Auch wenn „Shelby Oaks“ noch keinen deutschen Starttermin hat, können wir uns gut vorstellen, dass der Horrorfilm von großem Interesse für unsere Leserinnen und Leser sein dürfte: Zum einen wurde nämlich gerade ein neuer Trailer zum Schocker veröffentlicht, der es in sich hat. Nach dieser Vorschau erwarten wir nicht weniger als Terror pur – der nicht nur mit seiner dichten Atmosphäre sukzessive unter die Haut kriecht, sondern einen mit verstörenden Gewaltspitzen und Jump Scares auch ziemlich aus den Socken hauen dürfte. Zum anderen ist das Team dahinter ungemein spannend. Und die ersten Stimmen zum Film versprechen ebenfalls Großes.
Der Film kommt am 24. Oktober 2025 offiziell in die US-Kinos. In etwas mehr als drei Wochen kann sich das amerikanische Publikum aber nicht nur davon überzeugen, ob der Film hält, was der Trailer verspricht. Vor allem wird sich dann auch zeigen, wie groß die Fangemeinde von YouTuber Chris Stuckmann wirklich ist.
Seit 2009 bespricht dieser auf seinem Kanal Filme, avancierte im Laufe der Zeit zu einem der beliebtesten Kritiker auf der Plattform – und zählt mittlerweile über zwei Millionen Abonnent*innen, denen er nicht nur aktuelle sowie bei besonderen Anlässen auch ältere Filme vorstellt. Seit geraumer Zeit hält er seine Gefolgschaft auch regelmäßig auf dem Laufenden, was sein Spielfilmdebüt „Shelby Oaks“ angeht, das nach Jahren nun endlich das Licht der (Film-)Welt erblickt.
Ein YouTuber-Horrorfilm – kann das überhaupt was werden? Ja, und wie!
Wer noch nicht „stuckmannized“ wurde oder ganz allgemein mit YouTube und seinen Verbindungen zur Traumfabrik wenig am Hut hat, könnte nun Schlimmes befürchten. Schließlich werden YouTuber oftmals mit Influencern gleichgetan – die ja noch lange keine guten Filmemacher*innen sein müssen.
Doch Chris Stuckmann bewies im Laufe der Jahre nicht nur, wie sehr er für das Kino brennt. Er vermittelt in seinen Videos auch ein ungemeines Know-How, das er nun auch als Filmemacher einsetzt. Dass er nach einigen Kurzfilm-Projekten nun Ernst macht und seinen ersten abendfüllenden Film in die Filmtheater bringt, scheint dabei nur der nächste logische Schritt.
Dass YouTuber durchaus das Zeug haben, das Horror-Kino zu beleben, zeigten in der jüngeren Vergangenheit auch schon Danny und Michael Philippou. Die Brüder bescherten uns nicht nur mit „Talk To Me“ (aktuell bei Amazon Prime Video* im Abo enthalten) einen der besten Filme 2023, sondern legten kürzlich mit „Bring Her Back“ ebenso sehenswert nach.
Das erwartet uns in "Shelby Oaks"
Der zunächst via Kickstarter finanzierte „Shelby Oaks“ wirbelte im Laufe der Jahre immer mehr Staub auf. Im Mai 2024 wurde bekannt, das kein Geringerer als der unter anderem für „Doctor Sleeps Erwachen“, „The Life Of Chuck“ und „Spuk in Hill House“ bekannte Horror-Spezialist Mike Flanagan als ausführender Produzent an Bord kam. Wenige Monate später sicherte sich zudem das Indielabel Neon die Vertriebsrechte an dem Film – und damit jene Firma, die mit „Anora“ den Oscar-Abräumer des vergangenen Jahres stellte!
Der Film, in dem eine Frau (Camille Sullivan) auf die Suche nach ihrer verschollenen Schwester geht, feierte bereits im vergangenen Juli seine Weltpremiere und stieß dabei durchaus auf Begeisterung, wie auch die im obigen Trailer zitierten Stimmen zu „Shelby Oaks“ deutlich machen. Darin ist nicht nur von „einem der furchteinflößendsten Filme des Jahres“ die Rede, auch werden Vergleiche zu berühmten Vorreitern nicht gescheut. „‚The Blair Witch Project‘ trifft ‚Hereditary‘“ heißt es so etwa bei Talking Terror.
Es bleibt abzuwarten, wann „Shelby Oaks“ in den deutschen Kinos startet – oder ob es den Grusel hierzulande am Ende vielleicht sogar direkt frei Haus gibt. Mit Guillermo del Toros „Frankenstein“ startet am 23. Oktober dafür ein anderes Horror-Highlight in den heimischen Lichtspielhäusern. Der Trailer zum „überwältigend monumentalen“ Horror-Epos, für das es in der FILMSTARTS-Kritik starke 4 von 5 möglichen Sternen gab, stimmt schon mal auf die Netflix-Produktion ein:
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