Der Rest der Welt kennt den brasilianischen Schauspieler Wagner Moura spätestens seit seiner grandiosen Darstellung des realen Drogenbarons Pablo Escobar in der global immens erfolgreichen Netflix-Serie „Narcos“. Zudem hat der Mime unter anderem im Sci-Fi-Blockbuster „Elysium“, an der Seite von Matt Damon und Jodie Foster, dem Spionage-Thriller „Wasp Network“, dem Action-Spektakel „The Gray Man“ und zuletzt in Alex Garlands „Civil War“ entscheidend mitgemischt.
Für den Polit- und Historien-Thriller „The Secret Agent“ (Originaltitel: „O Agente Secreto“) stand Moura nun wieder einmal in seiner Heimat vor der Kamera. Drehbuch und Inszenierung stammen dabei von Kleber Mendonça Filho („Aquarius“, „Bacurau“). Die Story ist fiktiv, der Regisseur verarbeitet mit dem Film aber laut eigener Aussage auch teilweise Kindheitserinnerungen an die Zeit der Militärdiktatur in Brasilien, während der er in seiner Geburtsstadt Recife aufwuchs.
1964 vollzogen die Generäle einen Staatsstreich und setzten den damaligen Präsidenten ab. Bis 1985 stand das riesige südamerikanische Land unter der von den USA gestützten Regierung des Militärs – wobei es zur Zensur der Medien, routinemäßigen Menschenrechtsverletzungen an der indigenen Bevölkerung sowie zu unzähligen Bedrohungen, Verschleppungen und Morden an Dissidenten sowie anderen politisch unliebsamen Bürgern kam.
Der bei den Filmfestspielen von Cannes mit insgesamt vier Preisen (u. a. Beste Regie und Bester Hauptdarsteller) ausgezeichnete „The Secret Agent“ startet am 6. November 2025 in den deutschen Kinos.
Wir haben das Thriller-Drama bei seiner Weltpremiere in Cannes bereits sehen können und im Anschluss für euch in unserer FILMSTARTS-Kritik rezensiert. Unser Autor Patrick Fey zieht darin unter anderem – vor allem in Bezug auf die Bildsprache – einige Vergleiche zu den Arbeiten von Quentin Tarantino.
"The Secret Agent": Das ist die Story
Brasilien, 1977: Nach vielen Jahren kehrt Marcelo (Wagner Moura) in seine Heimatstadt Recife zurück, um hier einen Neuanfang zu starten. Inmitten der gerade die gesamte Provinz dominierenden Karnevalsfestivitäten zieht er in die malerisch am Meer gelegene Hafenstadt, sieht endlich seinen kleinen Sohn wieder und hofft, hier den dunklen Schatten der Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Doch die vermeintliche Idylle trügt. Denn schnell fühlt sich Marcelo zunehmend beobachtet und erhält bald darauf sogar anonyme Morddrohungen. Als schließlich Regierungsbeamte auftauchen, die ihn wegen „subversiver Aktivitäten“ verhaften wollen, erkennt er, dass auch Recife kein sicherer Ort für ihn ist. Der lange Arm des Militärregimes reicht weiter, als er gedacht hätte …
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