Nach Videospiel-Reboot jetzt auch Kino-Reboot: Uwe Boll verfilmt Horror-Hit neu – nachdem sein erster Anlauf kolossal scheiterte
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Seit über 30 Jahren fesselt die „Alone In The Dark“-Reihe Videospielfans und ist ein echter Hit. Für Uwe Bolls Kinoadaption von 2005 kann man das nicht sagen. Wird ein neuer Versuch erfolgreicher?

Concorde Filmverleih

Aktuell sind Videospiel-Adaptionen erfolgreich und werden gefeiert. Im Kino avancierte unter anderem „Ein Minecraft Film“ zum Mega-Hit, im TV warten alle gespannt auf die zweite Staffel „Fallout“ – und das sind nur zwei von mittlerweile zahlreichen populären Titeln. Vor einigen Jahren war das noch anders. Gerade Gaming-Fans rümpften die Nasen über die Adaptionen ihrer Lieblingsspiele. Reihenweise gab es Spott.

Ein Beispiel dieser dunklen Ära ist Uwe Bolls „Alone In The Dark“ mit Christian Slater, Tara Reid und Stephen Dorff. Der 2005 veröffentlichte Action-Horrorfilm hat nicht nur hier auf FILMSTARTS.de mit 0,5 Sternen die niedrigste mögliche Wertung bekommen. Auf der Filmfans-Plattform letterboxd steht er zum Beispiel bei einem katastrophalen Durchschnittswert von 1,3 von 5 Sternen. 70 % der Abstimmenden haben dem Film maximal einen Stern gegeben.

Doch vielleicht macht es Uwe Boll bei einem neuen Anlauf ja besser.

Uwe Boll macht neuen "Alone In The Dark"-Film – dieses Mal näher am Spiel

Der Hollywood Reporter berichtet jetzt, dass der berüchtigte deutsche Filmemacher von Spiele-Publisher THQ Nordic die Rechte optioniert habe, einen neuen „Alone In The Dark“-Film zu machen. Bekanntlich erschien 2024 ein Spiele-Reboot des Original-Klassikers von 1992. Dieser soll nun die Vorlage für Bolls Film bilden: „Wir werden den Geist und die Ära der Originalspiele einfangen und der Geschichte des neuen Spiels folgen“, teilt Boll dazu dem Hollywood Reporter mit. Bei seinem ersten Anlauf kritisierten viele Fans, wie weit sich dieser vom Vorbild entfernt hat.

Im Mittelpunkt des Spiele-Reboots stehen Emily Hartwood und der Privatdetektiv Edward Carnby. Hartwood engagiert Carnby, um das Verschwinden ihres Onkels Jeremy Hartwood in einem geheimnisvollen Herrenhaus zu untersuchen, das als psychiatrische Anstalt für die Reichen und Wohlhabenden fungiert. Als sie tiefer in die Gänge und Archive vordringen, entdecken sie, dass das Haus von einer mysteriösen Macht befallen ist, die die Wahrnehmung der Realität verzerrt. Sie müssen die Geheimnisse um Jeremys Schicksal und die unheilvolle Vergangenheit des Hauses lüften, bevor sie selbst dem Wahnsinn und den monströsen Bewohnern anheimfallen.

Auch noch eine Serie? Große Pläne für "Alone In The Dark"

Boll kann es laut Mitteilung „kaum erwarten, das Franchise neu zu starten und unseren neuen Edward Carnby zu besetzen.“ Vorerst werden aber schon einmal größere Pläne geschmiedet. So verriet Bolls Produktionspartner Michael Roesch bereits, dass man auch schon über die Entwicklung einer TV-Serie nachdenke.

Der gerade sehr umtriebige Boll scheint aktuell verstärkt Serien ins Visier zu nehmen. Auf seinen Cop-Thriller „First Shift“ lässt er so nicht nur zwei weitere, gerade gedrehte Filme folgen, sondern plant auch eine Serie. Auch zu Videospielen zieht es ihn unabhängig von „Alone In The Dark“ zurück. Mit „23 Years Later: Return To Zombie Island“ plant er ein Sequel zu „House Of The Dead“. Dafür sammelt er seit einiger Zeit Fan-Spenden. Daneben hat er mit „Citizen Vigilante“ noch einen Rache-Thriller mit Armie Hammer in der Hauptrolle gedreht.

Um eine weitere angekündigte Videospiel-Adaption geht es im folgenden Artikel:

Erinnert an einen der besten Sci-Fi-Filme aller Zeiten: "Fast & Furious"-Macher dreht Videospiel-Kracher à la "Starship Troopers"

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