Robert Downey Jr. kann auf eine bewegte und absolut erstaunliche Laufbahn zurückblicken: Nachdem er Anfang der 1990er-Jahre als eines der vielversprechendsten Schauspiel-Talente Hollywoods gefeiert wurde, befand sich seine Karriere zwischendurch im Sinkflug, denn aufgrund seiner damaligen Drogenprobleme galt er für die großen Studios als Risikofaktor.
Downeys Versuche, ein Comeback hinzulegen, waren zunächst von wenig Erfolg gekrönt (und führten zu Flops wie „Shaggy Dog – Hör mal, wer da bellt“) – und doch hat es der 60-Jährige geschafft, nicht nur ins Rampenlicht zurückzukehren, sondern zu einem der beliebtesten und bestbezahlten Stars der Traumfabrik aufzusteigen.
Als Iron Man wurde Robert Downey Jr. zum Mega-Star ...
Das liegt natürlich vor allem an seiner Darstellung des Tony Stark alias Iron Man, wobei er die ikonische Marvel-Rolle vor allem deshalb bekommen sollte, weil er billiger zu haben war als der Großteil seiner Konkurrenz (mehr dazu in diesem Artikel). Rückblickend ein genialer Schachzug – denn zum einen hat Downey Jr. der Figur seinen unvergleichlichen Stempel aufgedrückt, zum anderen avancierte er auf diese Weise endgültig zum Superstar, der für einen Auftritt im „Avengers“-Finale satte 50 Millionen Dollar Gage einstreichen konnte.
Zuletzt war der „Sherlock Holmes“-Darsteller neben seiner mit Spannung erwarteten Rückkehr ins MCU dank Christopher Nolans „Oppenheimer“ in aller Munde, der ihm 2024 endlich seinen langersehnten Oscar einbrachte (erstmals nominiert war er 1993 für seine Hauptrolle im Biopic „Chaplin“). Begonnen hat Downeys Karriere allerdings noch viel, viel früher – genauer: im Jahr 1970. Denn da spielte er im Alter von nur fünf Jahren seine allererste Rolle.
... doch sein Debüt gab er als Welpe!
Die Schauspielerei wurde ihm dabei in die Wiege gelegt, schließlich war sein Vater Robert Downey Sr. ebenfalls vor und hinter der Kamera aktiv. Der inszenierte 1970 die absurd-fantastische Komödie „Pound“, in der 18 von Menschen gespielte Hunde (!) in einem Tierheim auf ihre Einschläferung warten – und einer davon war niemand Geringeres als Robert Downey Jr., der als Welpe einen einzigen Satz sprechen durfte. Hier seht ihr einen Clip seiner Debüt-Performance:
Downey Jr. trat noch zwei weitere Male in Filmen seines Vaters auf („Greaser's Palace“ und „Die Kadeppen-Akademie“), bevor er mit dem Jugenddrama „Baby It's You“ (1983) versuchte, seine eigenen Wege zu gehen. Diese Erfahrung bedeutete für den damals 18-Jährigen übrigens den ersten großen Rückschlag, denn ein Großteil seiner Szenen fiel der Schere zum Opfer – wie er mit dieser Demütigung umgegangen ist, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
"Sie haben alle meine Szenen rausgeschnitten": Marvel-Star Robert Downey Jr. über die größte Demütigung seiner KarriereDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.