Immer häufiger lassen sich Filmemacher*innen von internationalen Märkten inspirieren. Remakes sind längst kein Randphänomen mehr, sondern gehören inzwischen zum festen Bestandteil des Film- und Seriengeschäfts. 2012 etwa adaptierte Sönke Wortmann das französische Original „Le Prénom“ für den deutschsprachigen Markt: „Der Vorname“. Der Erfolg war so groß, dass gleich zwei Fortsetzungen folgten – „Der Nachname“ und zuletzt „Der Spitzname“ im vergangenen Jahr.
Auch die Tragikomödie „Die brillante Mademoiselle Neïla“ wurde von Wortmann für deutsche Kinos neu inszeniert – unter dem Titel „Contra“. Auch Bora Dagtekin, der mit „Fack ju Göhte“ einen der größten deutschen Kinohits der letzten Jahre geschaffen hat, ließ sich 2019 inspirieren: Sein Film „Das perfekte Geheimnis“ ist ein Remake des italienischen Kinoerfolgs „Perfetti Sconosciuti“.
Das Prinzip beschränkt sich längst nicht mehr auf die Leinwand. Auch im Streaming-Sektor werden beliebte Stoffe für andere Märkte neu aufgelegt. So hat der Dienst mit dem roten N nun den spanischen Hit „Machos Alfa“ für den deutschen Markt adaptiert. Ab sofort könnt ihr die Comedy-Serie „Alphamännchen“ bei Netflix schauen. Darin erwarten euch vier Männer inmitten einer Midlife-Crisis und die Frage, die schon Herbert Grönemeyer in einem seiner bekanntesten Songs stellte: „Wann ist ein Mann ein Mann?“
In den Hauptrollen sind „Alarm für Cobra 11“-Star Tom Beck, Serkan Kaya („Perfekt verpasst“), Moritz Führmann („Harter Brocken“) und David Rott („Ganz und gar“) zu sehen. Die wichtigen weiblichen Figuren verkörpern Mona Pirzad („Rheingold“), Franziska Machens („Uncivilized“), Marleen Lohse aus der erfolgreichen „Die Schule der magischen Tiere“-Kinoreihe, Jaëla Probst („Eltern mit Hindernissen“) und Valentina Leone („Lockpickers“).
Vier Männer in der Krise: Das ist "Alphamännchen"
Die Handlung dreht sich um vier Freunde, die mitten im Leben stehen – und doch vor einer tiefgreifenden Krise. Alles gerät ins Wanken: ihre Privilegien im Alltag, ihre Identität im Privaten und ihr gesellschaftlicher Status.
Ulf (Tom Beck) verliert seinen Job an eine jüngere Kollegin. Cem (Serkan Kaya) versucht verzweifelt, eine Frau kennenzulernen, und droht in den Tücken des modernen Datings zu ertrinken. Erik (David Rott) muss akzeptieren, dass seine Partnerin die Beziehung für Sex mit anderen Männern öffnen will. Und Andi (Moritz Führmann) fühlt sich zunehmend überfordert von der Libido seiner Gattin.
Sind sie selbst schuld an ihrer Misere? Oder steckt gar eine Verschwörung gegen Männer ab 40 dahinter? Auf der Suche nach Antworten – und Auswegen – melden sich die vier zu einem Kurs über die Dekonstruktion männlicher Stereotype an. Doch die Versuche, das dort Gelernte in ihren Alltag zu integrieren, führen zu unerwarteten, oft chaotischen Konsequenzen – und zu einer turbulenten Comedy-Serie über Männer in der Krise und den Versuch, sich neu zu erfinden.
Übrigens: Was ihr diesen Monat sonst noch alles neu auf Netflix streamen könnt, erfahrt ihr in unserer großen Monatsübersicht.
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