In Italien laufen bereits die Dreharbeiten zu „The Resurrection Of The Christ: Part One“ und „The Resurrection Of The Christ: Part Two“. Laut dem Branchenmagazin Deadline hat Mel Gibson für jeden der beiden Teile seiner Fortsetzungen zu „Die Passion Christi“ ein Budget von 100 Millionen Dollar veranschlagt. Insgesamt kostet das Projekt also satte 200 Millionen Dollar – eine Summe, die man sonst bei unabhängig produzierten Filmen fast nie hört.
Denn ja, Mel Gibson setzt seine Vision ohne ein großes, weltweit operierendes Hollywood-Studio im Rücken um. Nur Lionsgate hat er als US-Verleih bereits an Bord. Das bedeutet aber auch, dass noch Rechteabnehmer für den Rest der Welt gefunden werden müssen. Dies soll beim American Film Market im nächsten Monat geschehen. Doch wer sich bei der wichtigen Messe für die Branche im November 2025 für Gibsons Bibel-Stoff interessiert, muss wohl die Katze im Sack kaufen – und zwei Filme, die sich womöglich radikal von ihrem Vorgänger unterscheiden.
Mel Gibson will nichts über "The Resurrection Of The Christ" verraten
Im Vorfeld des American Film Market werden potenzielle Käufer normalerweise mit reichlich Informationen über die Projekte versorgt. Schließlich sollen sie diese kaufen und damit oft überhaupt die Finanzierung sichern. Doch bei „The Resurrection Of The Christ“ sieht das laut Deadline anders aus. Käufer dürfen nicht einmal im Vorfeld die Drehbücher lesen, weil Mel Gibson so ein Geheimnis um diese macht.
Laut dem Branchenmagazin sei dies ein „ungewöhnlicher Schritt“ für eine unabhängige Filmproduktion. Es sei nicht einmal klar, ob es zumindest vor Ort auf der Messe die Gelegenheit gibt, sich ein wenig intensiver über die Story zu informieren und einen Blick in ein Drehbuch zu werfen. Gerade weil wohl auch recht hohe Summen verlangt werden, ist das absolut bemerkenswert. Es deutet an, dass Mel Gibson großes Vertrauen hat, dass sein Name und das Thema allein genug ziehen.
Jetzt wird sich zeigen, ob die internationalen Käufer bereit sind, dieses Risiko einzugehen. Viel spricht aber dafür. Deadline hat bereits mit beim AFM tätigen Einkäufer*innen gesprochen, die davon ausgehen, dass es trotz der Geheimniskrämerei Konkurrenzkämpfe um die Rechte an Gibsons Bibel-Sequels geben wird. Die Leute seien auch bereit, sehr große Summen für diese hinzublättern.
Ganz anders als "Die Passion Christi": So abgefahren wird angeblich die Story
Man könnte jetzt meinen, dass Gibson doch gar nicht viel über die Geschichte seiner „The Resurrection Of The Christ“-Filme verraten muss. Schließlich wissen wir, wie es nach „Die Passion Christi“ weitergeht. Drei Tage nach der Kreuzigung kommt die auch in den Filmtiteln bereits in den Mittelpunkt gestellte Auferstehung. Doch laut Deadline dürfe man keine einfache Wiedergabe der Bibel-Erzählung erwarten.
Bereits Gibson selbst hat von einem „super ehrgeizigen“ Ansatz gesprochen und den mit einer Drogenerfahrung verglichen: Man solle sich auf einen „Acid Trip“ einstellen. Deadline konnte trotz der Geheimhaltung dazu ein paar Details in Erfahrung bringen. Gibson wird vom Sturz der Engel und der Höllenfahrt Christi erzählen. Das Budget sei auch so massiv, weil wir Kämpfe zwischen Engeln und Dämonen sowie allgemein zwischen den Kräften des Guten und Bösen sehen werden. Teilweise werden wir uns dabei in anderen Dimensionen aufhalten. Wir entfernen uns damit deutlich von dem ja sehr auf eine möglichst authentische Darstellung des Leidensweg Jesu konzentrierten „Die Passion Christi“.
Zu kompliziert für Fremdsprachen
Authentizität war vor über 20 Jahren auch der Grund, dass Mel Gibson „Die Passion Christi“ nicht in englischer Sprache drehte. Auch dies ändert sich bei den Fortsetzungen voraussichtlich. Der Grund sei, dass die gerade angedeutete, abgefahrene Story zu komplex sei, um dem Publikum gleichzeitig auch noch Untertitel zuzumuten. Man wolle Zuschauer*innen nicht überfordern.
„The Resurrection Of The Christ: Part One“ soll übrigens in den USA an Karfreitag 2027 (26. März 2027) und „The Resurrection Of The Christ: Part Two“ dann 40 Tage später an Himmelfahrt (6. Mai 2027) in die Kinos kommen. Es wird erwartet, dass sich auch internationale Käufer und so auch ein deutscher Verleih an diesen Terminen orientieren.
Vor der Kamera sehen wir im Sequel übrigens nicht mehr Jim Caviezel als Jesus und Monica Bellucci als Maria Magdalena. Wer ihre Rollen übernimmt und wer sonst noch Teil der Besetzung ist, verraten wir euch im folgenden Artikel:
Nachfolger für Jim Caviezel in Mel Gibsons "Die Passion Christi 2" gefunden: "The Last Kingdom"-Star spielt Jesus