Brad Bird hat mit den Pixar-Filmen „Ratatouille“ sowie „Die Unglaublichen 1+2“ die Herzen vieler Animationsfilmfans erobert, doch seine Anfänge in Hollywood reichen sogar noch weiter zurück: Schon als er 1999 mit „Der Gigant aus dem All“ seinen ersten Kinofilm veröffentlichte, wollte Bird einen animierten Science-Fiction-Krimi mit dem Titel „Ray Gunn“ umsetzen, doch daraus wurde aufgrund des wohl benötigten Budgets von stolzen 150 Millionen Dollar nie etwas – bis jetzt!
"Ray Gunn" kommt gut voran
Denn im Herbst 2023 wechselten Brad Bird und „Ray Gunn“ gemeinsam mit dem Animationsfilmstudio von Skydance von Apple zu Netflix – und der Streamingdienst mit dem roten N beteuerte, den Film trotz seines Preisschildes weiterhin realisieren zu wollen. Und dabei ist es offenbar auch geblieben: Denn nachdem es schon im Sommer 2024 die Meldung gab, dass die Produktion begonnen habe, hat sich nun auch einer der beteiligten Sprecher zu Wort gemeldet.
Wie das US-Filmmagazin Collider berichtet, hat Schauspieler und Synchronsprecher John Ratzenberger, der seit „Toy Story“ in so gut wie jedem Pixar-Film wenigstens kurz zu hören war, bereits mit seinen Audioaufnahmen für „Ray Gunn“ begonnen. Das enthüllte Ratzenberger auf der Messe FanX Salt Lake Comic Convention.
In welcher Rolle Ratzenberger zu hören sein wird, ist nicht bekannt, es geht mit fast 30-jähriger Verzögerung nun aber offenbar gut voran mit der Arbeit an „Ray Gunn“. Der von Netflix geplante Starttermin im Jahr 2026 sollte somit eingehalten werden können.
Das ist "Ray Gunn"
„Ray Gunn“ ist ein Sci-Fi-Noir, also eine Detektivgeschichte, der die klassischen Genre-Tropen in ein futuristisches Setting verlagert: Der Film spielt in einer fernen Zukunft, in der Menschen, Aliens und Roboter gemeinsam auf der Erde leben. Raymond Gunn ist der letzte menschliche Privatdetektiv der Welt, doch diese braucht ihn eigentlich gar nicht mehr. Schließlich gibt es Roboter, die viel effektiver und günstiger seinen Job machen.
Daher ist auch Ray ziemlich überrascht, als ihn ein reicher Geschäftsmann anheuert, seine Frau zu überwachen: den Pop-Superstar Venus, die eine Affäre mit einem Alien haben soll. Ray nimmt den Job an und kann Venus und ihren Liebhaber tatsächlich in flagranti erwischen, muss aber schon bald feststellen, dass er nur benutzt wurde und in eine viele größere Sache reingestolpert ist...
Die obige Inhaltsangabe deutet es bereits an: Ein Film für Kinder wird „Ray Gunn“ wohl trotz Pixar-Regisseur Brad Bird eher nicht. Doch solche Science-Fiction-Geschichte für Erwachsene (egal, ob animiert oder nicht) gibt es zumindest für den Autor dieser Zeilen viel zu wenige – so wie etwa den ähnlich gelagerten Film „Mars Express“ von 2024, aus dem auch das Titelbild dieses Artikel stammt.
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