Chris Pratt gegen die KI: Im neuen Trailer zum Sci-Fi-Thriller "Mercy" entbrennt ein Wettlauf gegen die Zeit
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan ist mit "Star Trek" aufgewachsen und liebt insbesondere die Crew um Captain Jean-Luc Picard. Kubricks Meisterwerk "2001: Odyssee im Weltraum" gehört zu seinen Lieblingsfilmen. Doch auch heute ist das Sci-Fi-Kino lebendig, was Filme wie "Under the Skin" oder "Ad Astra" beweisen

In der Zukunft muss niemand mehr lange auf einen Gerichtstermin warten: In „Mercy“ bekommen Angeklagte 90 Minuten Zeit, um einer KI ihre Unschuld zu beweisen – ansonsten folgt das Todesurteil. Seht den neuen Trailer:

Die Handlung von „Mercy“ ist schnell erklärt: In der nahen Zukunft haben Gewaltverbrechen immer stärker zugenommen. Morde und Überfälle sind an der Tagesordnung, die Hüter der gesellschaftlichen Ordnung kommen kaum noch hinterher. Dementsprechend hat jetzt eine KI die Rolle der Gerichte übernommen. Angeklagte haben ein Zeitfenster von 90 Minuten, um ihre Unschuld zu beweisen (oder zumindest unter eine Schuld-Wahrscheinlichkeit von 92 Prozent kommen) – andernfalls droht das Todesurteil.

Mitverantwortlich für diese Entwicklung ist auch Detective Chris Raven (Chris Pratt). Ironie des Schicksals, dass er sich eines Tages selbst auf der Anklagebank wiederfindet – und für ein Verbrechen büßen soll, das er gar nicht begangen hat. Ihm wird vorgeworfen, seine Frau Nic (Annabelle Wallis) kaltblütig ermordet zu haben. Kann er die Anklagepunkte widerlegen? Um dies zu bewerkstelligen, hat er Zugriff auf sämtliche Überwachungskameras und Mobiltelefone der Stadt – doch die Zeit drängt...

Jetzt wurde ein neuer Trailer zu „Mercy“ mit Chris Pratt und Rebecca Ferguson veröffentlicht...

Erinnerungen an einen der besten Sci-Fi-Thriller aller Zeiten

... und dieser zeigt deutlich, dass sich Regisseur Timur Bekmambetov („Wanted“, „Ben-Hur“) an einigen großen Sci-Fi-Vorbildern orientiert. So wirkt die Darstellung einer immer weiter in Verbrechen versinkenden Gesellschaft wie aus „Dredd“ übernommen. Zudem besitzt die Prämisse deutliche Parallelen zum Spielberg-Klassiker „Minority Report“, in dem sich Tom Cruise für eine Straftat verantworten musste, die er (noch) nicht begangen hat.

Doch anders als in dem Sci-Fi-Thriller mit Tom Cruise scheint „Mercy“ nicht in ein wildes Katz-und-Maus-Spiel auszuarten. Stattdessen erwartet uns hier wohl ein sogenannter Desktop-Thriller. In Filmen dieser Gattung erleben wir die Ereignisse (fast) ausschließlich über die Bildschirme von Handys und Computern. Genre-Produktionen wie „Searching“ oder „Unknown User“ haben gezeigt, dass dieser eigentlich limitierende Ansatz Spaß machen kann. Wir bleiben nach dem zweiten Trailer durchaus optimistisch.

Ob „Mercy“ wirklich etwas taugt, wissen wir dann ab dem 22. Januar 2026 – dann nämlich startet die futuristische Gerichtsverhandlung mit Chris Pratt und Rebecca Ferguson in den deutschen Kinos. Wenn ihr den Trailer noch einmal in der englischen Originalfassung sehen möchtet, werdet ihr hier fündig:

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren