Wenn ihr "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" bei 43 Minuten und 3 Sekunden pausiert, seht ihr Tolkien höchstpersönlich gegen die Orks kämpfen
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Im epischen Abschluss von Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“-Saga tritt neben Elijah Wood, Ian McKellen & Co. ein ganz besonderer Gaststar auf. Hier erfahrt ihr, um wen es geht!

Auch wenn es Peter Jackson entgegen jeder Wahrscheinlichkeit gelungen ist, mit seiner „Herr der Ringe“-Trilogie ein Monumentalfilm-Meisterwerk von unvergleichlicher epischer Breite auf die Beine zu stellen, dafür insgesamt 17 Oscars einzusacken und fast 3 Milliarden US-Dollar am Box Office zu erwirtschaften – das wahre Mastermind hinter der Saga ist streng genommen jemand anderes. Die Rede ist natürlich von Autor J. R. R. Tolkien, der im Jahr 1954 seinen ersten „Herr der Ringe“-Band herausbrachte und damit auch im Bereich der Fantasy-Literatur völlig neue Maßstäbe setzte.

Auch sein Sohn Christopher Tolkien war unmittelbar an der Entstehung der Romantrilogie beteiligt, so fungierte er u.a. als Lektor und Berater. Zudem zeichnete er die bis heute als Maßstab geltenden Karten der komplexen Welt von Mittelerde. Später verwaltete er J. R. R. Tolkies Nachlass. In dieser Funktion stand er den Verfilmungen eher ablehnend gegenüber weil er in ihnen eine unzulässige Kommerzialisierung der Schöpfung seines Vaters sah. 2012 – kurz vor der Veröffentlichung des ersten „Der Hobbit“-Films – richtete er sich in einem Interview mit folgenden Worten an Peter Jackson: „Sie haben das Buch ausgeweidet, um daraus einen Actionfilm für 15- bis 25-Jährige zu machen. […] Tolkien ist ein Monster geworden, verschlungen durch seine Popularität und absorbiert durch die Absurdität der heutigen Zeit.“ (via Le Temps)

Dieser Tolkien war in "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" zu sehen

Weniger kritisch blickte ein anderer Verwandter Tolkiens auf das Leinwand-Opus: Royd Tolkien – der Urenkel des britischen Schriftstellers und Philologen. Dieser wurde sogar ein Teil davon – so spendierte Jackson ihm eine kleine Rolle in „Die Rückkehr des Königs“, dem Abschluss der Trilogie. Wenn ihr den Film bei 43 Minuten und 3 Sekunden stoppt, könnt ihr ihn entdecken: Tolkien ist während der Kämpfe gegen die Orks als Späher von Gondor in der Stadt Osgiliath zu sehen – mit Umhang und leichter Rüstung, die Haare unter einer dunklen Perücke verborgen.

Und das sollte nicht Royd Tolkien letzter Beitrag zu Jacksons Kino-Universum bleiben: Auch in „Smaugs Einöde“, dem Mittelteil der ebenfalls drei Filme umfassenden „Der Hobbit“-Reihe, ließ er sich zu einem kleinen Auftritt überreden – diesen kann man anders als bei „Die Rückkehr des Königs“ allerdings nicht in der Kinofassung bewundern, sondern nur in der rund 25 Minuten längeren Extended Version. Dort taucht er während eines Flashbacks als Totengräber auf.

In „Game Of Thrones“ gibt es übrigens ebenfalls einen ganz besonderen Gaststar – um wen es sich handelt (und in welcher Folge er auftritt), erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Achtet in einer der besten "Game Of Thrones"-Folgen genau auf diesen Wildling: Er ist ein ganz besonderer Gaststar, doch kaum ein Fan hat ihn erkannt!

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits bei unseren Kolleg*innen von VidaExtra erschienen.

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