Oscar-Preisträgerin und Hollywood-Ikone Diane Keaton ist tot
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Sie gehörte zu den großen Hollywood-Ikonen, mischte in jeder Menge Klassikern mit, inspirierte Generationen von Schauspielerinnen und gewann einen Oscar: Diane Keaton. Nun ist die Darstellerin im Alter von 79 Jahren verstorben.

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Hollywood trauert um eine seiner größten Leinwandikonen. Wie amerikanische Branchenblätter übereinstimmend berichten, ist Diane Keaton im Alter von 79 Jahren verstorben. Über die Todesursache wurde bislang nichts bekannt gegeben. Ein Sprecher der Familie erklärte, die Angehörigen der Schauspielerin baten in dieser schweren Zeit um Privatsphäre.

Diane Keaton hatte nach ihrer Ausbildung am renommierten Neighborhood Playhouse in New York ihre Karriere in den 1970er-Jahren am Broadway begonnen. Dort wurde Regisseur Woody Allen auf sie aufmerksam – der Beginn nicht nur einer romantischen Beziehung, sondern auch einer langen und prägenden künstlerischen Zusammenarbeit. Für ihre ikonische Performance in Allens Komödie „Der Stadtneurotiker“ wurde Keaton 1977 mit dem Oscar als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet – dem einzigen ihrer Karriere, obwohl sie insgesamt viermal für den wichtigsten Filmpreis der Welt nominiert war.

Ihr Leinwanddebüt gab Keaton bereits sieben Jahre zuvor in „Liebhaber und andere Fremde“, bevor ihr zwei Jahre später der große Durchbruch gelang: In Francis Ford Coppolas Meisterwerk „Der Pate“ verkörperte sie Kay Adams, die Freundin und spätere Ehefrau von Michael Corleone (Al Pacino). Diese Rolle übernahm sie auch in den Fortsetzungen „Der Pate II“ und „Der Pate III“ und prägte damit ein Stück Filmgeschichte.

Neben ihren gefeierten Auftritten in Woody-Allen-Filmen wie „Innenleben“ oder „Manhattan“, brillierte Keaton auch in Warren Beattys Epos „Reds“, für das sie ihre zweite Oscar-Nominierung erhielt. In den folgenden Jahrzehnten wurde sie insbesondere für ihre charmanten und pointierten Auftritte in Komödien gefeiert, darunter „Baby Boom – Eine schöne Bescherung“, „Vater der Braut“, „Der Club der Teufelinnen“, „Was das Herz begehrt“, „Die Familie Stone – Verloben verboten!“ oder „Von Frau zu Frau“.

Doch Diane Keaton war nicht nur Schauspielerin: Sie arbeitete auch erfolgreich hinter der Kamera. Neben der Inszenierung von Musikvideos führte sie Regie beim Fernsehfilm „Wilde Sehnsucht“ sowie beim Drama „Aufgelegt“ mit Meg Ryan in der Hauptrolle. Außerdem übernahm sie bei einer Episode von David Lynchs TV-Meilenstein „Twin Peaks“ die Regie. Darüber hinaus veröffentlichte Keaton mehrere Bücher, in denen sie offen und reflektiert über ihre Karriere, ihr Privatleben sowie das Älterwerden in Hollywood sprach.

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