Es war einer der meisterwarteten Filme des Jahres: Guillermo del Toros epische „Frankenstein“-Variante ist endlich in ausgewählten deutschen Kinos gestartet, bevor sie am 7. November in das Programm von Netflix aufgenommen wird.
Wenn ihr aber die Chance habt, den Film auf der großen Leinwand zu sehen, solltet ihr sie ergreifen. Schließlich schreibt FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen in seiner 4 von 5 möglichen Sternen vergebenden Kritik: „‚Frankenstein‘ ist der Film, für den Guillermo del Toro geboren wurde – auch ohne große Neuerungen eine zugleich überwältigend monumentale und zutiefst persönliche Adaption des Horror-Klassikers.“
In der Tat hat sich der Oscar-Gewinner („Shape Of Water“) mit seiner Verfilmung des berühmten Romans von Mary Shelley einen Lebenstraum erfüllt – bereits vor Beginn seiner aktiven Filmemacher-Karriere hat del Toro davon fantasiert, seinen eigenen „Frankenstein“ ins Kino zu bringen. 2007 machte er sich erstmals an die Umsetzung seines Wunsches …
… doch erst fast zwei Jahrzehnte später nahm das Projekt tatsächlich Gestalt an – dank der Hilfe des Streaming-Giganten Netflix. Del Toro hatte nun ein Budget von 120 Millionen US-Dollar zur Verfügung, das er nicht nur in aufwändige Effekte und eine ebenso opulente Ausstattung steckte, sondern auch dazu nutzte, ein namhaftes Ensemble zusammenzutrommeln: Gecastet wurden u.a. Oscar Isaac („Dune“), Christoph Waltz („Inglourious Basterds“), Mia Goth („Pearl“) und Felix Kammerer („Im Westen nichts Neues“).
Während die ursprünglich bekannt gegebene Besetzung größtenteils der finalen Casting-Liste entsprach, gab es aber doch noch eine einschneidende Veränderung: Nicht Jacob Elordi („Priscilla“) sollte eigentlich das tragische Monster verkörpern – sondern „The Amazing Spider-Man“- und „After The Hunt“-Star Andrew Garfield!
Deshalb musste Andrew Garfield Monster-Rolle "Frankenstein" absagen
Terminüberschneidungen während des von der Filmschaffenden-Gewerkschaft SAG-AFTRA initiierten Hollywood-Streiks im Januar 2024 schoben den Plänen aber letztlich einen Riegel vor – und Garfield wurde durch Shootingstar Jacob Elordi ersetzt. Bemerkenswert dabei: Nachdem del Toro sich ganze neun Monate Zeit gelassen hatte, um das Monsterdesign für Garfield auszuarbeiten, blieben ihm nun gerade einmal neun Wochen, um den Look der künstlichen Kreatur an die Physis von Elordi anzupassen.
Das ist auf jeden Fall aufgegangen: Der 28-jährige „Euphoria“-Star schafft es nicht nur, die Unschuld und die Tragik des (vermeintlichen) Monsters einzufangen, sondern verleiht ihm gar eine gewisse Sexyness. Obwohl wir auch auf Garfields Interpretation gespannt gewesen wären: Elordi war auf jeden Fall eine gute Wahl …
"Ich bin sehr froh, dass Jacob Elordi die Rolle übernommen hat"
… was übrigens auch Garfield so sieht! In einem Interview mit Deadline gab der mit 42 Jahren deutlich ältere Schauspieler zu Protokoll: „Ich war gerade mit Jacob Elordi, der schließlich die Figur des Monsters spielte, in Marrakesch, und ich habe gehört, wie unglaublich und erfüllend das für ihn war. Deshalb bin ich sehr, sehr froh, dass er die Rolle übernommen hat.“ (via ScreenRant)
Der „We Live In Time“-Darsteller fährt fort: „Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich es nicht selbst spielen konnte, weil ich Guillermo liebe und auch Oscar sowie alle anderen, die er versammelt hat. Aber Jacob zu treffen, fühlte sich wirklich schicksalhaft an, sodass ich dachte: ‚Nein, vielleicht brauchte er diese Erfahrung mehr als ich.‘ Es war großartig zu spüren, dass er wirklich eine spektakuläre Zeit bei diesem Job hatte.“
Übrigens: Auch Charlie Hunnam („Monster – Die Geschichte von Ed Gein“) hat bereits zwei Mal mit Guillermo del Toro zusammengearbeitet – in einem Fall aber später bitter bereut, dass er nicht stattdessen in einem absoluten Mega-Hit mitgespielt hat. Die ganze Geschichte lest ihr im nachfolgenden Artikel: