmungslos, um verfilmt zu werden“. Verfilmt wurde „The Long Walk – Todesmarsch“ nun trotzdem – und kommt erwartungsgemäß ziemlich verstörend daher. Hier ist der deutsche Trailer:

Brutal und bitterböse, das sind viele Romane von Bestseller-Autor Stephen King. Und dennoch nimmt „The Long Walk“ einen besonderen Platz ein, denn hier ist die Geschichte dermaßen erbarmungslos und schmerzhaft, dass eine Verfilmung nahezu unmöglich schien, wie der Horror-Papst selbst mehrfach in Interviews einräumte. So dauert es auch mehrere Jahrzehnte, bis sich mit Francis Lawrence endlich jemand an die Adaption des 1979 erschienen Romans heranwagte.

Am 11. September 2025 kommt „The Long Walk – Todesmarsch“ ins Kino, und der Titel ist Programm. Eine Gruppe Jugendlicher nimmt an einem sadistischen Wettkampf teil, bei dem nur einer überleben kann – der, der bei dem Gewaltmarsch über die Landstraßen Amerikas noch als letztes auf den Beinen steht. Das Thema landete bei Francis Lawrence in den richtigen Händen: Schließlich hat der Filmemacher auch schon die „Tribute von Panem“ in tödlichen Spielen gegeneinander antreten lassen.

"The Long Walk - Todesmarsch": Das Warten hat sich gelohnt!

Als „verstörendes Quasi-Vorbild von ‚Die Tribute von Panem‘“ bezeichnet FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen dann auch „The Long Walk“ in seiner Kritik – und attestiert Francis Lawrence eine gelungene Verfilmung, auf die sich das lange Warten gelohnt hat. 3,5 von 5 Sternen haben wir vergeben.

The Long Walk - Todesmarsch
The Long Walk - Todesmarsch
Von Francis Lawrence
Mit Cooper Hoffman, David Jonsson, Garrett Wareing
Starttermin 11. September 2025
User-Wertung
3,4
Filmstarts
3,5

Wer auf großes Spektakel hofft, ist hier falsch, denn hier wird hauptsächlich gelaufen und geredet – wer den Roman kennt, dürfte das bereits wissen. Aber das bedeutet nicht, dass auf Brutalität und Schreckensmomente verzichtet wird. Und was sich aus den Gesprächen heraus entwickelt, ist, wie oft bei Stephen King, trotzdem mindestens genauso spannend und mitreißend wie ein bildgewaltiges Blockbuster-Feuerwerk.

Starke Darsteller tragen eine niederschmetternde Geschichte

Dafür sorgen vor allem die beiden Hauptdarsteller Cooper Hoffman („Licorice Pizza“) als Ray Garraty und David Jonsson („Alien: Romulus“) als Peter McVries, die einfach fabelhaft besetzt sind und eine bärenstarke Chemie mitbringen. Sie spielen zwei der jungen Männer, die sich in einem dystopischen Amerika der nahen Zukunft für einen prestigeträchtigen Wettlauf unter der Leitung eines erbarmungslosen Majors (Mark Hamill) anmelden.

Der Gewaltmarsch, bei dem es kein Ziel gibt, denn der Lauf ist einfach dann zu Ende, wenn nur noch ein Mann auf den Beinen steht, ist für viele die einzige Möglichkeit, sich und seine Familie aus der überall vorherrschenden Armut herauszumanövrieren. Denn der Gewinner hat für immer ausgesorgt. Doch alle anderen bleiben im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke: Wer das vorgeschriebene Tempo von drei Meilen pro Stunde unterschreitet, wird verwarnt – und bei der dritten Warnung per Kopfschuss getötet.

Eine Stephen-King-Verfilmung, die deutlich actionlastiger wird, kommt übrigens am 13. November 2025 ins Kino. Hier könnt ihr euch den Trailer zu Edgar Wrights „The Running Man“ ansehen:

*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren